Die Biosphäre im Winter

Kostenlos – zumMitnehmen! Upcycling aus der Zauberkugel Saarland inklusive Öl aus Bliesgau-Nüssen 7. Jahrgang | Ausgabe 4 Dezember 2022 – Februar 2023

2 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Menschen und Tiere in der Biosphäre Kopfunter auch am Futterhaus der Wintervogel Kleiber Der Kleiber entstammt der Familie der Kleiber und wird ab und an auch als „Spechtmeise“ bezeichnet. Er ist oft quirlig wie eine Meise und läuft an Baumstämmen entlang und sucht dort hackend nach Insektenwie einSpecht. Aber er kann etwas, was Spechte nicht können: er läuft auch mit dem Kopf nach unten an Bäumen entlang! Die Körperlänge des Kleibers entspricht in etwa der einer Kohlmeise. Sein Bauch ist hellbraun während sein Rücken blaugrau gefärbt ist. Er hat einen kräftigen, grauen Schnabel und einen schwarzen Augenstreifen. Jetzt imWinter ist es für viele wieder Zeit, die Vogelfutterhäuser nach draußen zu stellen und den Vögeln die verschiedensten Körner und Nüsse anzubieten. Was gibt es auch Entspannenderes an kaltenWintertagen, als den gefiederten Besuchern beim Kampf umdie besten Körner zu zusehen. Aber kennen Sie auch die Arten, die sich an IhremFutterhaus einfinden? Wir wollenmit demKleiber eine recht häufige und vor allem gut zu erkennende Art vorstellen. Sein Name „Kleiber“ kommt davon, dass er bei Bruthöhlen und Nistkästen, die er nutzt, den Eingang mit Lehm so verkleinert, dass er hindurch schlüpfen kann, aber esRäubernso erschwertwird, an seine Brut zu gelangen. Kleiber sind Standvögel und deshalb auch im Winter häufig zu beobachten. Sie brüten gerne in Laubmischwäldern, aber auch in Parks und Gärten. Sie benutzen Asthöhlen, alteSpechthöhlenaber auch Nistkästen als Brutplatz. Größere Samen und Nüsse wie Eicheln oder ganze Erdnüsse bringt er zur nächsten Astgabel um sie dort mit seinem Schnabel besser bearbeiten zu können. Längere baumlose Strecken meidet er, deshalb ist er in Innenstädten seltener zu finden als zum Beispiel in Waldrandnähe. Er gilt als nicht gefährdet, so dass man an vielen Futterhäusern seine akrobatischen Künste beim Futtern von Meisenknödeln gut beobachten kann. Mehr Infos zu häufigen Vögeln amFutterhaus finden Sie u.a. unter: https://www. nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionenund-projekte/stunde-der-wintervoegel/ vogelportraets/ Den Kleiber sieht man häufig kopfüber amBaum. Foto: Anita Naumann 66482 Zweibrücken Unterer Hornbachstaden 45 06332-906292 info@wolaris.de www.wolaris.de Wir haben geöffnet: mo – fr 10 – 18 Uhr Kamine. Öfen. Grills. WOLARIS Nach zwei Jahren Corona-Pause fand endlich wieder eine Mitgliederversammlung des Biosphärenvereins statt. Themen im Wolfersheimer Dorfgemeinschaftshaus waren ein Rückblick auf die Jahre 2020 bis 2022, die trotz Kontaktbeschränkungen und Lockdowns gute Ergebnisse brachten, die obligatorischen Kassenberichte sowie die Finanzplanung für das kommende Jahr. Finanziell steht der Verein gut da und ist bereit für spannende Projekte. Zum Abschluss wurde der Vorstand neu gewählt. An der Spitze hat sich nichts geändert: Vorsitzende bleiben Torsten Czech und Axel Kammerer, Schatzmeister Siegbert Haacke sowie Schriftführerin Brigitte Adamek-Rinderle. Als Beisitzer im Team bleiben Dr. Helmut Wolf und Holger Zeck, neu hinzu kommen Hannes Ballhorn, Dennis Becker und Gerhard Schmitt-Probst. Besonderer Dank an diesem Abend galt auch den scheidenden Vorstandsmitgliedern Heike Welker, Gerda Schaal und Franz Stolz. „Belohnt“ wurde ihr jahrelanges Engagement mit dem Jubiläumsbuch und einer guten Flasche Apfelsecco - natürlich aus der Biosphäre. Hier stellen sich die neuen Beisitzer kurz vor: Hannes Ballhorn: Auf unserem kleinen Hof Sonnenbogen versuche ich immer mehr die ökologisch-sozialen Ansätze der Permakultur umzusetzen. Im achtsamen Dialog mit der Natur möchte ich Partner und Freund unserer Bliesgau-Landschaft werden. So verstehe ich Biosphäre. Dennis Becker: Wohnhaft in Kirkel-Neuhäusel verstehe ich mich als echter Saarpfälzer. NachmeinemMasterabschluss in Stadt- und Regionalentwicklung habe ich sechs Jahre beimSaarpfalz-Kreis imFachbereich Nachhaltige Entwicklung gearbeitet und verstärke nun seit 2021 als Mobilitätsmanager der Stadt St. Ingbert die Verwaltungmit meinen Erfahrungen aus den Bereichen der Stadtplanung und nachhaltigen Regionalentwicklung. Mich nun auch ehrenamtlich für unsere schöne Biosphärenregion einzusetzen, darauf freue ichmich. Gerhard Schmitt-Probst: Geboren im Bliesgau ging ich nach dem Abitur auf dem Von-der-Leyen-Gymnasium nachBerlin. Pünktlich zumRuhestand hat es mich dann wieder zurück in die Heimat gezogen, wo ich die Gelegenheit, mich zum Natur- und Landschaftsführer ausbilden zu lassen, sofort beim Schopf ergriff. Mich erstaunt immer noch, mit welcher Vielfalt die Natur und Landschaft des Biosphärenreservats Bliesgau gesegnet sind. Es ist mir ein großes Anliegen, dieses auch historisch unterfütterteWissenweiterzugeben. Alte Hasen und neue Gesichter im Biosphärenvereinsvorstand IMPRESSUM Herausgeber/verantwortlich für Anzeigen und Vertrieb: Andrea Klein, Auf‘mHahnacker 1, 66583 Spiesen-Elversberg, Tel. 06821 9728359, Fax 06821 73403, E-Mail: rundschau@t-online.de Redaktion: Andrea Klein (V. i. S. d. P.); Redaktionsleitung: Barbara Hartmann. Titelfoto: Orchideenpfad Gersheimvon Daniel Spohn. Druckvorstufe: Siffrin.net CrossMedia UG, Mandelbachtal-Ommersheim. Druck undWeiterverarbeitung: johnen-druck GmbH, Bernkastel-Kues. Alle Rechte vorbehalten. © 11/2022. MIX Papier aus verantwortungsvollen Quellen FSC® C013024

3 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Gesundes Essen aus der Region Seit etwa zwei Jahren gibt es unter dem Label „Saarland Inklusive“ Convenience-Food vom Wintringer Hof. Der Grundgedanke dahinter war es, die Produkte desHofes zu veredeln. So wurde 2015 bereits das Landgasthaus eröffnet, in dem mit Gunnar Hofmann, ausgezeichnet als fünffacher Koch des Jahres, ein echter Spitzenkoch am Herd steht. Zusammen mit der idyllischen Lage direkt amKulturOrtWintringer Kapelle macht seine regionale und gesunde Küche das Landgasthaus zu einem echten Geheimtipp, besonders beliebt für Hochzeiten. Neu: CurrywurstKreationmit eigenen Produkten Die Kombination aus Eigenanbau und der Zusammenarbeit mit regionalen Biopartnern und Gastronomien lief gut, bis Corona und Lockdown besonders die Gastro auf den Kopf stellten. Trotzdem waren die Produkte – z. B. Tomaten, Obst, FleischundKräuter–da und mussten irgendwie verarbeitet werden. „Ein neuer Vertriebsweg musste her“, erklärt Vertriebsleiter Samu Ocak. „Ich esse gerne Currywurst“, dachte er damals bei sich und nachdem er im Urlaub eine richtig gute BioCurrywurst aus dem Glas gegessen hatte, entstand die Idee, eine Currywurst vom Wintringer Hof zu kreieren. Vier Wochen wurde imTeam, zudem