Die Biosphäre im Herbst

Kostenlos – zumMitnehmen! Klimaschutz im Biosphärenreservat Energiesparen in der Biosphäre Bliesgau Wandern und Radfahren im Herbst 7. Jahrgang | Ausgabe 3 September – November 2022

2 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Nachhaltige Mobilität in der Biosphäre Zum Ziel: nachhaltig mobil Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für den Saarpfalz-Kreis Mit Unterstützung durch LEADER Fördermittel des Landes und der Europäischen Union konnte im Saarpfalz-Kreis die Projektstelle des „Managers für nachhaltige Mobilität“ geschaffen werden. Durch diesen Kümmerer entstand ein „Nachhaltiges Mobilitätskonzept für den Saarpfalz-Kreis“, welches Entwicklungschancen aufzeigt und Ideen für eine zukunftsgerichtete Mobilitätsgestaltung gibt. Wichtig ist, dass hierbei nicht die strikte Abkehr vom Verkehrsmittel PKW im Vordergrund steht. Denn auch wenn eine Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes (ÖPNV, Fuß-, Radverkehr, Sharing) für den Saarpfalz-Kreis unerlässlich ist, bleibt der motorisierte Individualverkehr bedeutsam. Aufgrund der diversifizierten Siedlungsstruktur, der Topographie, den intensiven Stadt-Land-Beziehungen und der teils geringen Bevölkerungsdichte wird es auch in Zukunft nicht immer machbar sein, allen Bürgerinnen und Bürgern im Saarpfalz-Kreis und der Biosphäre Bliesgau die Möglichkeit bieten zu können, sämtliche ihrer Wegstrecken mit alternativen Verkehrsmitteln zurückzulegen. GUGGE MO! Im Bus mit bis zu 5 Personen an Wochenenden und Feiertagen im Saarpfalz-Kreis unterwegs. nur 6,50€/Tag* Das FreizeitTicket SaarLand 2o22 * Gültig: Sa, So und an Feiertagen, in allen Bussen im Saarpfalz-Kreis sowie in der Gemeinde Kleinblittersdorf (Linien R14, 501, 507, 147). Nicht im Schienenverkehr und nicht in Bussen von Saarbahn und NVG. saarpfalz-touristik.de leisten hier schon einen Beitrag. Durch die guten Informationsmöglichkeiten über Internet und Apps (z.B. www.saarfahrplan.de, www.komoot.de, www.outdooractive.com) lässt es sich leicht prüfen, welche Verbindungen es gibt und welche Wege hierfür in Frage kommen. Als Bonus spart regelmäßiges Umsteigen vomAuto Geld und bringt z.B. beim Radfahren und zu Fuß gehen viele gesundheitliche Vorteile. Das Mobilitätskonzept kann online unter https://www.saarpfalzkreis.de/oepnv unter dem Reiter „Downloads“eingesehenwerden. Für alle Fragen rund um das Konzept und die Thematik steht Maurice Eickhoff als Mobilitätsmanager des Saarpfalz-Kreises zur Verfügung. Kontakt: Maurice Eickhoff, maurice.eickhoff@SaarpfalzKreis.de 06841/ 104 8670 Kleine Schritte führen langsamaber sicher ans Ziel Ziel des Konzeptes ist es, Wege aufzuzeigen, wie vor allem im Bereich der Angebotsplanung die Verkehrsmittelwahl der Bevölkerung beeinflusst werden kann und welche Akteure hierbei eine besonders wichtige Rolle spielen. Gerade die Zusammenarbeit der Verwaltungsebenen und der Kommunen untereinander sowie die Verknüpfung der unterschiedlichen Teilbereiche der Mobilität sind hier erfolgversprechend. Zusammenfassend für das 135 seitige Werk kann man betonen, dass es besonders die kleinen Schritte sind, die langsam aber sicher ans Ziel führen. So sind zwar die Politik und die Verwaltungsebene bei Bund, Land und Kommunen gefragt, um richtungsweisende Weichen zu stellen, aber auch jeder Einzelne kann einen eigenen wichtigen Beitrag leisten. EigenesMobilitätsverhalten reflektieren und gemeinsamneueWege finden So kann man sein eigenes Mobilitätsverhalten reflektieren und selbst beurteilen, ob es Wege gibt, die mit zumutbarem Aufwand auch mit alternativen, nachhaltigen Verkehrsmitteln bewältigt werden können. Selbst Teilstrecken, die hin und wieder mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, Mobilität ist eine Thematik, die bewegt. Umwelt-/Klimaschutz, ÖPNV-Anbindungen, steigende Kraftstoffpreise oder fehlende Radwege sind nicht nur imSaarpfalz-Kreis oft Gesprächsstoff, wenn es umeine nachhaltige, zukunftsweisende Ausrichtung des Mobilitätssektors geht. Foto: Maurice Eickhoff, Saarpfalz-Kreis Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Touristik

3 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 GerhardMörsch beimAufladen seines E-Autos mit Stromaus seiner PV Anlage. Foto: privat Solarstrom und Elektromobilität gehören zusammen „Wo soll der ganze Stromherkommen, wenn alle Elektroautos fahren?“ ist eine oft gestellte Frage. Ob wirklich jemals alle Elektroautos fahren werden, sei mal dahingestellt. Schließlich gibt es ja auch noch den ÖPNV, der ja seit dem9-Euro-Ticket gottlob wieder neuen Zuspruch erfährt. Die Erkenntnis aus dem Solarkatasters ist, dass fast jede/r Hausbesitzende mit dem zugehörigen Dach etwas gegen den Klimawandel tun kann und dass es funktioniert, Solarenergie mit nachhaltiger Elektromobilität zu verbinden. Dennoch, der Strom für die Elektromobilität sollte aus erneuerbaren Energien kommen. „Alle Hausbesitzenden, Firmen und Institutionen können etwas tun,“ so die Aussage von Dr. Gerhard Mörsch, Geschäftsführer des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau. Er weiß aus eigener Erfahrung,dassesmöglichistmitder eigenen PV-Anlage auf dem Dach sein Elektroauto zu laden. Zumindest im Sommer und an sonnigen Tagen in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst gelingt das. Im Winter funktioniert das leider nicht, da reicht das Sonnenlicht meistens nicht aus. Vor zwei Jahren ist Gerhard Mörsch privat umgestiegen auf einen Elektro-Kleinwagen. „Ich habe immer gesagt, dass ich erst auf Elektromobilität umsteige, wenn ichmeinen Strom auf Basis von Solarenergie selbst erzeugen kann oder sicher bin, dass ich an öffentlichen Ladesäulen Ökostrom laden kann,“ erläutert er der „Biosphärenrundschau“. „Beides passt auch sehr gut zusammen“ Dank guter Beratung durch einen lokalen Elektromeister-Betrieb hat er erfahren, dass sein Haus, obwohl es ungünstig zur Sonne steht,mit seinemOst-West orientierten Dach dennoch geeignet ist für eine PV-Anlage. Gesagt, getan, die Solaranlage ist seit zwei Jahren auf demDach und so fährt er heute schon imzweiten Jahr elektrisch und klimafreundlich. „Solarenergie auf dem Dach und Elektromobilität passen sehr gut zusammen. Seit April dieses Jahres fahre ich mein Auto rein mit Strom von meinem eigenen Dach. Die Sonne schickt mir keine Rechnung und ich spare so richtig Geld und schone dieUmwelt,“ freut sichMörsch. Mit 15Modulen auf der Westseite und 10Modulen auf der Ostseite des Daches kann GerhardMörsch rund 7.400 kWh Sonnenstrompro Jahr erzeugen, mehr als dreimal so viel, wie er für seinen Haushalt braucht. Foto: privat Solarkataster zeigt Grad der Eignung für Photovoltaik Wer ebenfalls wissen will, ob sein Dach für Photovoltaik geeignet und der Betrieb wirtschaftlich darstellbar ist, der kann jederzeit das Solarkataster des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau online nutzen (www.solarkataster-bliesgau.eu). Das Solarkataster geht auf eine Initiative des Klimaschutzmanagers des Biosphärenreservates Dr. Hans-Henning Krämer zurück und zeigt digital, mit wenigen Ausnahmen, für alle Dächer im Biosphärenreservat den Grad der Eignung für Photovoltaik (Stromerzeugung) oder Solarthermie (Warmwasserbereitung). Ein Wirtschaftlichkeitsrechner steht auf der Webseite bereit, um mehrere Alternativen für die Solaranlage und den Eigenverbrauch des produzierten Stroms auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Prüfen kann der Rechner aber auch, ob sich die Photovoltaikanlage mit einem Elektrofahrzeug wirtschaftlich noch besser darstellen lässt. Mit einem E-Auto wird der Eigenstromverbrauchüber die PV-Anlage erhöht und dieser ersetzt teuren, eingekauften Stromoder teurenBrennstoff von der Tankstelle. Eigenstromverbrauch entlastet auch die Stromnetze. Meist amortisieren sich die Photovoltaikanlagen auf dem Dach schon nach 10, 11 oder 12 Jahren. Nach 20 Jahren Laufzeit, einer technisch üblichen Zeitdauer, werfen die Solaranlagen in der Regel dann noch einen guten Gewinn ab, allein durch denEigenverbrauch.Meist ist eine Rendite von über 4%möglich. Die inzwischen geringe Einspeisevergütung fällt dabei eher weniger ins Gewicht.

