Die Biosphäre im Herbst

16 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2022 Ziele für nachhaltige Entwicklung www.trinkwassaar.de Like dein Wasser Die Trinkwasserkampagne der saarländischen Wasserversorgungsunternehmen. Wasserleitungszweckverband „Gau-Süd“ Wallerfangen Unser Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel. Es wird aus nahezu 100 % unseres Grundwasservorkommens gefördert. Mit 68 landeseigenen Messstellen wird im Saarland nicht nur ständig die Menge des Grundwassers, sondern auch die Qualität in über 30.000 Analysen pro Jahr kontrolliert. Daher: Trinken Kranewasser! Eigentlich gibt es auf der Erde genügend Nahrung, um die Weltbevölkerung von momentan ca. 8 MilliardenMenschenzuernähren. Leider haben trotzdem 2 Milliarden keinen regelmäßigen Zugang zu Nahrung und müssen hungern. Besonders Kinder sind betroffen – alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger! Gleichzeitig werden in Europa jährlich 173 kg Lebensmittel pro Person weggeworfen und 14 Prozent aller Lebensmittel gehen schon verloren, eh sie überhaupt beim Verbraucher ankommen. Die Corona-Pandemie mit ihren Folgen, z.B. die Unterbrechung von Lieferketten und Einkommenseinbußen haben die Lage der Ernährungssicherheit noch verschärft, denn Armut und Hunger bedingen sich. Und durch die Ukrainekrise spürenselbstwir, eine Gesellschaft imÜberfluss, dass bestimmte Nahrungsmittel knapp werden. Was soll mit dem SDG 2 erreicht werden? - Alle Menschen sollen ausreichend Nahrungsmittel haben. - Alle Menschen sollen sich gesund und ausgewogen ernähren können. - Die landwirtschaftliche Produktivität soll steigen und das Einkommen von Kleinbäuerinnen und -bauern soll wachsen. - Die Nahrungsmittelproduktion soll nachhaltiger werden. - Die genetische Vielfalt von Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustieren und ihren wildlebenden Artverwandten soll bewahrt werden. Ein Blick ins Biosphärenreservat Bliesgau Die Verringerung des weltweiten Hungers ist eine globale Mammutaufgabe.Was kanndennda ein „kleines Biosphärenreservat am Randedes Saarlandes auf regionaler Ebene ausrichten? „Von der Landschaft leben“ ist schon mal ein guter regionaler Ansatz: Die Ressourcen nutzen, die uns die Natur vor Ort bereitstellt, statt Lebensmittel und andere Waren von weit her zu importieren und damit anderen Menschen ihre Ressourcen zu nehmen. Die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe mit dem Bliesgau-Regal des Vereins Bliesgau Genuss e.V. oder dem Partnernetzwerk des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau sind wichtige Wege für eine nachhaltigeNahrungsmittelproduktion, die sich für die Betriebe bei uns lohnen, aber auch die Ressourcen anderswo auf der Welt schonen. Z.B. ist auch die heimische Kräuterwelt ein großer Schatz, den immer weniger Menschen kennen, schätzen und nutzen. Je mehr davon wiederentdeckt wird, umso besser. Und Wind und Sonne sind natürlichauchwertvolleRessourcenzur Energiegewinnung, die wir zum Glück haben. Was kann ich tun? Bewusst konsumieren und darauf achten, wo was herkommt. Ob Milch, Fleisch und Wurst, Öle, Getreide, Säfte, Konfitüren, ja sogar Tofu aus Rubenheimer Sojabohnen gibt es mittlerweile regional aus dem Bliesgau. Und was nicht hier wächst? Muss ich darauf verzichten, wenn ich mich möglichst nachhaltig ernähren möchte? Fair gehandelte Produkte ergänzen den regionalen Speiseplan optimal und geben den Menschen im globalen Süden eine Chance ein vernünftiges Einkommen unter guten Arbeitsbedingungen zu erwirtschaften – wovon sie dann wieder selbst Essen für sich und ihre Familien kaufen können. Das Fairtrade-Engagement in der Region ist hoch. Im Saarpfalz-Kreis als FairTrade-Kreis, in den fairen Städten Homburg, Blieskastel und St. Ingbert und in der Fairtrade-KommuneKirkel sindvieleMenschenaktiv, umden FairenHandel zu fördern. SDG-Ziel 2: Kein Hunger Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

RkJQdWJsaXNoZXIy NjQ0NDQ=