neben Ocak auch Gunnar Hoffmann und Metzgermeister Jörg Turner gehörten, experimentiert, bis die Currywurst perfekt war. „Was ich verkaufe, muss mir schmecken“, betont der Vertriebsleiter. Bis auf einige Gewürze, Cola, Orangensaft undAnanas–dasgenaue Rezept ist natürlich geheim – stammen alle in der Currywurst enthaltenen Produkte vom Hof: Schweine, Rinder, Tomaten und Kräuter. Selbst das Futter für die Tiere, wie Weizen, Gerste Dinkel und Heu sowie Reste und Unverkäufliches, kommen überwiegend vomHof. Geschlachtet wird in der Biometzgerei Doll. Alles andere wird in der hauseigenen Metzgerei und Küche gezaubert. Weitere Produkte in der Vorbereitung Kleinangefangen, ist dieProduktpalette stetig gewachsen, sodass unter dem Label „Saarland inklusive“mittlerweile 14 Produkte erhältlich sind. Dazu gehören z. B. Hofnudeln mit Eiern von glücklichen Hühnern, die in Kooperation mit der Italian Delight Pastamanufaktur von Tina Bonaffini hergestellt werden, Leindotteröl mit der Bliesgau Ölmühle, Kaffeespezialitäten von Pauli Michels, Säfte, Kräutersalz und Apfelsecco aus eigener Herstellung sowie alles rund um die Tomate: Currysauce (mit und ohne Wurst), Tomatensuppe, Tomatenmark und würzige Arrabiata. „Bald gibt’s auch Bibbelsches Bohnesupp“, kündigt Samu Ocak an, außerdem eine Brotbackmischungmit Holzbackform. Passt: Ökologie und Inklusion Als grüne Werkstatt der Lebenshilfe Obere Saar e. V. verfolgt der Lernort Wintringer Hof zwei Aufträge. Erstens, den sozialen Auftrag als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau mit verschiedenen Bereichen und etwa 200 ha Land für Tierhaltung und Landwirtschaft. „Zurzeit arbeiten hier etwa 100 Menschen mit Behinderung“, erklärt der Abteilungsleiter der Produktion und stellvertretende Hofleiter Tobias Lüders beim Rundgang über den Hof. Durch die Convenience-Reihe ist ein neues Arbeitsspektrum mit neuen Arbeitsplätzen in den Bereichen Fachlogistik, Etikettieren und in der Küchencrew entstanden. Der zweite Auftrag ist der ökologische. Nach strengen Bioland-Vorgaben werden hier sowohl ökologische Landwirtschaft als auch die Vermarktung der hochwertigen Bio-Erzeugnisse betrieben. Verkauft werden die Produkte natürlich im eigenen Hofladen, an den Marktständen und im Landgasthaus, aber auch im Bliesgauregal, in Bio- und Unverpacktläden sowie bei Globus und Edeka. Regelmäßig kommen neue Märkte, wie jetzt Rewe, hinzu. Den Apfelsecco kann man sogar in Hannover trinken. Samu Ocak betont aber: „Wir sind keine Massenproduktion. Bei uns stehen die MitarbeiterInnen im Vordergrund.“ Das Wichtigste zum Schluss – der Geschmackstest. Die Currywurst aus dem Glas hat mich überzeugt, besonders die Sauce: samtig, fruchtig und leicht pikant – Nachwürzen nicht nötig nach meinem Geschmack. Dazu gab’s frisches Baguette und eine leckere Schorle aus Saarland inklusive-Traubensaft. Zum perfekten Currywurst-Erlebnis haben mir ein bisschen die Röstaromen einer frisch gegrillten Bratwurst gefehlt. Auchda schafft derWintringer Hof Abhilfe: Sowohl die Sauce, von der ich zum Glück auch noch ein Glas habe, als auch die Bio-Bratwürste sind im Hofladen (und an anderen Verkaufsstellen) zu finden. Wenn es einmal schnell gehen muss oder man keine Lust hat, für sich alleine zu kochen bzw. zu grillen, ist die Currywurst eine super kleine Mahlzeit aus regionalen Bio-Produkten. Freitag ist bei uns Zuhause meist Nudeltag. Wenn alle gleichzeitig gegen 13 Uhr von der Arbeit oder, wenn nicht gerade Ferien sind, aus der Schule kommen, soll fix – aber ohne Fix-Produkte – etwas auf denTisch. Da kamdie Arrabiata gerade recht. Wie bei der Currysauce musste ich auch hier nicht nachwürzen; als Extra kam nur noch ein bisschen frisch geriebener Parmesanmit drauf. Die Arrabiata schmeckt nach sonnenreifen Tomaten, fruchtig-frisch und leicht scharf – die kochte auch meine Nonna nicht viel besser. Bereits probieren konnte ich auch dasKräutersalz: frischesBrot, gute Butter, Kräutersalz, fertig ist das Abendbrot. Auf Verköstigung warten nun noch Tomatenmark, Dinkelnudeln und für einen besonderen Augenblick bereit steht im Kühlschrank der Apfelsecco. Eiskalt, wie von Samu Ocak empfohlen. Auf den freue ich mich ganz besonders. Kontakt: Tel. 06805 902411 Mail: wintringerhof@lebenshilfe-oberesaar.de Web: www.wintringer-hof.de Saarland inklusive Gesundes Convenience-Food vomWintringer Hof

4 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Weihnachten Tannenbaum mit FSC-Siegel In fast jedem deutschen Wohnzimmer findet man ihn: den Weihnachtsbaum. Die meisten dieser Bäume stammen allerdings aus ökologisch bedenklichen Monokulturen und werden vor dem Verkauf stark mit Chemikalien behandelt. Das ist schlecht für Mensch und Umwelt. Die bessere Alternative wäre der Kauf eines heimischenBaumes mit FSC-Siegel. Diese Bäume kommen aus naturverträglicher Waldwirtschaft und wurden weder mit Pestiziden noch Düngemittel behandelt. Mittlerweile gibt es sogar auch Weihnachtsbäume mit Bio-Label. Wo es solche Bäume zu kaufen gibt, verrät die Liste von WWF-Mitarbeiterin Robin Wood: https://www.robinwood.de/schwerpunkte/okologische-weihnachtsbaume Nicht fehlen an einemBaumdarf natürlichder Schmuck. Das beliebte Lametta besteht allerdings aus Alufolie und landet am Ende imMüll. Das Schneespray sorgt dafür, dass der Baumnicht mehr kompostiert werden kann. Besser sind Strohsternen, Holz-oderGlassschmuck. Dieser sieht nicht nur schön aus, er lässt sich auch jedes Jahr wiederverwenden. Geschenkepapier – bitte plastikfrei Ist der Christbaum dann geschmückt, werdenmeist die zahlreichen Geschenke darunter drapiert. Ein schön eingepacktes Geschenk auszupacken, bereitet doppelt Freude. Aber: das festliche Geschenkpapier am Ende des Abends hinterlässt einen regelrechten Müllberg. Um dieser umweltschädlichen Tradition entgegen zu wirken, können sie zu Geschenkpapier mit dem FSC-SieNicht immer einfach: Weihnachten nachhaltig gestalten Für viele ist dieWeihnachtszeit die schönste Zeit im Jahr. DieWohnung ist festlich geschmückt und es duftet nach Plätzchen. In dieser Zeit steigt der Konsumwie in fast keinemanderenMonat - allein 22Milliarden Euro Umsatz werden an Geschenken gemacht. Was bleibt sind Berge anMüll und die damit einhergehende Umweltbelastung. Der WWF hat daher einige Tipps, wieman dieWeihnachtszeit umweltfreundlicher gestalten kann. gel oder Recyclingpapier mit dem Blauen Engel greifen. Eine weitere umweltschonende Alternative wäre Zeitungspapier. Außerdemsollte darauf geachtetwerden beim Kauf von Geschenken Plastik zu vermeiden. Idealerweise ist das Geschenk in so wenig Plastik wie möglich eingepackt und muss auch nicht mit der Einweg-Plastiktüte nach Hause transportiert werden. Wer bereits vor Weihnachtenmit einemAdventskalender seinen Lieben eine Freude bereiten möchte, kann anstatt eines gekauften Schokokalenders