4 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Energiesparen Die Nachrichten malen Horrorszenarien. Handwerkliche Unternehmen, die bei Produktion und Wartung viel Energie benötigen, müssen sich auf härtere Zeiten einstellen. Unterstützung dabei gibt es für alle Gewerke beim Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum in Saarbrücken. Mit Hilfe der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“, die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird, unterstützt das Team die Handwerksbetriebe beim Analysieren der Energiedaten und bei der Umsetzung der Energiesparmaßnahmen. Basis ist eine elektronische Plattform, das „E-tool“ sowie der umfangreiche Leitfaden Energieeffizienz im Handwerk.. Die Software ist einfach und selbsterklärend zu bedienen. Unterstützung gibt es jederzeit von Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer des Saar-Lor-Lux-Umweltzentrums und seinem Team. Wir sprachen mit demEnergieexperten: Herr Thalhofer, wie schätzen Sie die nächsten zwölf Monate im Energiebereichein.Washabendie Handwerksbetriebe zu erwarten? Wir erlebengeradeeinegroßeVeränderung auf den Energiemärkten. Lange gekannte Energieversorgungsstrukturen brechen zusammen und es wird uns mit aller Brutalität deutlich in welche Abhängigkeiten wir uns in den vergangenen Jahrzehnten begeben haben. Der Ausbau der ErneuerbarenEnergienaber auchdieUmsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen werden von zentraler Bedeutung sein. Wie sich der Markt in den kommenden zwölf Monaten entwickelt ist schwer abzuschätzen. Klar ist aber, dass wir nicht mehr in einer Energieversorgungswelt ankommen werden, wie wir sie vor dem 24. Februar 2022, dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, gekannt haben. Die Betriebe werden sich mit steigenden Energiekosten auseinandersetzen müssen. Die gute Nachricht ist, dass es in allen Betrieben Einsparpotenziale gibt, die durchschnittlich zwischen 10% und 20% liegen. Jeder Betrieb ist also aufgerufen tätig zu werden, um diese Einsparpotenziale zu identifizieren und diese zu heben. Dabei wird dasHandwerkvondenkostenfreien Beratungsangeboten der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz mit dem E-Tool unterstützt. Welche Handwerksbetriebe benötigen Ihre Hilfe ganz besonders? Alle Gewerke des Handwerks sind betroffen. Wir haben natürlich besonders energieintensive Gewerke wie zum Beispiel die Bäcker, die Frisöre, die Textilreiniger aber auch die KFZ-Betriebe, den Metallbau und die Fleischer. Alle sind von den Preissteigerungen stark betroffen. Es geht aber auch um das Thema Mobilität und die stark gestiegenen Spritpreise. Hier sind alle Handwerksbetriebe betroffen, die auf Fahrzeuge angewiesen sind, umzu ihrenKunden zu kommen. Es gibt also kein besonderes Gewerk, das mehr oder weniger betroffen wäre. Alle Handwerksbetriebe sind von den Preissteigerungen betroffen. Die Betriebe brauchen Unterstützung, um die Energieverbräuche zu identifizieren, die bekommen sie vom SaarLor-Lux Umweltzentrum. Es bedarf aber auch einer finanziellen Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen. Hier ist die Politik gefordert entsprechende Förderprogramme und Entlastungsmaßnahmen bereitzustellen. Das Handwerk wird als Umsetzer von Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen aber auch als Dienstleister in vielen Bereichen des täglichen Bedarfs dringend gebraucht und muss deshalb unterstützt werden. 3. Was raten Sie den Handwerksbetrieben in einemersten Schritt? Wer sich energieeffizienter aufstellt spart bares Geld – in Zeiten steigender Energiekosten stehen effizient ausgerichtete Betriebe sichtlich besser da. Wer aber Kostensparenmöchte,muss zunächst verstehen, wo im Unternehmen überhaupt wie viel Energie verbraucht wird. Man muss sich also im ersten Schritt mit seinen Verbräuchen auseinandersetzen, um dann entscheiden zu können, wo man am besten ansetzen sollte bzw. ansetzen kann und welche Maßnahmen den größten Erfolg versprechen. Dieser Prozess lässt sich mit dem E-Tool der Mittelstandsinitiative gezielt darstellen und begleiten. Um was genau handelt es sich bei der Lösung „E-tool“? Das E-Tool ist ein kostenloses digitales online-Werkzeug mit dessen Hilfe betriebliche Energiedaten systematisch erfasst und zentral gesammelt werden können - sie bilden so eine Basis für das eigene Monitoring sowie eine Entscheidungsgrundlage hinsichtlich zukünftiger Effizienzmaßnahmen. Welche Daten liefert die Software bzw. welche Fragen beantwortet sie? Neben der reinen Sammlung der betrieblichen Energiedaten ermöglicht das E-Tool eine individuelle Auswertung der Jahresenergieverbräuche und der zugehörigen CO2-Emissionen (Erstellung CO2-Fußabdruck möglich!) sowie die Darstellung von Kennzahlen zur Bewertung und Einordnung. Dies ist nicht nur für einen einzigen Standort möglich, sondern auch für Mehrere (z.B. Hauptstandort und Filialen / Lager etc.). Dabei bietet das Tool auch die Möglichkeit, sichmit anderen Betrieben des eigenen Gewerks zu vergleichen, um so besser zu verstehen, wo man imHinblick auf seine Verbräuche steht. Alle diese Informationen können über Jahre hinweg übersichtlich verfolgt werden. Das E-Tool stellt den Nutzern außerdem verschiedene „Zusatzmodule“ für die praktische Alltagsarbeit zur Verfügung und beantwortet so, neben den Standardfragen „Welche Energieträger benötige ich in meinem Betrieb?“, „Wie viel Energie verbrauche ich?“, „Was kostet mich das?“, „Wie veränHans Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer Saar-Lor-Lux UmweltzentrumGmbH. Foto: Jennifer Weyand BeimEnergie sparen im Handwerk gibt es jedeMenge Unterstützung. Foto: pixabay Energiesparen fürs Handwerk leichtgemacht Handwerksbetriebe benötigen häufig viel Energie und die wird immer teurer. Erschreckend teurer, so dass die höheren Kosten ordentlich zu Buche schlagen werden. Die gute Nachricht: Es gibt kostenfreie Lösungen, wie jedes kleine oder größere Unternehmen seine Energiedaten erfassen, analysieren und damit effizienter einsetzen kann. dert sich dieser Verbrauch über die Jahre?“ auch weitere wichtige Aspekte wie „Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mich?“ (siehe PV-Rechner), „Habe ich ein Anrecht auf Strom- und Energiesteuer-Rückvergütung?“; „WelcheMehrkosten entstehen inmeinemBetrieb durch die 2021 eingeführte CO2-Bepreisung?“, „Wie hoch sind die durch meinen Betrieb verursachten klimarelevantenEmissionen (siehe CO2 Fußabdruck)?