Die Biosphäre Bliesgau im Sommer

10 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Juni – August 2024 Die Leader-Region derperiode sehr interessante Projekte die durch eine LEADER-Förderung unterstützt werden konnten, wie z.B. das Projekt „Junge Biosphäre“ bei dem die Zielgruppe der 15-21-Jährigen in die Gestaltung und Entwicklung des Biosphärenreservates Bliesgau einbezogen und motiviert werden, sich aktiv zu beteiligen. Gefördert wurde eine halbe Projektstelle, welche gemeinsam mit den Jugendlichen relevante Themen identifiziert, ausarbeitet und ihnen Möglichkeiten zur Beteiligung aufzeigt. Wir stellen nahfolgend einen weiteren kleinen Auszug an LEADER-Projekten vor, die in der Förderperiode 2014 – 2022 im Handlungsfeld 3 realisiert wurden: Hörtouren im Biosphärenreservat Bliesgau Im Rahmen des von der Tourismus Zentrale Saarland ins Leben gerufene Netzwerk Hören soll im Saarpfalz-Kreis Angebote für die Zielgruppe der hörbeeinträchtigten Menschen geschaffen werden. Gefördert wurde die Entwicklung von acht Hörtouren zu unterschiedlichen Themenfeldern speziell für hörbeeinträchtigte Menschen im Saarpfalz-Kreis. Für gehörlose Menschen werden die Hörtouren durch Gebärdensprach-Videos unterstützt. Das Angebot kann jedoch nicht nur von Hörbeeinträchtigten, sondern von allen Menschen genutzt werden. Durch die Hörtouren wurde ein neues touristisches Angebot geschaffen, man lernt Orte, Menschen und Natur besser kennen und erlebt Aha-Momente entlang der Wegstrecke. Biosphären Waldkindergarten Schutzwagen Im Rahmen des Projektes wurde ein Schutzwagen für die Errichtung eines Biosphären-Waldkindergartens in Blieskastel angeschafft. Der Wagen dient als Unterstand bei schlechtem Wetter. Den Kindern soll durch den Aufenthalt im Freien der Wald und das Biosphärenreservat Bliesgau nähergebracht werden. Der Waldkindergarten wird so geöffnet, dass regelmäßig externe Gruppen die Möglichkeit gegeben wird am pädagogischen Programm des Waldkindergartens teilzunehmen. Es ist das Ziel, durch die Öffnung des Kindergartens Nachahmungseffekte in der Region zu generieren. Essbare Biosphärenstadt Der Ansatz der „Essbaren Stadt“ sieht vor, Nutzpflanzen auf öffentlichen Flächen in der Stadt anzupflanzen, um das Thema Natur stärker in Städten zu verankern und neue Zugänge zu einer bewussten, gesunden Ernährung zu schaffen. Das Handlungsfeld 3 der Lokalen Entwicklungsstrategie: „Bildung und Kommunikation“ Die LEADER-Region Biosphäre Bliesgau hat 2,5 Millionen Euro für die Förderperiode 2023 – 2027, zur Verfügung, um in dieser Zeit, gemeinsam mit ihren Akteuren und der Bevölkerung, spannende Projekte auf den Weg zu bringen. Dabei ist jeder mit seinen Ideen und Stärken gefragt. Wichtig ist, dass die Projektidee einen Beitrag zu den Zielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) leisten muss. Handlungsfeld 3: Bildung und Kommunikation Oberziele Zielindikatoren Wir erarbeiten eine einheitliche regionale • Intensivierung der Vermarktung der Region Kommunikationsstrategie (Förderung der nachhaltigen • Steigerung des regionalen Bewusstseins Entwicklung, Digitalisierung, Innovation, Bildung) Wir entwickeln zielgruppenspezifische Bildungs- • Entwicklung von zielgruppenspezifischen und Kommunikationsangebote BNE-Angeboten (Bildung, Innovation, Digitalisierung, • Förderung der digitalen Bildung Chancengleichheit, Inklusion) • Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen Die Stadt Blieskastel setzt diesen Ansatz in ihrer Stadt um und stattet die Innenstadt und das Gelände ihrer alten Stadtgärtnerei mit essbaren gärtnerischen Elementen (Gemüse, Obst, Kräuter etc.) aus. Die neuen Gartenflächen werden für Bildungsangebote (Ernährung, Gärtnern, Imkerei) genutzt, bei denen der Einbezug der Schulen und Kindergärten der Stadt eine wichtige Rolle