mit Plastikverpackung einen individuellen Kalender selbst basteln. Umweltfreundliche Weihnachtsbäckerei Egal ob Zimtsterne oder Vanillekipferl,man verbindetWeihnachten mit seinen köstlichen Leckereien. Wer selbst als Bäcker tätig wird, kann beim Einkaufen der Zutaten darauf achten, Bio-Produkte aus ökologischer Landwirtschaft oder regionale Produkte zu bevorzugen. So werden Transportwege gespart und deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen. Vor allem beim Kauf von Eiern ist das Bio-Label ausschlaggebend. Diese Eier stehen für eine ökologische Erzeugung und müssen EU-weit ganz besondere Anforderungen erfüllen. So erhalten die Tiere Futter aus ökologischem Anbau, haben Auslauf, Tageslicht in den Ställen und auch Hähne in ihren Gruppen. Wer nicht selbst backt, ist gut beraten vor allem bei Marzipan aber auch bei klassischenBackwaren einenBlick auf die Zutatenliste werfen. Oft enthalten diese das ökologisch kritische Palmöl. Die Ölpalme wird hauptsächlich in Südostasien angebaut und zwar in mittlerweile riesigen Monokulturen. Dadurch zerstören sie die biologische Vielfalt und Umwelt. Daher beim Kauf auf Bio-Produkte oder Produkte mit dem RSPO-Siegel zurückgreifen – dieses verspricht eine Palmöl-Produktion, die ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich ist. Weitere Informationen zu Palmöl gibt es hier: https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/palmoel/ Festschmausmit zertifizierten Bio-Produkten Auch der traditionelle Festschmaus an Heiligabend lässt sich umweltschonend gestaltet. Falls es Fleisch zum Fest sein soll, können sie darauf achten, dass es hochwertiges Bio-Fleisch aus tiergerechter Haltung ist. Bio-Bauern legen Wert auf eine tiergerechte Haltung, außerdem Leben die Tiere imSchnitt doppelt so lang wie ihre Artgenossen. Unsere Einkaufsratgeber für Fleisch gibt Auskunft:https://www.wwf. de/aktiv-werden/tipps-fuerden-alltag/vernuenftig-einkaufen/einkaufsratgeber-fleisch/ Wer zu Heiligabend lieber Fisch isst, sollte auch hier auf Fischprodukte mit dem Bio- und Umweltsiegel, von beispielsweise Bioland, Naturland oder ASC, zurückgreifen. Bei Wildfisch gibt es zudem das MSC-Siegel, was auf eine nachhaltige Fischerei hinweist. Weitere Informationen findet man unter unseremEinkaufsratgeber für Fisch: https://www. wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/vernuenftig-einkaufen/einkaufsratgeber-fisch/ Wer außerdem zum Abendessen noch mit einem Glas Wein anstoßen möchte, kann darauf achten, eine Flasche mit echtemKorken zu kaufen. Korkeichenwälder sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht im Mittelmeerraum und überstehen verheerende Brände, wie sie sich in letzter Zeit häufen, viel besser als andere Bäume. Mehr Informationen zu Korkeichenwäldern gibt es hier: http://wwf.panda.org/index.cfm?4802/2/Flaschen-bittenur-mit-Kork Seit 2005 gibt der Saarpfalz-Kreis das Saarpfalz-Jahrbuch heraus. Die 19. Auflage, die in bewährter Kooperation mit der Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH entstand, wurde jetzt von Siegfried Wack, Bürgermeister und Landrat i. R., imHomburger Forum imBeisein zahlreicher Autoren und Interessierter vorgestellt. „Ich freue mich, dass sovieleda sind. Dass die Resonanz so groß ist, zeugt davon, dass es sich um ein schönes Produkt des Saarpfalz-Kreises handelt, das wir seit Jahren herausbringen“, bemerkte Landrat Dr. Gallo mit Stolz und dankte allen, die an der Herausgabe des Almanachs beteiligt waren. Insgesamt beinhaltet das Jahrbuch auf fast 250 Seiten rund 40 Beiträge. Lothar Bender erzählt davon, wie vor 70 Jahren inHomburg durch die Schaufensterscheibe des Radiofachgeschäfts Panter am Marktplatz Fernsehen geschaut wurde. Jutta Schwan beschreibt den in Homburg geborenen Lithographen Ferdinand Piloty (der Ältere), der u. a. von Christian von Mannlich im Ölmalen ausgebildet wurde. Nicolaus Rubeck legt den Blick auf das bisherwenigbekannte Auswanderungsziel von Saarpfälzer im19. und 20. Jahrhundert: die Champagne. „Das Jahrbuch bietet in seiner 19. Auflage qua Inhalt Lesevergnügen und ist auch übers ganze Jahr eine lesenswerte Geschenkidee zu und aus unserem Saarpfalz-Kreis“, warb der Landrat Das Saarpfalz-Jahrbuch 2023 ist zum Preis von 7,50 Euro erhältlich beim Fachbereich Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises: Martin Baus, Tel. 06841 1048419, Email: martin.baus@saarpfalz-kreis.de undUte Klosendorf, Tel. 104-8409, Email: ute.klosendorf@saarpfalz-kreis.de sowie in Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften. Frisch aus der Druckerpresse: Das SaarpfalzJahrbuch 2023 Landrat Dr. Theophil Gallo, Landrat a. D. SiegfriedWack undMartin Baus, M.A., halten das neue Jahrbuch in den Händen (v.l.). Foto: Beate Ruffing, Saarpfalz-Kreis Der Biosphärenzweckverband Bliesgau, Regionalvermarktungsinitiative Bliesgau Genuss e. V. und das Christliche Jugenddorfwerk Homburg/Saar gGmbH stellten vor kurzem die beliebte Broschüre „Bliesgau Einkaufsführer“ in ihrer mittlerweile 7. Auflage vor. Landrat und Verbandsvorsteher Dr. Theophil Gallo zeigt sich begeistert: „Wir sind froh, mit dem neu gestalteten Bliesgau Einkaufsführer den Lesern einen aktuellen Überblick über die geschmackliche Vielfalt der Biosphäre Bliesgau geben zu können. Das Netzwerk wächst stetig und viele neue aber auch altbekannte Produzenten sind mit dabei.“ Der Bliesgau Einkaufsführer informiert in gewohnter Weise über die Bliesgau-Produkte, ihre Erzeuger, Verkaufsstellen aber auch über Restaurants mit regionalen Produkten à la carte. Der Bliesgau Einkaufsführer wird von der Wirtschaftsförderung Saarpfalz, der Kreissparkasse Saarpfalz, der Tourismuszentrale des Saarlandes sowie dem Saarpfalz-Kreis finanziell unterstützt. Er kann kostenlos in der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau in Blieskastel, in allen dezentralen Infostellen und Rathäusern des Biosphärenreservates und bei einzelnen Anbietern abgeholt werden. Bliesgau Einkaufsführer in neuemGewand