“ u.v.m.. Zudem lässt sich ein „Betriebsentwicklungsplan“ erstellen, der einen strukturierten Überblick über den Status Quo und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens bietet. Wie sieht die Handhabung in der Praxis aus? Das Tool wurde speziell für kleine und mittlere Betriebe entwickelt und ermöglicht eine konsequent einfache Datenerfassung über einen Schritt für Schritt-Modus. Es wurde intuitiv gestaltet und gleichzeitig mit zahlreichen Hinweisen versehen, sodass bei jedem Eingabeschritt erläutert wird, was genau zu tun ist. Es kann somit i.d.R. von jedem Nutzer ohne großes Vorwissen angewendet werden. Einmal eingerichtet, können die erforderlichen Daten mit sehr geringem Aufwand jährlich erfasst werden und zeigen so, wie sich die betriebliche Situation über die Jahre verändert. Wer dennoch auf Probleme stößt und Hilfe beimAusfüllen des E-Tools benötigt, kann seine Daten online mit einem Berater des Umweltzentrums teilen. Dieser meldet sich dann und bietet entsprechende Unterstützung – sowohl im Sinne einer „Ferndiagnose“, gerne aber auch im Rahmen eines Vor-OrtTermins imBetrieb. Wie geht es weiter, wenn die Daten analysiert sind? Die Datenauswertung erfolgt im Tool größtenteils automatisch – für die Interpretation dieser Auswertung kann es hilfreich sein, sich Unterstützung von Experten zu holen, gerade wenn es um die zukünftige Umsetzung von Effizienzmaßnahmen oder um entsprechende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen geht. Die Experten kennen typischerweise auch die relevanten Förderprogramme, und unterstützen bei der Antragstellung. Infos zum E-Tool und eine interaktive Karte zu den Modellbetrieben – im Saarland sind es vier – findet man unter www.energieeffizienzhandwerk.de und www.saar-lor-luxumweltzentrum.de Mehr dazu unter www.johnen-gruppe.de

5 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 einer PV-Freiflächenanlage auf dem ehemaligen Sportplatz Habkirchen ist angedacht. Zur Erhöhung der Energieeffizienz wird momentan die Straßenbeleuchtung vollständig auf LED-Technik umgerüstet, öffentliche Gebäude sollen zeitnah lichtoptimiert werden. Im Quartier sollen gemeindliche Großverbraucher mit Fokus auf den Austausch der Heizzentrale schrittweise energetisch saniert werden. Im Handlungsfeld ruraler Mobilitätsplanung wird an einem Radwegekonzept gearbeitet um sicheres Radfahren auf ausgewiesenen Radwegen zu ermöglichen und das Fahrrad als Alternative zum Auto attraktiver zumachen. Womöchten Sie 2025 undwo 2030 stehen. Was soll bis dahin realisiert sein? Eine Koordinations- & Anlaufstelle gilt es zu verstetigen und Klimaschutz bei jeder Entscheidung mitzudenken. Bis 2025 wäre eine weitestgehend sensibilisierte Klimaschutzcommunity in allen Funktionsbereichen, in intra- und interkommunaler Zusammenarbeit und als aktiver Teil der Biosphärengemeinschaft wünschenswert. Das Osterpaket novelliert eine nahezu treibhausgasneutrale Stromerzeugung bis 2035, Mandelbachtal strebt eine Stromautarkie bis spätestens 2030 an. Hierzu sollen Solarprojekte schnellstmöglich umgesetzt und speziell der private PV-Zubaumithilfe einer PV-Offensive weiter gefördert werden. „300 Solardächer fürMandelbachtal“, so die Bürgermeisterin. Die Wärmewende soll durch den Zubau nichtfossilerWärmealternativen (z.B. Wärmepumpen), durch energetische Quartiersanie Klimaschutzmanager Hans Henning Krämer. Foto: privat Manuel Peter. Foto: privat Drei Fragen an die Klimaschutzmanager des Biosphärenreservates Klimaschutz ist und wird zukünftig ein vorherrschendes Thema in Städten und Gemeinden sein. St. Ingbert, Homburg und das Mandelbachtal beschäftigen dafür einen Klimaschutzmanager. Wir stellten zwei von den drei Experten Fragen dazu und erhielten spannende Antworten. Die Antworten aus Homburg erscheinen in der nächsten Ausgabe. mit Erneuerbaren Energien aufbauen, die sukzessive erweitert werden und an die sich auch private Hauseigentümer anschließen können. In St. Ingbert-Mitte steht der komplette Umbau der Wärmeversorgung an: Zum einen soll das Wärmenetz in den kommenden 10 bis 15 Jahren systematisch erweitert werden, zusätzliche öffentliche Gebäude und Neubaugebiete, ebenso aber auch Bestandsgebäude angeschlossen werden. Zum anderen muss der Erdgasanteil, der aktuell noch etwa dieHälfte der Wärmeerzeugung der Nahwärmeversorgung des Heizwerks auf dem DNA-Gelände ausmacht, kontinuierlich zurückgefahren und durch Abwärme aus Industrie und Gewerbe, Abwärme aus Abwasser, Strom aus Erneuerbaren Energien, SolarthermieundBiomasse ersetzt werden. Hierzu müssen allerdings in der Stadt auch entsprechende Flächen für Erzeugung, Speicherung und Verteilung zur Verfügung stehen. Diese Umstellung bringt nicht nur erhebliche Einsparungen bei den CO2-Emissionen mit sich, sondern entlastet die Bürgerinnen und Bürger auch vor den exorbitant steigenden Preisen bei Erdgas und Heizöl. Womöchten Sie 2025 und wo 2030 stehen? Was soll bis dahin realisiert sein? Wir wollen mit den Stadtwerken eine Art Zehn-Jahres-Plan umsetzen, in dem Ziele zum Netzausbau und zum Ausbau der Erzeugungskapazitäten in der Wärmeversorgung festgelegt sind. Bis 2025wäre es wünschenswert, etwa die Ludwigschule, die „Mess“ aber auch die Alte Schmelz und möglicherweise auch das Neumann-Gelände an das Wärmenetz der Stadtwerke angeschlossen zu haben. Weiterhin gehen wir davon aus, dass es einen anhaltenden Trend zum Ausbau der Photovoltaik und auch in Richtung Elektromobilität geben wird. Bis 2030 werden wir wahrscheinlich 30 Prozent Elektrofahrzeuge im Bestand haben. Hierzu müssen wir kontinuierlich die Ladeinfrastruktur in der Stadt ausbauen, angefangen von den Lademöglichkeiten zu Hause, über 22-kW-Säulen am Arbeitsplatz bis hin zu zentralen Schnellladeparks an den Einkaufsmärkten und sonstigen Standorten. Voraussetzung ist natürlich, dass das Stromnetz entsprechend vorbereitet ist. Manuel Peter, Klimaschutzmanager der GemeindeMandelbachtal Herr Peter, welches sind die vorrangigen Themen, die Sie derzeit im Mandelbachtal im Rahmen des Klimaschutzes beschäftigen Mandelbachtal begreift sich als integraler Bestandteil der Biosphären-Modellregion Bliesgau und priorisiert im Wissen ihres ländlichen Charakters den Ausbau erneuerbarer Energien. Abseits des Energiezubaus steht der Gedanke der energetischen Gebäudesanierung im Fokus. Hier zielt die Gemeinde vornehmlich auf energetische Großverbraucher wie Schulen und Hallen ab, welche sich vor dem Hintergrund grassierender Energiepreise zu wahren Kostenfallen entwickeln und denGemeindehaushalt stark belasten. Hier ist entschiedenes Handeln notwendig. Als strategische