Die Biosphäre im Sommer

16 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Juni – August 2022 IMPRESSUM Herausgeber/verantwortlich für Anzeigen und Vertrieb: Andrea Klein, Auf‘m Hahnacker 1, 66583 SpiesenElversberg, Tel. 06821 9728359, Fax 06821 73403, EMail: rundschau@tonline.de. Redaktion: Andrea Klein (V. i. S. d. P.); Redaktionsleitung: Barbara Hartmann. Titelfoto: „Radeln in der Barockstadt Blieskastel“ von Manuela Meyer (SaarpfalzTouristik). Layout und Druckvorstufe: Siffrin.net CrossMedia UG, MandelbachtalOmmersheim. Druck und Weiterverarbeitung: johnendruck GmbH, BernkastelKues. Alle Rechte vorbehalten. ©06/2022. MIX Papier aus verantwortungsvollen Quellen FSC® C013024 UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau - Inspiriert von der Schöpfungskraft der Natur und ihrer Symbole Illustrierte Publikation, 72 Seiten (28 x 28 cm), Hardcover, gebunden, ISBN 978-3-947148-02-8, Schutzgebühr 9,95 Euro (zzgl. Versandkosten) Bezugsquelle: Tourist Info Saarbrücker Schloss, Tel. +49 (0) 681/506-60 06, touristinfo@rvsbr.de Erneuerbare Gedanken zum Weiterschenken Lebensraum Erde - Biosphäre Spirale des Lebens - über sich hinaus entfalten Botschaft des „Guten Lebens“ verbreiten Behüten Forschen Gestalten Wandel in eine neue Wirklichkeit Zwischen Himmel + Erde Das richtige Maß erkennen RVSBR_Symbolik_einViertel_2615x121.indd 1 31.05.2022 14:44:44 Unter dem Titel „SYNERGIEN“ sind seit Mai am KulturOrt Wintringer Kapelle Werke der Künstlerin Ulrike Donié zu bestaunen. Sie thematisieren den langen und beschwerlichen Weg des Menschen durch eine ihn bedrohende Natur bis hin zu einer Bedrohung der Natur durch den Menschen. Zwei gegenüberliegende Gemälde an der Westwand (Tafelbild) und an der Ostwand (Tondo) des Raumes laden dazu ein, sich mit dieser Wechselwirkung zu beschäftigen. „Der Mensch hat sich vor ca. 6 Millionen Jahren von einem in der Natur eingebundenen bis heute zu einem die Natur völlig beherrschenden Wesen entwickelt. Die Fähigkeiten, sich die lebensfeindliche Welt zum physischen Überleben zu unterwerfen, haben zu technischen und später wissenschaftlichen Errungenschaften geführt, die Fluch und Segen zugleich sind. Aus dem legitimen Interesse, die Natur zur Lebenssicherung zu nutzen, ist nun eine die Natur und damit auch den Menschen selbst existentiell bedrohlichen Umwelt und Klimazerstörung geworden, die kaum noch aufzuhalten ist… Es sind im Laufe der menschlichen Entwicklung auf die gleichen Fragen unterschiedliche Antworten gegeben worden. Religionen, Politik, säkulare Ethik, Kunst und Wissenschaft bieten auf gleiche Problemstellungen oft andere Lösungen an, was die Orientierung erschwert… (Meine) Kunst soll, durch ihre eigene Symbolsprache und Ausdrucksweise, die das Unterbewusste des Betrachters anspricht und emotional wirksam ist, den Prozess der Bewusstmachung für die jetzige Umweltsituation unterstützen. Widerstreitende Gefühle werden erzeugt…“, beschreibt Ulrike Donié ihrWerk. Das vermauerte Westportal der Kapelle kann symbolisch als Ausweglosigkeit gesehenwerden. Und tatsächlich, betrachtet man die heutige Umwelt und Klimasituation, zweifelt man an der Möglichkeit, einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden. Ein Weg durch das Portal ist verschlossen, aber ein Ausweg kann auch symbolisch in einer Umkehr oder im Einschlagen eines neuen Weges bestehen. Das Gemälde, das vor dem Westportal gezeigt wird, zeigt ein Teichbiotop, in dem Leben entstehen und vergehen könnte. Mittig angelegt ist ein Wirbel, der, wie ein Sog, alles anzuziehen scheint. Ausweg oder Abgrund? Beides ist möglich. Die Farben lösen ebenfalls ambivaNeues Kunstprojekt amKulturOrt Wintringer Kapelle beleuchtet das synergetische Verhältnis zwischen Mensch und Natur lente Gefühle aus. Helle, lichte fast grelle Farben werden von dunkle Farben zurückgenommen und harmonisiert. Auf der gegenüberliegenden Ostseite der Kapelle zeigt ein rundes Gemälde (Tondo), eine lichte, in helleren Farben aufschimmernde Landschaft mit stilisiertem Himmel, welches das Licht als Verkörperung von Hoffnung und Zuversicht heraus aus der Dunkelheit, darstellt. Es ist als Kontrapunkt zum Gemälde am Westportal angelegt. „Über die Sprache der Kunst von Ulrike Donié werden Fragen zur Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur in der Gegenwart aufgerufen: Wo entstehen Verbindungen, Lebendigkeit, Tiefe und Zusammenklang?Wie steht es um den persönlichen Beitrag zu einem tragfähigen Miteinander? Synergetische Begegnungen und künstlerisches Sehen sind ein zentraler Aspekt bei den Kunstprojekten am KulturOrt Wintringer Kapelle und ein elementarer Baustein der kulturellen Bildung für nachhaltige Entwicklung“, erläutert Kurator Peter Michael Lupp das aktuelle Kunstprojekt. Nächste Termine: 24.6./25.11.2022, 17 Uhr Ortsgespräche und 25. und 26.11.2022 ab 12 Uhr Wanderungen (Weg desWandels / Sternenweg). Anmeldung unbedingt erforderlich. Info und Kontakt: Peter Michael Lupp, peter.lupp@rvsbr.de. Für Gruppen ab 10 Personen Termine auf Anfrage. Kunst in der Biosphäre

RkJQdWJsaXNoZXIy NjQ0NDQ=