5 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Im Haus der Familie selbst steckt natürlich ganz viel KiLaDi, sei es die Kücheneckbank Trudi, das lila Schränkchen Molly, der rote Schreibtisch Ludo oder das ABC-Poster, das an der Wand darüber hängt. Einige Stücke bietet Kim auf ihrer Instagramseite auch zum Verkauf an. Im Interview erzählt sie ein bisschenwas aus ihrer Werkstatt. Wie wählst du die Möbel aus und wie entscheidest du, wie sie am Ende aussehen sollen? Schleifen, Lackieren. In so einem Möbelstück stecken sicher viele Arbeitsschritte, oder? Meistens finde ich die Möbel bei Kleinanzeigen, auf dem Sperrmüll oder die Leute schreiben mich explizit an, ob ich ihnen ein Herzstück aufarbeiten kann. Bei den meisten Stücken habe ich sofort eine Vorstellung, wie ich sie bearbeiten möchte. Wenn ich im Kundenauftrag bearbeite, stimme ich das Farbkonzept vorher ab, habe aber glücklicherweise meist ziemlich freieHand. Dabei werden immer als erstes die Altlasten entfernt, heißt: erstmal einen Überblick verschaffen, grob säubern, Schubladen rausnehmen, Türen abschrauben und auch die Griffe. Das Möbelstück wird einmal nackig gemacht. Danach folgt das Schleifen und ganz oft bin ich überrascht, welch schöne Holzfarbe und Maserung zum Vorschein kommt. Dann wird angeklebt, denn meist versuche ich den Innenraum inNatur zu erhalten. Ist der Schliff geschafft, wird die Grundierung aufgetragen. Dieser Schritt ist wichtig für das Lackieren, damit dasHolz nicht die ganze Farbe aufsaugt und man Unmengen Farbe verbraucht. Ich benutze hochwertige wasserbasierte Lacke und kombiniere gerne Pastelltöne, aber auch knallige Töne, um Akzente zu setzen. Oftmals benötige ich zwei bis drei Anstriche, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Bei mir in der Zauberkugel wird die Farbe meist mit Schaumstoffrollen aufgetragen, weil die meiner Meinung nach das Schönste Finish erzeugen. Bevor es zum großen Finale kommt, werden Innenraumund Außenflächemit Möbelwachs behandelt, die Schubladen wieder eingesetzt und Türen angeschraubt. Ich versuche erstmal, die Griffe zu erhalten und zu reinigen. Falls diese nicht mehr zutreten sind oder nichtmehr zumneuKiLaDi Kreativmanufaktur – Upcycling aus der Zauberkugel KiLaDi – das steht für dieMädels der Familie Bas: Kim, Ella und Hildi. Mama Kimhaucht in ihrer Zauberkugel, wie sie ihreWerkstatt imKeller „zwischenKrimskrams und Autoreifen“ liebevoll nennt, altenHolzmöbeln neues, buntes Leben ein. So wird aus einer Kommode vomSperrmüll beispielsweise die wunderschön aufbereitete Edith, die nun in einem Babyzimmer steht. Auch farbenfrohe Prints und Poster kommen aus der Zauberkugel. en Look passen, werden sie durch neue ersetzt. Der letzte, und auch fast mein Lieblingsstep, ist das Dekorieren und Fotografieren des fertigen Möbelstücks. Danach kann der Bewohner ins neue Zuhause einziehen. Je nach Zustand und Aufwand der Verwandlung stecken da also einige Arbeitsstunden drin. Woher kannst du das alles? Mein Opa ist glücklicherweise Schreiner und seit ich denken kann, verbringe ich Zeit in Werkstätten. Ich finde es schon immer unheimlich spannend, was man mit Handwerk alles zaubern kann. Nach der Geburt vonmeiner zweiten Tochter hat es mich gepackt und ich habe die Kommode Edith vom Sperrmüll gerettet. Das gute Stück stand einige Zeit bei uns zuhause rumund löste die ein oder andere Ehekrise aus. Als wir eine Woche in Quarantäne verbrachten, begann ich die Kommode zu schleifen, musste Schubladen eher unsanft entfernen, schnitt neue Böden zu und mischte einen passenden Farbton. Meine Kinder immer mit dabei, und mehr als einmal stand mir mein Opa telefonisch mit Rat zur Seite. An dieser Kommode konnte ich Vieles ausprobieren, informierte mich über Schleifmaschinen, Untergründe und Farben. Mein Stiefpapa arbeitet imAußendienst für Malerzubehör und versorgt mich mit professionellem Material und auch mit Farben. Ihn kann ich jederzeit nach Hilfe fragen. Bei jedemMöbelstück lerne ich etwas Neues dazu, mache auch Fehler, die ich beimnächstenMal besser weiß, studiere Blogs, schaue Youtube-Tutorials und tausche mich auf Instagramaus. Die sichere Bank mit Rat und Tat bleibt jedoch immermeinOpa. Hast du ein Lieblingsmöbelstück? Das kann ich dir so pauschal gar nicht beantworten. Da jedes Möbelstück vonmir einen Namen bekommt und ich einige Zeit damit verbringe es in meiner Zauberkugel wieder flott zu machen, mag ich jedes Stück sehr. Durch meine erste Kommode Edith wurde mir klar, dass ich genau das machen will. Könntest du dir vorstellen, das alles hauptberuflich zumachen? Im Moment steht es nicht auf meinem Plan. Ich kann mir aktuell meine Zeit in der Werkstatt gut einteilen und weiß, dass ich ein festes Einkommen habe. Mit meinem Zuverdienst aus der Zauberkugel habe ich mir Anfang des Jahres meinen alten Wohnwagen, Torben, gekauft, umgebaut und in unserem Garten als kreativen Rückzugsort, Happy Place und Kinderspielhaus verfrachtet. Erstmal wird die Zauberkugel Ende des Jahres ausdemKeller ineine andere Location umziehen und da werde ich mich räumlich ein bisschen vergrößern. Mein Traumwäre, irgendwann einen kleinen Conceptstoremit ausgewählten nachhaltigen Marken, meinenMöbelnundBildernzuhaben. In diesem Laden soll es möglich sein, sich per Regalmiete mit seinen selbstgemachten Produkten einzumieten und diese dort zu verkaufen. Auch eine kleine Secondhand- und Kaffeeecke könnte ich mir vorstellen. Einmal imMonat könnte ein kreativerWorkshop für Groß und Klein stattfinden. Aber alles Schritt für Schritt. WarumUpcycling und nicht einfach neu kaufen? EswirdKonsumentenheute ziemlich leichtgemacht, mit jedem neuen Trend mitzugehen, egal ob in der Mode oder in der Einrichtung. Teile werden zu spottbilligen Preisen angeboten und verlocken zumKauf. Allerdings ist die Qualität oft mehr schlecht als recht und nach wenigen Jahren im Gebrauch ist das Stück reif für die Tonne, oder besser gesagt, für den Sperrmüll. Bei alten Möbeln bekommt man eine andere Qualität vom Material undvonderVerarbeitung. Leider entsprechen die „Eiche rustikal“- Möbel nicht den Ansprüchen einer stylischen Einrichtung. Es lässt sich so viel verändern mit Vorstellungskraft, ein bisschen handwerklichemGeschick und Interesse, Farbe, neuen Griffen oder neuen Füßen. Schon hat man sein individuelles neues Möbelstück. Upcycling ist eine tolleMöglichkeit Ressourcen zu schonen, da kein neues Material gewonnen werden muss, sondern schon im Umlauf ist.Wennman sichbewusstmit einem Herzstück auseinandersetzt, die Farbe auswählt, alle Arbeitsschritte durchläuft und am Ende ein einzigartiges Ergebnis Daheim stehen hat, ist man stolz und wird dieses Möbelstück nicht leichtfertig auf den Müll werfen. Gerade durch die sozialenMedien werden Trends in Mode und Einrichtung vorgelebt und irgendwie auch vorgegeben. Gefühlt sieht jedes Wohnzimmer und Schlafzimmer gleich aus: alles Ton in Ton, sehr viel beige, gleiche Kommoden, Pampasgras und jeder Vorgarten mit Steinen und zwei sporadischen Buchsbäumen. Mich langweilt dieser Anblick sehr und finde, dass jede Einrichtung genauso individuell sein sollte, wie die Menschen, die darin leben. Unsere Villa Kunterbunt ist ein Mix aus Alt und Neu, aus Erinnerungsstückenund upgecyceltenMöbeln. Sie wächst und passt sich unseren Bedürfnissen an, ist unser persönlicher Rückzugsort und unser Happyplace. Mit dem Projekt KiLaDi hat mich das Thema Nachhaltig mehr und mehr in seinen Bann gezogen. Wir gehen viel bewusster einkaufen, planen unsere Mahlzeiten, sodass einMinimumanLebensmittelverschwendung stattfindet. Für mich kaufe ichseit diesemJahrüberwiegend Second Hand. Stück für Stück gehenwir jedes Kapitel anund ziehen das Beste für unseren Familienalltag raus, denn ich möchte meinen Kindern zeigen und vorleben, dass wir bedacht mit unserem Besitz und unseren Ressourcen umgehen. Ein Beispiel aus der Kreativmanufaktur KiLaDi. Foto: KimBas DieWerkstatt der KiLaDi. Foto: KimBas Weitere Informationen über KiLaDi mit diesemQR-Code