Entscheidungsgrundlage und valides Instrument zur lokalen Planung des Klimaschutzes, wird momentan ein integriertes kommunales Klimaschutzkonzept erstellt. Hierzu werden sämtliche Energie- & Treibhausgasemissionen der Gemeinde Mandelbachtal erfasst, ausgewertet und einer Potenzialanalyse zugeführt. Die kommunenspezifische Ermittlung von Einsparpotenzialen mündet in der finalen Katalogisierung und Umsetzung wirkungsvoller Klimaschutzmaßnahmen zur regionalen Wertschöpfung und lokalen Gemeinwohlförderung. Wie gehen Sie damit um und welche ganz konkreten Projekte sind in Planung? Die ökologische Katastrophe muss als Gemeinschaftsaufgabe verstanden werden, an der sich jeder Einzelne beteiligenmuss. Daher ist es entscheidend, alle Akteure insbesondere fachliche und politische Entscheidungsträger für die Sache zu sensibilisieren, motivieren und gemeinsam an einer Lösung zu arbeitendiese Jahrhundertaufgabezu meistern. Die Gemeinde verspricht sichdurchdenZubau solarerDach- & Freiflächenanlagen bereits mittelfristig eine Abkopplung von teuren Stromzukäufen. Konkret wird eine 50 kWp starke PV-Anlage auf dem Dach der Theo-Carlen-Schule in Ormesheim installiert. DGHs werden im kommenden Jahr projektiert. Die zeitnahe Errichtung rung und bewussteres Verbraucherverhaltenvollzogen, dieMobilitätswende durch Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks, Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und Stärkung nichtmotorisierter Mobilitätsalternativen vorangetriebenwerden. Dr. Hans-Henning Krämer, Klimaschutzmanager der Stadt St. Ingbert Herr Dr. Krämer, welches sind die vorrangigen Themen, die Sie derzeit in St. Ingbert im Rahmen des Klimaschutzes beschäftigen? Zentrales Thema wird in den kommenden Jahren der Umbau der Wärmeversorgung weg von fossilen Energieträgern wie Heizöl und Erdgas hin zu Erneuerbaren Energien wie Solarthermie, Biomasse, Abwärme und Wärme aus regenerativ erzeugtemStrom sein. Wie gehen Sie damit um und welche ganz konkreten Projekte sind in Planung? Wir werden zum einen – wie gerade in Hassel – in der Entwicklung im Umfeld öffentlicher Gebäude Nahwärmeversorgungen Das Klima in der Biosphäre

6 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Ziel der Landesregierung ist es, bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien im Saarland zu verdoppeln. Ein sportliches Ziel, das nur mit Großprojekten wie das der Saarbrücker Greencells umgesetzt werden kann. Eines davon entsteht derzeit auf einem Bergplateau oberhalb von Bliesransbach. Greecells baut dort gemeinsam mit der Gemeinde Kleinblittersdorf einen 21 Hektar großen Solarpark, dessen 34Tausend Solarmodule abNovember dieses Jahres für alle Kleinblittersdorfer Haushalte Stromerzeugenwird. Über 20Megawarr. Derzeit werden die Module mit Maschinen aufgestellt. Sie arbeiten mit modernster Technik: „Die Module folgen der Sonne von morgens nach abends nach einer Achse. Und diese Module, die wir verwenden, erzeugen von beiden Seiten Energie. Das heißt, nicht nur die Sonneneinstrahlung, sondern auch das reflektierte Licht vom Boden erzeugt elektrische Energie. Wir haben dadurch 20 Prozent mehr Energieausbeute“, erklärte der Geschäftsführer von Greencells, Andreas Hoffmann dem SR. Dies sei einzigartig inDeutschland. Neben dem Beitrag zur Nachhaltigkeit durch grünen, Co2 -freien Strom wird der Solarpark auch einen direkten Vorteil für die Kleinblittersdorfer Bürger bringen. Durch das Konzept der Bürgerbeteiligung wird es den Bürgern der Gemeinde möglich sein, sich über eine Genossenschaft finanziell am entstehenden Park zu beteiligen. Bürger aus der Gemeinde Kleinblittersdorf können sich bevorzugt amProjekt beteiligen, danach steht dieBeteiligung allen interessierten Bürgern offen. Der Startschuss für die finanzielle Bürgerbeteiligung soll nach heutiger Planung mit dem Netzanschluss erfolgen. Die Öffentlichkeit wird hierzu rechtzeitig und im Vorfeld über die regionalen Medien und das Internet informiert werden. Wirtschafts- und Energieminister Jürgen Barke: „Der Bürgersolarpark Hartungshof ist ein Vorzeigeprojekt, das uns einen weiteren Schritt in Richtung unabhängige Energieversorgung bringt. Der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ist längst nicht mehr nur ökologisch geboten, sondern auch industriepolitisch. Langfristig ist das der Weg, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu reduzieren und Der Spatenstich amHartungshof. Foto: Greencells Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „LIFE Insektenfördernde Regionen“ lud der Global Nature Fund (GNF) gemeinsam mit dem Kirchheimerhof und dem Biosphärenzweckverband Bliesgau zu einer Blühflächenführung mit Fachdiskussion ein. 20 Teilnehmer aus Landwirtschaft,NaturschutzundBehörden diskutierten über die Möglichkeiten und Grenzen von Blühflächen als Insektenschutzmaßnahme. Richard Schreiner, der federführende Landwirt, berichtete: „Ich habe in diesem Jahr zusammen mit verschiedenen Partnern und in Eigenregie insgesamt 7 Hektar Blühflächen umgesetzt. Die Blühflächen wurden sowohl mit einjährigen Kulturpflanzenmischungen als auch mit mehrjährigen Wildpflanzenmischungen angesät.“ Genau diesemehrjährigen Mischungen mit heimischen Wildpflanzen bieten Insekten ein Nahrungsangebot und damit eine Überlebenschance in der Agrarlandschaft, wie Jenja Kronenbitter, GNF-Projektmanagerin, erläuterte: „Viele heimische Insekten haben sich im Laufe der Evolution auf bestimmte, ebenfalls heimische Pflanzen spezialisiert. Verschwinden diese Nahrungspflanzen, dann verschwinden auch die angepassten Insekten. Blühflächen können neben anderen Maßnahmen einen Beitrag zum Erhalt der Pflanzenvielfalt in der Agrarlandschaft leisten.