3 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Juni – August 2026 Der Biosphärenwald Baumpflanzaktion anlässlich Waldhauptstadt Was ist eine Waldhauptstadt ohne Bäume? Genau das fragten sich auch die Schülerinnen und Schüler der Nachmittagsbetreuung der Grundschule Kirchberg- Schlossberg in Blieskastel- Lautzkirchen. Zusammen mit Umweltdezernent Helmut Wolf, Forstamtsleiter Hannes Born und den PEFC- Regionalmanagerin Lea Bächle pflanzten sie im nahen Pirmannswald Buchen und Linden. Die Buchen stammten direkt aus dem Stadtwald Blieskastel. Die jungen Linden stammten aus einer zertifizierten Baumschule. Beide Baumarten sollen nun auf dieser Borkenkäferfläche eine neue Waldgeneration begründen und möglichst dem Klimawandel trotzen. Zum Abschluss der Pflanzaktion gab es natürlich auch eine kleine Stärkung in Form von Apfelschorle und Brezeln, die von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zur Verfügung gestellt wurden. weder romantische Verklärung noch rein wirtschaftliches Denken zielführend sind. Der Wald ist weder unberührtes Naturidyll noch reine Produktionsfläche. Er ist beides zugleich und muss auch so behandelt werden. Blieskastel zeigt, dass dieser Spagat funktionieren kann, wenn klare Leitlinien vorhanden sind und diese konsequent umgesetzt werden. Ein Titel mit Wirkung – und Verantwortung Mit der Ernennung zur Waldhauptstadt beginnt für Blieskastel ein Jahr mit erhöhter Aufmerksamkeit. Zahlreiche Veranstaltungen, Bildungsprojekte und Aktionen sollen das Thema weiter in die Öffentlichkeit tragen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass die Auszeichnung durchaus positive Effekte auf Tourismus, Image und regionale Identität haben kann. Entscheidend ist jedoch, wie diese Aufmerksamkeit genutzt wird. Der Titel allein verändert nichts. Er schafft lediglich die Bühne. Blieskastel hat die Voraussetzungen, diese Rolle auszufüllen: eine funktionierende forstliche Struktur, langjährige Erfahrung und eine klare strategische Ausrichtung. Genau deshalb gilt die Stadt derzeit als eines der überzeugendsten Beispiele dafür, wie nachhaltige Waldbewirtschaftung auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann. Aktionen im Waldhauptstadtjahr: Nachhaltigkeit wird sichtbar Wie konkret dieses Engagement aussieht, zeigt sich im laufenden Programm des Waldhauptstadtjahres. In Blieskastel reicht das Spektrum von klassischen Pflanzaktionen, bei denen Bürgerinnen und Bürger aktiv neue Bäume setzen, bis hin zu Bildungsprojekten für Kinder und Jugendliche, etwa beim Bau von Nistkästen oder bei geführten Walderkundungen. Schulen und Kindergärten werden gezielt eingebunden, um das Thema früh zu verankern. Gleichzeitig entstehen kreative Ansätze aus der Region selbst: Ein örtlicher Bäcker entwickelt ein spezielles „Waldbrot“ mit regionalen Zutaten, Unternehmen beteiligen sich mit Informationsangeboten, und Veranstaltungen wie das Biosphärenfest machen den Wald auch touristisch erlebbar.
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