6 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, soll sich künftig im ganzen Biosphärenreservat Bliesgau an einer einheitlichen Beschilderung orientieren können – dank der 47Wanderwege-Patinnen und –Paten, die einen Großteil der 96 Rundwanderwege betreuen sowie dem Pfälzerwald-Verein, der die Fernwanderwegemarkiert. Im gesamten Gebiet des Biosphärenreservats Bliesgau und des Saarpfalz-Kreises wurde sukzessive das neue Beschilderungssystem montiert und angebracht. Mehr als 700 Kilometer Wanderwege wurden markiert. Das neue Wegenetz umfasst 96 Wanderwege: vomkurzenörtlichenRundweg über verschiedene Themenwege bis hin zu mehrtägigen Streckenwanderungen auf dem „Bliessteig“ mit insgesamt 120 Kilometern Streckenlänge von Bexbach bis ins französische Sarreguemines. Zurzeit werden die Kartenausschnitte für die über 60 Wanderinfotafeln bearbeitet, die noch in diesem zur besseren Orientierung an Wanderparkplätzen aufgestellt werden. Mehr als nur wandern– Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ Als weiteres Etappenziel strebt die Saarpfalz-Touristik die Anerkennung als „Qualitätsregion Wan- DieWanderwege sind fast alle neu beschildert. Foto: Wolfgang Henn Beschilderung der Wanderwege auf der Zielgeraden derbares Deutschland“ an, denn zu einem tollen Wandererlebnis gehören neben den gut markierten Wegen auch gute Gastgeber, bei denen man nach einer Wanderung Rast machen sowie wanderfreundlich übernachten kann. Bereits zahlreiche Gaststätten und Hüttenmit schönen Biergärten laden jetzt schon zumVerweilen ein. Professionelles Wegemanagement im Aufbau, ehrenamtliches Wegemanagement mit der Übernahme von Patenschaften für Wanderwege funktioniert bereits Weitere Kriterien der „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ sind der Service im Bereich der Print- und Onlineprodukte sowie der Tourist-Informationenund das nachhaltigeWegemanagement, um den höchsten Ansprüchen einer „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ zu genügen. Ein professionelles Wegemanagement wird seitens des Saarpfalz-Kreises zurzeit aufgebaut. Das ehrenamtlicheWegemanagement mit der Übernahme von Patenschaften für Wanderwege funktioniert bereits sehr gut. Weitere Informationen über Wandern und zur „QualitätsregionWanderbares Deutschland“ erhalten Sie bei der Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Tel.: 06841/104 7174, email: touristik@ saarpfalz-kreis.de Wandern im Bliesgau „Mit dem vorliegenden Familien- und Freizeitplaner wollen wir Gästen und Einheimischen Vorschläge unterbreiten, wie man mit der ganzen Familie per Pedes oder mit dem Rad das UNESCO Biosphärenreservat Bliesgau und den Saarpfalz-Kreis erleben kann“, so Landrat Dr. Theophil Gallo, Verbandsvorsteher der Saarpfalz-Touristik und Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Saarpfalz, bei der Präsentation des neuen Kalenders. Als Besonderheit beim diesjährigen Kalender stellte Landrat Dr. Theophil Gallo heraus, dass auch die Partnerlandkreise und die beiden Partner-Biosphärenreservate in Polen und der Ukraine mit ihren touristischen Sehenswürdigkeiten und ihrer beeindruckenden Landschaft vorgestellt werden. In bewährter Manier werden auf den Rückseiten der Monatsblätter Rad- undWandertouren, reich bebildert, vorgestellt. Natur und Kultur der Region aktiv erkunden Die Region bietet sowohl erfahrenen und sportlichen Wanderern und Radfahrern als auch Familien und Genuss-Wanderern und -radlern viel Abwechslung auf gut markierten Rad- und Wanderwegen. Im Biosphärenreservat Bliesgau können Naturliebhaber auch „ausgezeichnet“ wandern und radeln, denn das Wanderangebot umfasst auch Premiumwanderwege, wie beispielsweise die Kirkeler Tafeltour oder der Hüttenwanderweg in St. Ingbert. Ob kurze Halbtageswanderungen oder schöne Wandertouren: wie beispielsweise „der Bliesgauer“ oder dem „Gräfinthaler Klosterpfad“, können Wanderfreunde sich aus einem vielfältigen Angebot die Tour heraussuchen, die für sie ambesten passt. Auch beim Radeln kann man „ausgezeichnet“ auf dem vom ADFC mit vier Kalender 2023 Rad- undWandertouren in der Biosphäre Bliesgau und der Saarpfalz im Familien- und Freizeitplaner Neu: mit touristischemBlick zu den Partnerlandkreisen und Partner-Biosphärenreservaten SternenzertifiziertenGlan-BliesRadweg unterwegs sein. Zahlreiche Rundtouren wie die Sieben-Weiher-Tour oder die Adebar-Runde bieten Groß und Klein ein abwechslungsreiches Raderlebnis. Bei den Tourenbeschreibungen auf den Rückseiten findet man auch Hinweise, wie man klimafreundlich mit Bus und Bahn zu den Startpunkten der Tour kommt. Ein Novum ist auch der neue QR-Code, mit dem die Nutzer direkt auf das digitale Tourenportal der Saarpfalz-Touristik kommen. Hier kann man sich die Tourendaten digital herunterladen oder auch eine PDF-Dokument drucken und sich den Tourenvorschlag schwarz auf weiß mitnehmen. Partnerlandkreise und Partner-Biosphärenreservate haben touristisch viel zu bieten Landrat Dr. Theophil Gallo betonte bei der Vorstellung, dass die deutsch-polnischen Kontakte im Saarpfalz-Kreis eine beinahe 20-jährige Tradition haben. Die freundschaftlichen Beziehungen haben dazu geführt, dass der Saarpfalz-Kreis mit vier polnischen Landkreisen und dem Landkreis Lviv (Lemberg) in der Ukraine Partnerschaften pflegt. Die vier polnischen Landkreise Przemyśl, Łańcut, Lubaczow und Biesczady liegen alle in der Woiwodschaft Podkarparkie (Karpatenvorland) im äußersten Südosten der Republik Polen. Die gesamte Region ist landschaftlich sehr eindrucksvoll und bietet zahlreiche touristische Sehenswürdigkeiten, von denen in diesem Kalender eine kleine Auswahl vorgestellt wird. Als Symbol für die weitere Zusammenarbeit des Saarpfalz-Kreises und seiner französischen und amerikanischen Partner mit Polen und der Ukraine wurde am 4. Juli 2022 ein „Internationales Bündnis für Frieden und Zusammenarbeit in Europa“, das sogenannte „Homburger Bündnis“ unterzeichnet. Die Urkunde wurde ebenfalls im Kalender abgedruckt. Auch die beiden Sparkassenvorstände Armin Reinke und Stefan Gessner sind in diesem Jahr wieder mit der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen den KooperationspartnernunddemvorliegendenKalender sehr zufrieden. Weitere Informationen: SaarpfalzTouristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Tel.: (06841) 1047174, www.saarpfalz-touristik.de Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Touristik