“ Rahmenbedingungen müssen stimmen Damit Blühflächen diese Wirkung entfalten können, müssen die Rahmenbedingungen für die Maßnahmen stimmen. Aktuell bestehen noch viele bürokratischen Hürden, Landwirten fehlt es immer wieder an einer attraktiven Finanzierung für mehrjährige Blühflächen mit heimischen Wildpflanzen – auf einer Blühfläche findet ja keine Agrarproduktion statt. Für diesen Einnahmeverlust und für die Kosten für Anlage und Pflege der Fläche wollen die Landwirte fair bezahlt werden. Im Projekt LIFE Insektenfördernde Regionen sorgt dafür Projektpartner Nestlé. Interesse an Blühflächenmaßnahmen groß Wie die Veranstaltung gezeigt hat, ist das Interesse an Blühflächenmaßnahmen, der landwirtschaftlichen Praxis bei der Anlage und Pflege und einer naturschutzfachlich sinnvollen Umsetzung groß. Die Diskussion zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Behörden hilft allen, den nachhaltigen Schutz unserer heimischen Insekten gemeinsam auf den Weg zu bringen. Hintergrund Biodiversitätsverlust ist neben dem Klimawandel das größte Umweltproblem unserer Zeit. So gelten 48 Prozent der Wildbienenarten in Deutschland als bestandsgefährdet oder sind bereits ausgestorben. Laut Weltbiodiversitätsrat sind weltweit rund eine Million Arten akut vomAussterben bedroht. EULIFE-Pilotprojekt: Wie kann die Landwirtschaft unserer Zukunft aussehen Das EU LIFE-Pilotprojekt Insektenfreundliche Regionen soll u.a. Erkenntnisse dazu liefern, wie die Landwirtschaft unserer Zukunft aussehen könnte, damit sie Bestäubern ausreichend LebensBlühflächen für die Vielfalt. Foto: Hartmann Bürgersolarpark Hartungshof produziert Strom für ganz Kleinblittersdorf die Preise zu senken.“ Zwei weitere solcher Großprojekte sind im Saarland in Planung. Es sei nicht einfach, entsprechend große Flächen zu finden. Klar ist aber, das Saarland hat mit Greencells einen idealen Partner gefunden. Die UnternehmenderGreencells-Gruppe beschäftigen rund 100 Mitarbeiter sowie mehrere hundert Facharbeiter auf ihrenaktivenBaustellen. Als einer der größteneuropäischen Anbieter von Solarkraftwerken war die Greencells-Gruppe bereits erfolgreich an der Errichtung oder Planung von mehr als 135 Photovoltaikanlagen in über 25 Ländern beteiligt. raum bietet. Auf den Blühflächen des EU LIFE-Projekts blühen im Ansaatjahr hauptsächlich einjährige Kulturpflanzen wie Buchweizen, Phacelia oder Sonnenblume. Ab dem zweiten Jahr werden die Flächen von heimischen Wildpflanzen dominiert. Welche Wildbienen sich auf diesen Blühflächen im Biosphärenreservat Bliesgau tummeln und von der Maßnahme profitieren, wird ein projektbegleitendes Monitoring zeigen. Projektpartner sind die Bodensee-Stiftung, das Netzwerk Blühende Landschaft, die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und Nestlé. Weitere Pilotregionen sindder Bodensee, das Allgäu, Hohenlohe, der Nördliche Oberrhein, das Sächsische Lössgefilde und das Wendland. Die Erkenntnisse aus den Pilotprojekten sind auf Regionen in ganz Europa übertragbar. Erfahren Sie mehr über unser EU-LIFEProjekt Insektenfördernde Regionen Kontakt Global Nature Fund (GNF) – Büro Bonn Stefan Hörmann, Projektleiter Tel.: +49228 1848694 11 E-Mail: hoermann@globalnature.org Global Nature Fund (GNF) – Büro Bonn Jenja Kronenbitter, Projektmanagerin Tel.: +49 157 33085788 E-Mail: kronenbitter@globalnature.org Blühfläche, aber richtig! Fachdiskussion für insektenfördernde Regionen erntet Zuspruch

7 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Projekte in der Region Im Gespräch mit dem Gartenbau- und Förderlehrer und Natur- und Landschaftsführer, der Lehrerin, die auch als Imkerin und Streuobstpädagogin tätig ist, und der Erzieherin, die in Altheim eine Erlebnisschäferei betreibt, wurde schnell klar, dass für sie vor allem das ThemaRegionalität eine große Rolle spielt. DennkurzeWege führen zu Energieeinsparung. Regionale Produkte: SoLaWis und Bliesgau-Laden „Bioläden waren früher eher regional geprägt. Die Ketten von heute beziehen ihre Produkte aus aller Welt. Obst und Gemüse aus Ägypten und Guatemala, auch wenn es biologisch angebaut wurde, hat aber mit Umweltschutz nichts zu tun“, bemerkt Hannes Ballhorn, Seiner Meinung nach ist das Thema Regionalität genauso wichtig wie der biologische Anbau. „Wir haben viel Potential in der Region und sollten das auch nutzen“, so Ballhorn weiter. Ein Ansatz dazu sind Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis). Derzeit gibt es in der Region drei SoLaWis, denen etwa 200 Familien angehören; alle haben zusätzlich eine Warteliste. Der Vorteil ist, dass das Risiko – ob Missernte oder Überschuss – bei allen Mitgliedern liegt, nicht nur bei den ErzeugerInnen selbst. Auch Hofläden leisten einen Beitrag zur Vermarktung regionaler Produkte, wie beispielsweise auf dem Kahlenberger Hof. Dort gibt es neben Produkten vom Hof selbst, wieMilch und Fleisch, auch solche anderer regionaler Anbieter. Allumfassend ist das Sortiment in den meist eher klein gehaltenen Selbstbedienungs- und Hofläden aber nicht. „Regionale und saisonale Produkte zu kaufen ist oft mühselig und zeitaufwändig; oft muss ich mehrere Hofläden und Biomärkte abklappern, bis ich alles habe. Ideal wäre ein Bliesgau-Laden als zentrale Stelle, in dem es alle regionalen Produkte gibt“, schlägt Diana Wiehn vor. Dass die Preise für regionale (Bio-)Produkte oft höher sind, ist allen bewusst – hier sind die VerbraucherInnen gefragt. Ein idealer Weg, höhere Preise zu umgehen, ist laut EvaMüller der Selbstversorgergarten. „Und wenn ich von irgendwas doch zu viel ernte, kann ich es einwecken“, so die Erzieherin. Auch beim Fleisch sieht sie keinen Grund, beispielsweise Lamm aus Neuseeland zu beziehen: „Lammfleisch gibt es bei uns zum gleichen Preis oder sogar günstiger.“ Alles vomTier nutzen Die Erlebnisschäferin selbst isst keinFleischmehr, kann aber dafür mit Kindern auf dem Land nicht auf das Auto verzichten. Vegetarisch/vegan zu leben ist ein Ansatz zum Klimaschutz, aber auch Flexitarier können ihren Beitrag leisten, indem sie nicht nur das Filet essen, sondern alles vomTier verwenden. So gibt es bereits Bauern, die ihre Tiere erst schlachten, wenn alle Fleischstücke reserviert sind. Wolle und Landschaftspflege Zu einem Tier gehört aber nicht nur das Fleisch. So ist beispielsweise Wolle ein wertvolles Abfallprodukt aus der Schafzucht. Durch ihre vielen positiven Eigenschaften ist sie vielfältig einsetzbar und lässt sich zu verschiedenen Produkten verarbeiten: Garn, Flies, Filz und Strickwaren, aber auch zu Pellets als Dünger im Garten. Als Nährboden und Flüssigkeitsspeicher eignet sich das Naturprodukt ideal für allerlei Beete und kann auch „einfach so“ – besonders das Unterfell – imGarten verwendetwerden. „MeinZiel ist es, einen Mehrwert für Wolle zu schaffen, beispielsweise unter einem gemeinsamen, saarlandweiten Label ‚Saarschaf‘, bei dem aus der ‚guten‘Wolle Flies hergestelltwerden soll und aus der ‚schlechten‘ Pellets“, erzählt EvaMüller. Ein weiterer Aspekt ist die Landschaftspflege durch Tiere wie Schafe und Ziegen. Während sie nach dem Mähen die Wiesen abgrasen, fördern sie durch die Samen in ihrem Fell die Artenvielfalt der Flora und schaffen somit Lebensraum und Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Projekt Weltenacker Vermitteln,wounsereLebensmittel herkommen, einen Bezug zum Essen schaffen, unabhängig werden – das sind drei der Ziele, die sich die Drei mit dem Großprojekt Weltacker gesteckt haben. Vorbild ist der Weltacker in Berlin, auch bekannt als 2000 m3. Denn das ist die Fläche, die jedemMenschen bei einer Weltbevölkerung von etwa 7,5MilliardenMenschen und 1,5Milliarden Hektar zur Verfügung steht. Das hört sich für Obst und Gemüse erst einmal viel an, reicht aber nicht für die Menge an Fleisch, Textilfasern und Biosprit, die in der westlichen Welt pro Kopf verbraucht wird, nicht aus. „Der Weltacker in Berlin ist eher ein Schauacker. Wir möchten aktive Teilnahme“, bekräftigt Eva Müller. Daher ist imProjektantrag auch schon „vom Korn zum Brot“ als übergeordnetes Thema, das von Schulklassen begleitet werden soll, für die erste Periode verankert. Foto: Axel Kammerer. Klimaschutz und Regionalität Auf demmalerischen Hof Sonnenbogen, einemkleinen, sozialpädagogischen Gärtnerhof zur Selbstversorgung inWolfersheimhaben wir uns mit Hannes Ballhorn, demLeiter der AG Landwirtschaft imBiosphärenverein Bliesgau, und seinen beiden Mitstreiterinnen DianaWiehn und EvaMüller getroffen, ummit ihnen über Klimaschutz imBiosphärenreservat zu sprechen. AG Landwirtschaft. Foto: Hannes Ballhorn Warum gibt es keine Papierkörbe imWald? Müll imWald ist ein Dauerthema. Eine oft genutzte Ausrede, warum Menschen ihre Hinterlassenschaften in der Natur belassen, ist, dass es ja im Wald keine Papierkörbe gebe. Dass dasnicht soganz stimmt, sehen wir an vielen Orten, wie beispielsweise demAussichtsturm in Ormesheim. Denn dort, wie an so vielen stark frequentierten Stellen, sind Papierkörbe installiert. Warum es aber im Wald generell keine bzw. nur sehr wenige Mülleimer gibt, und warum das auch so gewollt ist, weiß Tobias Schlicker. Der 29-jährige ist seit drei Jahren Förster im Gemeindewald Gersheim und Mandelbachtal: „Die Erholungssuchenden werden dazu ermutigt, ihren Müll mit nach Hause zu nehmen oder am besten erst gar keinenMüll zu produzieren. ImWald installierte Papierkörbe würden wahrscheinlich eher dazu einladen, noch mehr hier zu hinterlassen. Zum Glück ist die Erfahrung, dass zumindest in Mandelbachtal und Umgebung wenig Kleinabfälle hinterlassen werden. Problematisch sind größere illegale Ablagerungen mit Fahrzeugen am Waldrand. Gleichzeitig wäre die Kontrolle von Mülleimern ein relevanter Kosten- und Personalaufwand zu Zeiten, in denen Kommunen durch Schadholz und Wiederaufforstung wenig freie Arbeitskapazität haben. Dazukommt, dassWildtiere wie Füchse, Krähen oder zunehmend auchWaschbären den Abfall durchwühlen können.“ IMPRESSUM Herausgeber/verantwortlich für Anzeigen und Vertrieb: Andrea Klein, Auf‘mHahnacker 1, 66583 Spiesen-Elversberg, Tel. 06821 9728359, E-Mail: rundschau@t-online.de Redaktion: Andrea Klein (V. i. S. d. P.); Redaktionsleitung: Barbara Hartmann. Titelfoto: Radeln imBliesgau von Eike Dubois, Tourismus-Zentrale Saarland. Druckvorstufe: Siffrin.net CrossMedia UG, Mandelbachtal-Ommersheim. Druck undWeiterverarbeitung: johnen-druck GmbH, Bernkastel-Kues. Alle Rechte vorbehalten. ©09/2020. MIX Papier aus verantwortungsvollen Quellen FSC® C013024

8 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Die Biosphäre erleben Bliesgau Blicke Länge: 6,7 km in Gersheim Eine schöne Tour durch die typische Landschaft des südlichen Bliesgaus mit vielfältigen Streuobstwiesen, Kalkmagerrasen, auf denenunter anderemwilde Orchideen gedeihen, und tollen Weitblicken bietet derWanderweg „Bliesgau Blicke „mit einer Länge von 6,7 km. Der Rundwanderweg „Bliesgau Blicke“ ist eine abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Tour im südlichen Bliesgau mit einigen Einkehrmöglichkeiten in der Ortsmitte. Die Tour startet in Gersheim am Busbahnhof und führt durch den Ort über die Bliesbrücke. Dort können Sie zahlreiche Fischarten, Fischreiher und mit ein wenig Glück auch einen Eisvogel sehen. Die Tour führt am „Schäferbrunnen“ und am„Runden Brunnen“ vorbei, bergauf Richtung „Lenn“ und dem dritten Brunnen der Tour. Vorbei am historischen Ortskern mit Kirche und demÖkologischen Schullandheim Spohns Haus führt die Tour aus dem Ort und bietet tolle Blicke auf die typisch sanfthügelige Landschaft des südlichen Bliesgaus mit seinen Streuobstwiesen. Auch der Weg ist gesäumt von zahlreichen Obstbäumen. Nach der Feldscheune führt die Tour über die erste Lachenbach zum Lachenhof. Dort führt der Weg parallel zum Orchideenpfad. Auf dem nächsten Kilometer schlängelt sich die Tour auf schmalen Pfaden stets bergauf, gesäumt von den typischen Kalkmagerrasen des südlichen Bliesgaus mit Orchideen (Blütezeit circa April bis Juni) und Trockenmauern aus Kalksteinen. Auf demWeg wird an interaktiven Infostationen viel Wissen zu der lokalen Flora und Fauna vermittelt und es bieten sich herrliche Weitblicke auf die Umgebung. Weiter oben am Pfad erwartet den WanderereineSinnesbankmitVogelstimmen zum Anhören und einer phänomenalen Aussicht über den Bliesgau und die Streuobstwiesen. Anschließend geht es weiter zum Kalkquellsumpf, wo sich Vieles entdecken lässt. Bevor esweiter indenWald geht, lädt die Pfarrer-Lindemann-Hütte (Schutzhütte) zu einem Picknick ein. Weiter geht es durch denWald auf dem Rücken der „Haardt“, dem höchsten Punkt der Tour. Bald führt der Rundweg wieder aus dem Wald und es bieten sich schöne Blicke auf die Umgebung. Auf demWeg ins Tal führt derWeg am Lohhof und dem ehemaligen Kalkbergwerk Gersheim vorbei, bei demüber 100 Jahre Kalk gefördert wurde. Einkehrmöglichkeiten: In Gersheim gibt es eine Vielzahl an Einkehrmöglichkeiten. Direkt am Busbahnhof befindet sich das Restaurant mit Terrasse „Historischer Bahnhof“, am Bazancourt Platz in der Ortsmitte gibt es eine Eisdiele sowie einen Imbiss und an der Bliesbrücke gibt es eine Kneipe. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Supermärkte (einer direkt neben demBusbahnhof). UHU-Runde Länge: 9,1 km inNiederwürzbach Natur pur und herrliche Ausblicke auf den Würzbacher Weiher und den Ort. Eine Wanderung durch die Flora und Fauna der einzigartigen Kulturlandschaft des nördlichen Bliesgaus mit Laubwäldern und Buntsandsteinformationen. Schöne Tour durch denWald, vorbei anNaturschönheiten und idyllisch gelegenen Bächen. Hier ist für jeden etwas dabei. Die Tour startet an dem großen Parkplatz an der Würzbachhalle, ganz in der Nähe des Würzbacher Weihers. Los geht es am linken Ufer des Weihers, der Weg folgt zunächst auch dem Zeichen des Mariannenweges. Über den Triebscheider Hof, das idyllische Geissbachtal und„UHU-Brunnen“geht es über den 369mhohen „Franzosenkopf“ wieder zurück an den Würzbacher Weiher. Hier kann man auch noch einen Blick auf den schönen Gutshof Junkerwald von 1908 werfen. Der Annahof oder auch „Rundbau“ genannt ist ein Kleinod aus barocker Zeit, das einmalig für die ganze Region ist und das sich ambestenmit einer Erfrischung auf der Gartenterrasse mit Blick auf den See genießen lässt. Der „UHU-Brunnen“ am Weg wurde 1973 von den Vogelfreunden vom „Bund für Vogelschutz“ angelegt. 