spielt. Hauptziel ist es, Interesse für regionale Produkte, gesunde Ernährung und gärtnerische Aktivitäten zu wecken und zu fördern. Im Rahmen der Essbaren Biosphärenstadt werden die gärtnerische Infrastruktur gefördert sowie begleitend Bildungsprogramme durchgeführt und ein pädagogisches Konzept erstellt. Machbarkeitsstudie BliesgauPavillon Dieses Projekt beinhaltet die Planungsstudie für einen Museumspavillon zur Wissensvermittlung, um Einheimischen und Besuchern die Region Bliesgau hinsichtlich Landschaft, Natur, Geschichte, Baukultur, Raumnutzung, Mundart und Alltagskultur anschaulich, kompakt und verständlich zu vermitteln. Der Bau soll inmitten der Kulturlandschaft, auf einer grünen Wiese bei Reinheim mit Panoramablick entstehen. Teile des Gebäudes sollen aus nachhaltig produzierten und regional anstehenden Materialien bestehen. Sie haben Interesse an LEADER, haben Ideen oder möchten sich in einem LEADER-Projekt einbringen? Dann erhalten Sie weitere Informationen zu der Lokalen Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau unter folgendem Link: https://www. biosphaerebliesgau.eu/ index.php/de/ lag/ leader-region „Essbare Stadt“: Wer Lust hat, kann beim Vorbeigehen zugreifen. Fotos: Herr Ternes Lauschtouren wurden in der letzten Förderperiode in zahlreichen Gemeinden im Bliesgau etabliert. Foto: Elke Dubois Vier Handlungsfelder mit unterschiedlichen Zielen Wie bereits angekündigt, möchten wir die vier Handlungsfelder der Lokalen Entwicklungsstrategie der Förderperiode 2023-2027 „Inwertsetzung der Kulturlandschaft“, „Regionale Produkte erzeugen und vermarkten“, „Bildung und Kommunikation“ und „Leben in Stadt und Land“ näher vorstellen. Nachdem wir in den vorherigen Ausgaben das Handlungsfeld 1 „Inwertsetzung der Kulturlandschaft“ und das Handlungsfeld 2 „Regionale Produkte erzeugen und vermarkten“ vorgestellt haben, widmen wir uns heute dem Handlungsfeld 3 „Bildung und Kommunikation“ mit Projekten aus der vergangenen Periode. Im Rahmen des dritten Handlungsfelds sollen Initiativen unterstützt werden, die dazu beitragen, das Bewusstsein für die regionale Identität zu stärken. Dies beinhaltet Projekte, die darauf abzielen, die Region besser zu vermarkten, sowie Bildungs- und Kommunikationsangebote für vielfältige Zielgruppen bereitzustellen. Das Handlungsfeld 3 „Bildung und Kommunikation“ war auch schon in der vergangenen LEADER-Periode 2014-2022 als Handlungsfeld 4 präsent. Hohe Förderquoten Voraussetzung für eine Förderung ist also, dass die Projekte einen Beitrag zu den Zielen der Lokalen Entwicklungsstrategie der LEADER-Region leisten und mindestens einem der vier Handlungsfelder oben zugeordnet werden können. Neben Projektideen von Kommunen und Unternehmen können auch Vorhaben von Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen gefördert werden. Je nach Projektqualität bestehen Fördermöglichkeiten von 50 bis 90 Prozent. Die Leser der Biosphären-Rundschau sind herzlich eingeladen, sich mit Ideen zur Entwicklung der Region an die LAG-Geschäftsstelle zu richten. Ansprechpartnerin ist Regionalmanagerin Christina Danner in der LAG-Geschäftsstelle, Tel: 06841 104 8413; E-Mail: christina. danner@saarpfalz-kreis.de Ziele und Maßnahmen In den einzelnen Handlungsfeldern werden bestimmte Ziele (Oberziele) verfolgt und dargestellt wie diese Ziele erreicht werden können. Beim Oberziel „Wir entwickeln zielgruppenspezifische Bildungs- und Kommunikationsangebote“ können Projekte für unterschiedliche Zielgruppen wie z.B. Kinder und Jugendliche gefördert werden, die die Bildung für nachhaltige Entwicklung, also ein zukunftfähiges Denken und Handeln, fördern. Erfolgreiche Beispiele von LEADER-Projekten Im Bereich „Bildung und Kommunikation“ gab es in der letzten För-

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