7 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Projekte in der Region Die Arbeitsgemeinschaft der Biosphärenreservate in Deutschland (AGBR) mit den Leiterinnen und Leitern aller 18 deutschen Biosphärenreservate, vom Wattenmeer bis zu den Berchtesgadener Alpen, hat sich im Bliesgau getroffen. Das Gremium tritt zwei Mal imJahr zumintensivenErfahrungsaustausch zusammen. Auch das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, die Deutsche UNESCO Kommission und Vertreter von Nationale Naturlandschaften e.V. sind in der Arbeitsgruppe vertreten. Helga May-Didion, Abteilungsleiterin im saarländischen Umweltministerium, leitet dieses Gremium seit 2014 als Vorsitzende. Im Rahmen der Sitzung in einem St. Ingberter Tagungshotel tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über aktuelle Projekte und Herausforderungen in den deutschen Biosphärenreservaten aus. So wurden beispielsweise weitereMaßnahmen der in diesem Jahr laufenden länderübergreifenden Imagekampagne „Verrückt auf Morgen“ beraten. Auch wurde darüber diskutiert, wie die anhand von Kriterien vorgegebenen Qualitätsstandards in den deutschen Biosphärenreservaten konkreter gefasst und transparenter gemacht werden können. Darüber hinaus Themen wie gemeinsame Maßnahmen zum natürlichen Klimaschutz, zukunfts- und jugendorientierte, digitale Besucherlenkung oder die Erfahrungen mit dem hohen Besucherandrang in den Schutzgebieten Vernetzungstreffen in St. Ingbert Auch die Bank 1 Saar nimmt sich der Verantwortung an, nachhaltige Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fördern, und unterstützt im Rahmen der bundesweiten Initiative das Baumpflanzprojekt „Wurzeln“ im Wald bei Blieskastel-Niederwürzbach, das gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (SDW) umgesetzt wird. Im Fokus der Klima-Initiative stehen zunächst der Schutz vonDeutschlandswichtigstemÖkosystemund CO2-Speicher, demWald, und die Wiederbewaldung zerstörter Flächen. Das Ziel: einen flächendeckendenBeitrag zumKlimaschutz und zu dessen Aufklärung leisten und das Umweltengagement vor Ort erlebbar machen. Deutschlandweites Baumpflanzprojekt „Wurzeln“ Mit dem Baumpflanzprojekt „Wurzeln“ werden in Kooperation mit der SDW deutschlandweit Bäume gepflanzt. Die Bank 1 Saar sponsert insgesamt 4.000 Forstpflanzen für das Projekt. Am 30. November wurden 1.000 Stück davon als Tagesziel auf einer ca. 3 Hektar großen Waldfläche bei Blieskastel-Niederwürzbach gepflanzt. Carlo Segeth, Vorstandsvorsitzender der Bank 1 Saar, war sehr erfreut, dass rund 100 Teilnehmende, darunter auch Staatssekretär Sebastian Thul, vom Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz im Saarland sowie auchSchülerinnenund Schüler der Grundschule Niederwürzbach und des Von-der-Leyen-Gymnasiums Blieskastel dem Aufruf der Bank 1 Saar gefolgt waren, um gemeinsam das Baumpflanzprojekt „Wurzeln“ im Saarland zu starten. Vermittlung vonWaldwissen und Baumpflanz-Paten Erstes Waldwissen wurde den Baumpflanz-Helfern durch die Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vermittelt, die extra aus Bonn angereist waren. Dr. Helmut Wolf, Revierförster und Leiter des Fachdienstes Wald, Naturschutz und Biosphäre der Stadt Blieskastel, der gleichzeitig auch Landesvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Saarland ist, hatte viele aufmerksame Zuhörer, als er mit seinen Forstleuten erklärte, wie und warum diese jungen Buchen in das Aufforstungsareal eingepflanzt werden. Die vielen helfenden Einpflanz-Hände wurden mit dampfender Suppe und heißen Getränken bei Laune gehalten und erhielten zum Abschluss Urkunden als Baumpflanz-Pate, Aktions-Buttons und als Überraschung kleine Baum-Lebkuchen zumersten Advent. Gesellschaftliches Engagement der Genossenschaftsbanken Die gesamte deutsche Waldfläche entlastet die Atmosphäre jährKlima-Initiative „Morgen kann kommen“ Bank 1 Saar setzt sich für den Klimaschutz in der Region ein Mit der Klima-Initiative „Morgen kann kommen“ bündeln und erweitern die Volksbanken und Raiffeisenbanken das vielseitige Umweltengagement der rund 800 Genossenschaftsbanken in Deutschland. lich um62 Millionen Tonnen CO2. Rund 277.000 Hektar davon sind jedoch bereits so geschädigt, dass sie aufgeforstet werden müssen. Insgesamt sollenbis 2024über eine Million neue Bäume in lokalen Baumpflanzaktionenwie imsaarländischen Niederwürzbach gepflanzt werden. „Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft zählt jeder Beitrag. Mit dem Baumpflanzprojekt „Wurzeln“ kommen wir als Genossenschaftsbank unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach und unterstützen aktiv die Klima-Initiative „Morgen kann kommen“. Damit setzen wir auch dort ein Zeichen für gemeinschaftlichen Klimaschutz, wo wir als Bank verwurzelt sind – in der Region und nah an unseren Kundinnen,KundenundMitgliedern“, so Carlo Segeth, Vorstandsvorsitzender der Bank 1 Saar. Gesellschaftliches Engagement ist seit der Gründung der Volksbanken und Raiffeisenbanken vor über 170 Jahren fester Bestandteil des Selbstverständnisses. Heute ist die genossenschaftliche Idee mit ihrem Motto „Was einer alwährend der „Corona-Sommer“. Hier wurde nach Lösungswegen gesucht, die sowohl denBesuchern aber auch dem Schutz der Gebiete gerecht werden. Bei der Exkursion in die Region, die traditionell Bestandteil der AGBR-Tagung ist, standen diesmal die städtischen Bereiche des Biosphärenreservates Bliesgau im Fokus: Besucht wurden in Homburg der Schlossberg mit seinen touristischen Angeboten und den beeindruckenden Schlossberghöhlen. In Sankt Ingbert durften die Exkursionsteilnehmer in die Rolle der Schüler im MINT-Campus schlüpfen und im Schülerforschungszentrum verschiedenen Fragestellungen nachgehen. Ebenfalls in St. Ingbert stellte die Biosphärenpartnerin Dorothee Pirrung ihr beispielgebendes Bauprojekt am Standort „denk.mal 19“ vor: Ein konsequent nachhaltig und regional renoviertes Gebäudeensemble mit Gästezimmern und u.a. einem Atelier mit Naturfarben aus Färberpflanzen. Hier waren die Gäste zumExperimentieren, Zeichnen undMalen eingeladen. Nach 2004 und 2012 ist es bereits das dritte Mal, dass die AGBR das Biosphärenreservat Bliesgau besucht hat. Verbandsvorsteher Landrat Dr. Theophil Gallo betont, dass auch diesmal wieder die Landschaft, die Projekte, die Gastfreundschaft der Akteure und die gute Organisation durch das Team der Geschäftsstelle bundesweiten Anklang fanden. Die saarländische Umweltministerin Petra Berg, die gemeinsam mit dem Verbandsvorsteher ins angehende Biosphärenpartner-Restaurant „midi“ zu einem „regionalen Abend“ auch die lokalen Akteure eingeladen hatte, betonte die Bedeutung der Biosphärenreservate als Modellregionen für Nachhaltigkeit. Berg: „Wir sind stolz auf unser Biosphärenreservat, und ich sichere seitens der Landesregierung unsere volleUnterstützung für dieweitere gute Entwicklung des Gebietes zu. Insbesondere inden aktuellenKrisenzeiten ist es wichtig“, so die Ministerin weiter, “die bisherigen Errungenschaften auch imBereich der Erzeugung und Vermarktung wertvoller regionaler Produkte zu erhalten und weiterzuentwickeln.