2013 wurde die AnlaHerbstliches Wandern und Radfahren im Biosphärenreservat Wandern, dabei die Seele baumeln lassen und auf einer gemütlichen Rundwandertour einfachmal entspannen. Die Rundwanderwege führenmeist über naturnaheWege durch die schönsten Ecken des Biosphärenreservates Bliesgau. Sie eröffnen demWanderer vor allem imHerbst mit den wechselnden Farben schöne Aussichten, dichteWälder und wunderbareWeitblicke für Wanderfans. Gemeinsammit der Saarpfalz-Touristik stellen wir Ihnen hier zwei besonders schöne Rundwege vor. ge komplett renoviert. Die Anlage verfügt über schöne Außensitzplätze sowie über eine kleine Hütte, die bei Regen Schutz bietet. Unterhalb der Hütte ist ein kleiner Teich angelegt. Idealer Punkt zum gemütlichen Rasten. Einkehrmöglichkeiten: Im Stadtteil Niederwürzbach um den Weiher und im Ort laden zahlreiche Gastronomiebetriebe zum Einkehren ein: Hubertushof Born, Bistro am Weiher, Die neue Petri-Klause, Annahof, Die Saarländer im Junkerwald, Cafe am See, Biergarten Niederwürzbach, Mein Café Niederwürzbach, Café Chili Lakeside Es darf etwas schneller sein, mit dem Sport beim Treten im Vordergrund? Dann bietet sich das Fahrradfahren an. Egal ob mit dem e-bike oder herkömmlichen Fahrrad, die Saarpfalz-Touristik und die Kommunen arbeiten gemeinsamdaran, immer neue Radwege zu entdecken, zu konzipieren und herzurichten. Egal ob im Urlaub, für die Freizeit oder zur Arbeit, das Biosphärenreservat bietet sich hervorragend an, die Blick auf Gersheim. Foto: Nina Burgey-Wack

9 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Landschaftmit demRadzuerkunden. Eine beliebte Halbtagesfahrt für die ganze Familie ist die „Sieben-Weiher-Tour“, die auf ihremRundweg von St. Ingbert nach Niederwürzbach zahlreiche Gewässer mit schönen Einkehrmöglichkeiten streift. Sieben-WeiherTour Die Halbtages-Radtour von ca. 29 km Länge rund um St. Ingbert im Biosphärenreservat Bliesgau mit wenigen Steigungsstrecken durch schöne Täler undWälder. Charakteristisch für diese Halbtages-Radtour sind die zahlreichen Weiher direkt an der Strecke. Neben dem bekannten Würzbacher Weiher und dem Glashütter Weiher radeln Sie ebenso an mehreren kleineren wie dem Wombacher Weiher oder dem Sägeweiher bspw. vorbei. Jedes dieser „nassen Fleckchen“ hat seinen Reiz und lässt Sie an Picknick- und Einkehrmöglichkeiten neue Kräfte tanken. Bitte beachten Sie allerdings, dass keiner der Weiher als Bademöglichkeit freigegeben ist. AmWombacher Weiher bspw. können Sie sich an der Tret- und Armkneipp-Anlage erfrischen sowie an der Fischerhütte ein Getränk zu sich nehmen. Ein weiteres Highlight auf der Tour ist der Glashütter Weiher mit einer großen Liegewiese, mehreren Picknick-Plätzen, einem Kiosk sowie einer Gaststätte, die zum Verweilen einladen. Am größten Gewässer, dem Würzbacher Weiher, finden Sie zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, wie bspw. das Hotel-Restaurant Annahof, das Café am See, die Fischerhütte, denWürzbacher Bahnhof oder den Biergarten „Philippslust“. Fast am Ende der Tour, im Dorf Oberwürzbach, erwartet Sie ein restauriertes, historisches Waschhaus, das heute noch von glasklarem Quellwasser durchflossen wird. Gerade Kinder haben hier ihren Spaß mit dem kühlen Nass. Die „Sieben-Weiher-Tour“ bietet sich wegen der guten Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr durch die beiden Bahnhöfe in St. Ingbert und Blieskastel-Niederwürzbachbesonders gut für eine An- und Abreise mit dem Zug an. Die Radtour ist durchgängig Entspannendes Freizeitvergnügen mit Sicherheit, Verständnis und gemeinsamemRespekt Viele Menschen zieht es in der Freizeit in die heimische Natur. Unterschiedliche Altersgruppen, unterschiedliche menschliche Charaktere und damit unterschiedliche Bedürfnisse. Dabei kann es schnell zu Konflikten zwischen denHobbysportlern bzw. zwischen Mensch und Natur kommen. Oder zu Unfällen, wenn die Abenteuerlust zugroßwird. DieunterschiedlichenAkteure desBiosphärenreservates Bliesgau gebenTipps, wie das Freizeitvergnügen für alle ein solches bleibt. Gemeinsammit Respekt Freundlichkeit, Verständnis und Rücksichtnahme füreinander gilt als Grundsatz für die partnerschaftliche Nutzung unseres Naturraumes. Als Kodex gilt: – Bestehende Wege nutzen, Beschilderungen folgen und Wegesperrungen respektieren – Keine SpurenwieMüll oder Hundekot hinterlassen und denWeg schonend behandeln – Andere Nutzer vonWald und Flur respektieren – Rücksicht auf Tiere und Pflanzen nehmen – ImVoraus planen und das Tageslicht nutzen – Sicher auf allenWegen Jahreszeitlich- bzw. wetterbedingt ist auf einzelnen Wegeabschnitten eine erhöhte Trittsicherheit erforderlich. – Tragen der Jahreszeit und der Witterung angepasste Kleidung undWanderschuhemit entsprechendemProfil. – Vorsichtiges Begehen der angelegten Treppen im Wald (sie könnten durch Laubfall rutschig sein). – Auf den ausgewiesenenWegen zu bleiben und vorhandene Felsköpfe aus Sicherheitsgründen nicht zu betreten. Grundsätzlich sind das Betreten des Waldes und das Begehen der Wanderwege auf eigene Gefahr. Markierung und Beschilderung Bei allen ausgeschildertenWanderwegenhandelt es sichumRundwanderwege, die in beide Richtungen begangen werden können. Daher erfolgt die Beschilderung sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Gehen Sie die Runde doch einmal anders herum und Sie werden völlig neue Perspektiven und andere Blickwinkel entdecken. Ausrüstung Alle wichtigen Infos zu einer Ausrüstung finden Sie in der Packliste: https://www.saarpfalz-touristik.de/erlebnisse/ wandern/wanderservice/packliste Verhaltensregeln um Flora und Fauna nachhaltig zu erhalten, finden Sie hier: https://www.saarpfalz-touristik.de/die-biosphaere-bliesgau/nachhaltig-reisen/verhaltensregeln-in-der-biosphaere-bliesgau mit dem blaugrünen Frosch-Logo gekennzeichnet und zeichnet sich neben den Weihern durch ihre leichthügeligenWälder und Täler aus. Mehrere attraktive Picknick- und Einkehrmöglichkeiten lassen aus der Halbtagestour oftmals eine Ganztagesunternehmung werden. Einkehrmöglichkeiten finden sich in der Fußgängerzone von St. Ingbert sowie amWürzbacher Weiher und amGlashütterWeiher. Die Radtour eignet sich neben Aktiv-Radfahrern auch für Familien oder ältere Menschen mit geübten Beinen. Start und Ziel können der Parkplatz am Schwimmbad „das blau“ in St. Ingbert sein. Alternativ am Bahnhof in St. Ingbert oder am Bahnhof Blieskastel-Niederwürzbach. Haben Sie einen Mangel auf der Tour entdeckt? Dann melden Sie diesen mit Hilfe unseres Mängelmelders: https://bit.ly/MaengelmelderBliesgau. Vielen Dank für IhreMithilfe. Biergarten Philippslust in Niederwürzbach amWeiher. Foto: ManuelaMeyer Der Würzbacher Weiher. Foto: Jochen Scher Glashütter Weiher. Foto: ManuelaMeyer Gustav-Clauss-Anlage in St. Ingbert Foto: Michael Haßdenteufel

Natürlich in St. Ingbert P r o g r amm: SA 24.09. 12 - 14 Uhr: „Nachhaltiger Stadtrundgang“ mit Referenten vom Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland Veranstalter: Biosphären-VHS St. Ingbert Anmeldung: www.vhs-igb.de/1.0410 Treffpunkt: Rathaus St. Ingbert, AmMarkt 12, (EingangMarktplatz) SO 25.09. 17 Uhr: Offizielle Eröffnung der St. Ingberter Nachhaltigkeitswoche, Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49 MO 26.09. 18 Uhr: „Solarstrom nutzen – nie war er so wertvoll wie heute“ - Cathrin Becker, Verbraucherzentrale Saarland e.V., und „Das Solarkataster des Biosphärenzweckverbands Bliesgau“–Dr. Hans-HenningKrämer, Klimaschutzmanager Dauer: 2 Stunden Treffpunkt: Stadtwerke St. Ingbert, Reinhold-Becker-Str. 1 Anmeldung: nachhaltig@st-ingbert.de DI 27.09. 18 Uhr: Der eigene Garten, das Firmengelände, der Stadtteil als Biodiversitätshotspot Dauer: ca. 1,5 Stunden Treffpunkt: Erich-Bläse-Saal, MINT-Campus Alte Schmelz e.V. St. Ingbert, Schülerforschungs- & -technikzentrum (SFTZ) Saarbrücker Str. 38e, 66386 St. Ingbert Referent: Umweltplanung RIFCONGmbH Anmeldung: nachhaltig@st-ingbert.de MI 28.09. 17 Uhr: ÖkosystemNachbarschaft - Eine Führung über die Fideliswiese St. Ingbert Dauer: ca. 45Minuten Treffpunkt: Eingang Bolzplatz St.-Fidelis-Straße Organisation: Bürgerinitiative Fideliswiese, NABU St. Ingbert Anmeldung: nicht erforderlich 18 - 19:30 Uhr: „Essen aus der Region: gut – sauber - fair?“ Vortragmit Fragerunde und Diskussion Treffpunkt: Kulturhaus, Annastraße 30 Referent: Holger Gettmann, Vorsitzender des Vereins SlowFood Saarland Veranstalter: Biosphären-VHS St. Ingbert Anmeldung: www.vhs-igb.de/1.0400 18.30 Uhr: „Nachhaltige Mobilität in St. Ingbert – Zukunftsvisionen“ Dauer: 1,5 Stunden Treffpunkt: Café „Grüne Neune“, Ludwigstraße 8 Referent: Dennis Becker, Mobilitätsmanager der Stadt St. Ingbert Anmeldung: nachhaltig@st-ingbert.de DO 29.09. 18 Uhr: Grüner Stahl im Labor – Führung durch das SFTZ, Vortrag und Diskussion Dauer: 2 Stunden Treffpunkt: Erich-Bläse-Saal, MINT-Campus Alte Schmelz e.V. St. Ingbert, Schülerforschungs- & -technikzentrum (SFTZ) Saarbrücker Str. 38e, 66386 St. Ingbert Referent: Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Hempelmann Anmeldung: nachhaltig@st-ingbert.de 17 – 19 Uhr: Reparaturcafé – Ressourcen sparen und die Umwelt schonen Treffpunkt: St. Ingbert-Oberwürzbach, Hauptstraße 90 (Ortsverwaltungsstelle) Anmeldung: 06894/13-726 oder vhs@st-ingbert.de FR 30.09. 16 Uhr: VonunserenElternanunsereEnkel–DerWaldalsGenerationenvertrag Dauer: ca. 2 Stunden Treffpunkt: WombacherWeiher, Kneipp-Anlage Referent: BodoMarschall Anmeldung: nachhaltig@st-ingbert.de SA 01.10. 10 Uhr: Sensenkurs – Richtig dengeln und mähen | Praxiskurs auf der Fideliswiese St. Ingbert - Eine kostenlose Aktion der Bürgerinitiative Fideliswiese mit Gerhard Niklas. (Wennmöglich, die eigene Sensemitbringen!) Dauer: ca. 1,5 Stunden Treffpunkt: Eingang Bolzplatz St.-Fidelis-Straße Anmeldung: info@fideliswiese.de 10– 12 Uhr: Sammeln von Zigarettenstummel in der Fußgängerzone –Helfen Siemit! Treffpunkt: Kirche St. Engelbert, Fußgängerzone Organisation: Björn Dettenhofer, stellvertretender Nachhaltigkeitsbeauftragter Anmeldung: nachhaltig@st-ingbert.de Sa, 01.10., bisMo, 03.10. Biosphärenmarkt imKuppelsaal des Rathauses während der Ingobertus-Messe - Angebot von regionalen und fairen Produkten. SO 02.10. ImRahmen des Biosphärenmarktes (01. –03.10) imKuppelsaal des Rathauses während der Ingobertusmesse: 10– 14 Uhr Pflanzentauschbörse vor demKuppelsaal – Einfach vorbeikommen und tauschen! 15 – 16 Uhr Auszeichnung naturnaher Gärten in St. Ingbert imRahmen des St. Ingberter Gartenwettbewerbs 2022 UmAnmeldung zu den einzelnen Veranstaltungenwird gebeten! We i t e r e A k t i o n e n: ÖkologischeAufwertungeinesSchottergartens -Schulprojekt einerweiterführenden Schule aus St. Ingbert. Patenschaft des Projektes: Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer. Organisation: NABU St. Ingbert und Claus Günther, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Stadt St. Ingbert. Nistkästen fürMauersegler an derWiesentalschule. Organisation: NABU St. Ingbert in Kooperationmit der Stadt St. Ingbert. St. Ingberter Geschäfte in der Innenstadt präsentieren ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit. Organisation: Handel & Gewerbe St. Ingbert e. V. mit Claus Günther, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Stadt St. Ingbert. Ausstellung von Upcycling-Objekten der GBQ /BiosphärenART, in St. Ingberter Geschäften, die im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung entstanden sind. (GBQ = gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung.) Sonderausstellung der Stadtbücherei St. Ingbert mit einer großen Auswahl an Büchern zu unterschiedlichenNachhaltigkeitsthemen Das detaillierte Programm finden Sie auf der Homepage der Stadt St. Ingbert unter https://t1p.de/w0p2q St. Ingberter Nachhaltigkeitswoche 25. September - 2. Oktober 2022 Die St. Ingberter Nachhaltigkeitswoche findet im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit statt. Dabei wird nachhaltiges Engagement in ganz Deutschland sichtbar gemacht. Ziel ist es, zumotivieren, zu inspirieren und zumMitmachen anzuregen: die Vielzahl an Aktionen soll die Bandbreite derMöglichkeiten aufzeigen, um immermehrMenschen zu einemnachhaltigenHandeln zu bewegen. Die Nachhaltigkeitswoche wird organisiert von denNachhaltigkeitsbeauftragen der Stadt St. Ingbert und der Stadtverwaltung St. Ingbert. Die offizielle Eröffnung ist amSonntag, 25. September 2022, 17.00 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49 mit demFilm „Taste theWaste“ von Valentin Thurn . 10 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022

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