“ leine nicht schafft, das schaffen viele“ aktueller denn je. Konsequenterweise ist dieses Motto auch im Nachhaltigkeitsleitbild der Banken verankert. Die neue Klima-Initiative „Morgen kann kommen“macht das sichtbar und inspiriert jeden Einzelnen, sich für Klimaschutz stark zu machen, anzupacken undmitzugestalten. Am 21. März 2022 fand mit der ersten Baumpflanzaktion in Berlin-Gatow der bundesweite Auftakt der Klima-Initiative statt – pünktlich am „Tag des Waldes“. Sie wird in den kommenden Jahren laufend erweitert und von ökologischen und pädagogischen Angeboten sowie Waldaktionstagen der Volksbanken und Raiffeisenbanken begleitet. Ende 2022 soll bereits das zweite bundesweite Projekt „Schulwälder“ gemeinsammit der Stiftung Zukunft Wald starten, welches die Bildung rund um das Thema Klimaschutz in den Fokus stellt. Carlo Segeth, Vorstandsvorsitzender der Bank 1 Saar (5. v.r.) inmitten prominenter Baumpflanzer: dabei auch der Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul. Foto: Bank1Saar Das Vorstands-Teamder Bank 1 Saar (1.-3. v. l.: Carlo Segeth, Carsten Schmitt, Stefan Kochens, 5.v.l: Helmut Scharff) eifrig beimEinpflanzen der Buchensetzlinge. Foto: Bank1Saar

8 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Mobilität in der Biosphäre Besonders in dünner besiedelten Gebieten sowie in Ortschaften abseits der Verkehrsachsen kann es allerdings vorkommen, dass das Verkehrsangebot nicht jeden Mobilitätsbedarf decken kann. Daher ist besonders in diesen Gebieten die Abhängigkeit vom Auto sehr hoch, was in Anbetracht einer immer älter werdenden Bevölkerung („demographischer Wandel“) zu Mobilitätsproblemen führen kann. Bisher: Bus- und Bahnlinien plus Anruf-Linien-Taxen Bisher ist das Nahverkehrsangebot so aufgestellt, dass die Bus- und Bahnlinien das Grundgerüst darstellen, welches vor allementlang der Verkehrsachsen Städte und Dörfer miteinander verbindet. In den Städten Homburg, St. Ingbert und Blieskastel sorgen die Stadtverkehre für eine bessere Anbindung der einzelnen Ortsteile. Vielerorts, wo es z.B. in Randzeiten oder am Wochenende zu geringer Nachfrage kommt, sind Anruf-Linien-Taxen eingerichtet, die nach telefonischer Voranmeldung entlang eines festen Linienweges fahren.“ Besonders im ländlichen Raumkann so zwar ein Nahverkehrsangebot vorgehalten werden, dieses ist allerdings aufgrund der eingeschränkten Flexibilität und oft langer Fahrzeiten zur Abdeckung aller Ortschaften nicht für alle Bürgerinnen und Bürger alltagstauglich nutzbar. Stadt. Land. Bus? Wie neue Nahverkehrsformen das Bus- und Bahnangebot im ländlichen Raum verbessern können. Neu: „On-Demand-Verkehr“ Durch eine Novelle im Personenbeförderungsgesetzt werden nun auch neue Formen des ÖPNV abseits des regulären Linienbetriebes möglich. Eine besonders für dünner besiedelte Bereiche geeignete Verkehrsform ist der sog. „On-Demand-Verkehr“, eine digitalisierte Art des Bedarfsverkehrs, und auch in Flächenbedienung möglich. Dies bedeutet, dass die in einem definierten Bediengebiet eingesetzten Fahrzeuge nicht mehr anhand fester Linienwege verkehren, sondern nach Bestellung durch den Fahrgast stets die schnellste Route zum Ziel wählen. Dabei werden sowohl reale Haltestellen, als auch gezielt gewählte virtuelle Haltestellen bedient. Diese werden dem Fahrgast über die begleitende Nutzer-App angezeigt. Diese App-Steuerung ermöglicht auch das Bündeln von Fahrtanfragen verschiedener Nutzer in einer Fahrt, solangedadurchnicht für die im Fahrzeug befindlichen Fahrgäste unzumutbare Umwege entstehen. DieDefinitiondieserParameter ist entscheidend für eine gute Nutzererfahrung und einen möglichst nachhaltigen Betrieb des Verkehrs. Neben der App-Buchung gibt es auch die Möglichkeit, telefonisch oder online im Browser eine Fahrtanfrage zu versenden. Barrierefreie Kleinbusse als Fahrzeuge Im Saarpfalz-Kreis laufen aktuell die Planungen zur Einführung eines On-Demand-Verkehrs in einem Bediengebiet, welches sich über Teile der Stadt Blieskastel (Böckweiler, Altheim, Brenschelbach/Riesweiler, Pinningen) und der Gemeinde Gersheim (Peppenkum/Utweiler, Medelsheim, Seyweiler) erstreckt. Durch diese neue Verkehrsform sollen die Linien 577 (Blieskastel-Brenschelbach) und 578 (Gersheim-Brenschelbach) mit Ausnahme der Schülerfahrten ersetzt werden. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der besseren Anbindung der Hauptorte Gersheim und Blieskastel an ihre Ortsteile. Über die schnelle und flexible Erreichbarkeit der Busbahnhöfe in Gersheim und Blieskastel, sowie eine mögliche Anbindung an die Bahn in Lautzkirchen soll es auch attraktiver werden, weitere Nahverkehrsangebote zu nutzen, um längere Strecken zurückzulegen. Als Fahrzeuge sollen barrierefreie Kleinbusse eingesetzt werden, die über bequeme Mitnahmemöglichkeiten für z.B. Rollstühle und Rollatoren besitzen und über ausreichende Kapazitäten zum Transport kleinerer Gruppen verfügen. Tariflich ist der Verkehr komplett in den saarVV integriert, was bedeutet, dass regulär Fahrkarten gekauft werden können und auch Tages- und Zeitkarten sowie Abonnements gültig sind. Geplanter Betriebsstart 2025 So soll ein ausgewogenes Nahverkehrskonzept für den ländlichen Raum entstehen, das alltagstauglich nutzbar ist und die Abhängigkeit vom PKW reduziert. Ein Betriebsstart soll nach Möglichkeit bis zum01.01.2025 erfolgen. Nach erfolgreicher Einführung ist es dann auch denkbar, weitere Gebiete imSaarpfalz-Kreis über dieseneueVerkehrsformzu erschließen, um Fahrzeiten zu reduzieren und bessere Verknüpfungsmöglichkeiten zu weiteren Bus- und Bahnangeboten zu schaffen. Bei Fragen rund um das Nahverkehrsangebot und die mögliche Zukunft der Mobilität im Saarpfalz-Kreis steht der Mobilitätsmanager der Kreisverwaltung gerne zur Verfügung: Maurice Eickhoff maurice.eickhoff@Saarpfalz-Kreis.de / 06841/ 104 8670 GUGGE MO! Im Bus mit bis zu 5 Personen an Wochenenden und Feiertagen im Saarpfalz-Kreis unterwegs. nur 6,50€/Tag* Das FreizeitTicket SaarLand 2o22 * Gültig: Sa, So und an Feiertagen, in allen Bussen im Saarpfalz-Kreis sowie in der Gemeinde Kleinblittersdorf (Linien R14, 501, 507, 147). Nicht im Schienenverkehr und nicht in Bussen von Saarbahn und NVG. saarpfalz-touristik.de Ein Bus auf demLand. Was vielerorts in Deutschland wie einWiderspruch klingt, ist imSaarpfalz-Kreis Realität. Durch das flächig ausgebaute Busliniennetz und die ergänzenden Bedarfsverkehre (Anruf-Linien-Taxi) ist der Nahverkehr imSaarpfalz-Kreis täglich präsent. Foto: Maurice Eickhoff, Saarpfalz-Kreis Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Kreis Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Kreis

9 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2022 – Februar 2023 Die Leader-Region Die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau konnte die Entwicklungsstrategie fristgerecht bis Ende Juni beimMinisteriumeinreichen. Es folgte zuerst eine interne Prüfung und danach eine Beurteilung durch externe Sachverständige. Im Anschluss wurde eine Bewertung durch eine Bewertungskommission vorgenommen, die extra für diesen Zweck zusammengestellt wurde. Alle fünf saarländischen Bewerber-Regionen wurden durch die Bewertungskommission als förderwürdig eingestuft. Die offizielle und formale Anerkennung als LEADER-Region steht zwar noch aus, jedoch können die Planungen für 2023 jetzt beginnen. Weichen für die Strategie der Förderperiode 2023-2027 sind gestellt Die von der Lokalen Aktionsgruppe beim Ministerium eingereichte Entwicklungsstrategie wurde gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickelt. Bereits imJanuar 2022 Neue LEADER-Förderperiode 2023-2027 Ab 2023 startet die EU eine neue Förderperiode, bei der sich fünf Regionen imSaarland als LEADER-Regionen beworben haben. Jeder Region stehen nach Anerkennung als LEADER-Region bis 2027 2,5Millionen zur Verfügung. Umwieder als LEADER-Region anerkannt zu werden und diese Förderung zu erhalten, musste sich auch die Lokale Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgaumit einer neuen lokalen Entwicklungsstrategie beimMinisterium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz bewerben. gab es deswegen einen Strategieworkshop bei dem Änderungs- und Verbesserungsvorschläge, sowie Anregungen und Kritik zu den vorhandenen Handlungsfeldern diskutiert und aufgenommen wurden. Es folgten weitere Termine und Aufrufe in der Presse zur Beteiligung bis Ende März. Durch die Einbringung von Ideen konnten die Weichen für die Strategie der Förderperiode 2023-2027 gestellt werden und die Beteiligten hatten die Möglichkeit, diese so zu beeinflussen, dass eigene Projekte berücksichtigt werden können. Ideen von Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen werden bis zu 90%gefördert „Inwertsetzung der Kulturlandschaft“, „Regionale Produkte erzeugen und vermarkten“, „Bildung und Kommunikation“, „Leben in Stadt und Land“. Das sind die vier Handlungsfelder bzw. Themenbereiche, zu denen die Projekte passen müssen, sollen sie von der EU finanziell gefördert werden. Voraussetzung für eine Förderung ist also, dass die Projekte einen Beitrag zu den Zielen der Lokalen Entwicklungsstrategie der LEADER-Region leisten und mindestens einem der vier Handlungsfelder zugeordnet werden können. Neben Projektideen von Kommunen und Unternehmen können auch Vorhaben von Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen gefördert werden. Je nach Projektqualität bestehen Fördermöglichkeiten von 50 bis 90 Prozent. Die Leser der Biosphären-Rundschau sind herzlich eingeladen, sich mit Ideen zur Entwicklung der Region an die LAG-Geschäftsstelle zu richten. Kleinprojekte der Dorfentwicklung: Projektbewerbungen zeitnah einreichen Neben dem LEADER-Topf steht der LAG seit 2019 für Kleinprojekte bis 20.000Euro ein zusätzliches Regionalbudget in Höhe von jährlich rund 166.667 Euro zur Verfügung. Die LAG reicht diese Mittel eigenständig an Zweitempfänger für verschiedene Kleinprojekte der Dorfentwicklung weiter. Auch für das Jahr 2023 stehen wieder neue Gelder zur Verfügung. Hierfür können schon jetzt bis Ende Januar 2023 Projektbewerbungen eingereicht werden. Weitere Informationen zu der Lokalen Entwicklungsstrategie 2023-2027 sowie zum GAK-Regionalbudget finden Sie auf unsererWebsite unter folgendemLink: www.biosphaere-bliesgau.eu/ index.php/de/lag Kontakt: Christina Danner Telefon 06841 / 104 8413 Mail: lag@biosphaere-bliesgau.eu Michaela Berg Telefon 06841 / 104 8578 Mail: lag@biosphaere-bliesgau.eu Junge Biosphäre fördert Baumpflanzaktion in Bliesmengen-Bolchen Im November fanden sich im Zuge der Nachhaltigkeit ca. 25 junge Menschen zusammen und haben gemeinsam in Bliesmengen-Bolchen bei einer Baumpflanzaktion geholfen. Die Jugendfeuerwehr Bliesmengen-Bolchen hatte mit Unterstützung der Kirweleut einen Förderantrag bei der „Jungen Biosphäre“ gestellt, um die Baumpflanzaktion im Gemeindewald zu finanzieren. Da über mehrere Jahre hinweg für Dorffeste und kulturelle Feierlichkeiten im Ort Bäume aus dem Wald genommen wurden – z. B um sie als Maibaum oder Kirwebaum zu verwenden - haben sich die Jugendfeuerwehr und die Kirweleut dazu entschieden, dem Wald etwas zurück zu geben. Insgesamt wurden bei der Baumpflanzaktion 40 junge Birken auf einem von Förster Tobias Schlicker ausgewiesenen Waldstück gepflanzt. Die Bäumchen wurde von der Rosen- und Baumschule Johann Gerum aus Kleinblittersdorf bezogen und von der „Jungen Biosphäre“ durch eine Förderung bei Saartoto finanziert. Örtlich wurde das Projekt durch FrauCarmen Johnvonder„Jungen Biosphäre“ begleitet. Die Jugendfeuerwehrmöchte auch inZukunft dieses nachhaltige Handeln weiterführen und jedes Jahr Baumpflanzaktionen durchführen. Nachhaltiges Gärtnern mit der JungenBiosphäre: Workshop zumThema Permakultur imSpohns Haus Im Oktober konnte im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus in Gersheim wieder ein Workshop zum Thema Permakultur stattfinden. Diesmal ging es vor allem um die Theorie und die Anwendung von PermakulDie Junge Biosphäre – Gärtnern und Baumpflanzaktion BeimWorkshop Permakultur packten viele Jugendlichemit an Bild Carmen John tur im eigenen Garten oder Balkon. Als Referent für den WorkshopkonnteHannesBallhorn, Natur- und Landschaftsführer aus der Biosphäre Bliesgau, gewonnen werden. An zwei Workshop-Tagen konnten die 15 jugendlichen Teilnehmer:innen einiges von den Vorteilen der Permakultur erfahren. Vergleiche zum „herkömmlichen“Bio-Gartenwurdendeutlich gemacht und vor allem auch die Ethik und Prinzipien von Permakultur herausgehoben. Hier geht es vor allem darum, die Natur und ihreBedürfnisse imAugezubehalten und Artenvielfalt und Lebensräume zu erhalten. Beispiele für Mischkulturen (z.B. Anlegen von Milpa-Beeten: Kürbisse mit Bohnen undMais anpflanzen), die sich gegenseitig begünstigen wurden während des Workshops behandelt und auch Möglichkeiten zum Anlegen unterschiedlicher Beete je nach verfügbarer Flächengröße wurden vorgestellt. Auch Einsätze imGarten vonSpohnsHaus gab es: EswurdemitLaubundGrünschnitt gemulcht, Saatgut von Tomaten gesammelt und in Strohballen und gefällten Baumstämmen PilzDübel für eine Pilzzucht vorbereitet. Die beiden Tage waren für die Teilnehmer:innen sehr lehrreich und intensiv und haben vor allem Lust gemacht, die Gärtnerei selbst auszuprobieren. Wer Lust und Spaß hat, sich für die Biosphärezuengagieren, istherzlich eingeladen. Ansprechpartnerin ist Carmen John: c.john@biosphaere-bliesgau.eu

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