Die Biosphäre im Sommer

8 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Juni – August 2022 Landrat Dr. Theophil Gallo, der gleichzeitig auch Verbandsvorsteher der SaarpfalzTouristik ist, nahmdies zumAnlass, den offiziellen Startschuss für die Wanderwegebeschilderung zu geben. „Ich freue mich, dass wir mit der Förderung der Wanderwegebeschilderung das wandertouristische Angebot im Biosphärenreservat Bliesgau und im SaarpfalzKreis qualitativ verbessern können und für Gäste und Einheimische eine zeitgemäße touristische Infrastruktur im Natur und Wandertourismus vorhalten können“, so Landrat Dr. Theophil Gallo der sich ganz herzlich für die hohe Förderung beim Wirtschaftsministeriumbedankte. Drei Jahre Vorbereitungszeit – 96Wanderwege, 800 Kilometer Nach fast drei Jahren der Planungs und Abstimmungsarbeit wird die neue Wanderwegebeschilderung nun umgesetzt. Im gesamten Gebiet des Biosphärenreservats Bliesgau und des SaarpfalzKreises wird sukzessive das neueBeschilderungssystemmontiert und angebracht. Mehr als 700 Kilometer Wanderwege werden nun markiert. Das neue Wegenetz Wandervergnügen garantiert Die einheitliche Beschilderung der Wanderwege im Saarpfalz-Kreis und im Biosphärenreservat Bliesgau ist gestartet Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, soll sich künftig imganzen Biosphärenreservat Bliesgau an einer einheitlichen Beschilderung orientieren können. Damit dieses Ziel möglichst schnell umgesetzt werden kann, fördert das Wirtschaftsministerium mit einemZuschuss für die einheitliche Wanderwegebeschilderung in Höhe von 613.368 Euro imSaarpfalzKreis. umfasst 96 Wanderwege: vom kurzen örtlichen Rundweg über verschiedene Themenwege bis hin zu mehrtägigen Streckenwanderungenauf demBliessteigmit insgesamt 120 Kilometern Streckenlänge von Bexbach bis ins französische Sarreguemines. Sobald das neue Beschilderungssystem angebracht ist, werden an 65 Ausgangspunkten WanderinfoTafeln aufgestellt, auch werden neue Wanderkarten gedruckt. Über die Fertigstellung der kompletten Beschilderung informiert Sie die SaarpfalzTouristik in der Presse. Hauptwegweiser, Wanderwegepaten, Wanderwegemarkierungen Herzstück des Wanderwegekonzeptes sindHauptwegweiser, welche immer dort montiert werden, wo sich zwei oder mehrere Wanderwege kreuzen oder abzweigen. So ist es direkt vor Ort möglich, sich zu orientieren oder auch eine ganz eigene Route zu wandern. Denn die Wegweiser zeigen an, in welche Richtung und welcher Wanderwegemarkierung folgend man zu welchem Ort kommt, was man dort vorfindet und wie viele Kilometer den Wanderer noch vom Ziel trennen. „Das nimmt tatsächlich die meiste Zeit in Anspruch, denn jedes Schild wird einzeln definiert und zusammen mit der Gemeinde ausgearbeitet.“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Henn. Und dank der vielen Wanderwegepaten werden die Wege in den nächsten Monaten mit ZwischenMarkierungszeichen gut markiert. Bereits seit März dieses Jahres hat man mit der Beschilderung in sieben Kommunen des Naturparks SaarpfalzKreis begonnen. Insgesamt werden fast 500 dieser Wegweiser in Zusammenarbeit der SaarpfalzTouristik und der beauftragen Montagefirma Hausalit aus Saarbrücken in der Region von West nach Ost ausgebracht und montiert. Die Beschilderungsphase dauert bis in Spätjahr an. Es ist daher nicht gewährleistet, dass die neuenWanderwege immer durchgängigmarkiert sind. Unterschiedliche Zielgruppen: von Familien über Spaziergänger bis hin zu ambitioniertenWanderern „Das Wanderwegenetz erschließt unsere einmalige Natur und zahlreiche Sehenswürdigkeiten und es spricht unterschiedliche Zielgruppen an – von Familien über Spaziergänger bis hin zu ambitionierten Wanderern“, unterstreicht Landrat Dr. Theophil Gallo. Zu den Hauptwanderwegen des PfälzerwaldVereins und des SaarwaldVereins und den örtlichen Wanderwegen treten künftig auch eigens hervorgehobene „BliesgauTouren“, die besonders reizvolle kulturhistorisch oder naturkundlich interessante Routen markieren. „Die ‚BliesgauTouren‘ werden wir bald in Print und Onlinepublikationen bewerben“, so Wolfgang Henn, Geschäftsführer der SaarpfalzTouristik, „das ist für uns nicht zuletzt auch eine Frage des nachhaltigen Tourismus den die SaarpfalzTouristik verfolgt – denn umweltverträglicher und näher in der Natur als zu Fuß, lässt sich unser schöner SaarpfalzKreis kaumerkunden.“ Mehr als nur wandern– Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ Als weiteres Etappenziel strebt die SaarpfalzTouristik die Anerkennung als „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ an, denn zu einem tollen Wandererlebnis gehören neben den gut markierten Wegen auch gute Gastgeber, bei denenman nach einer Wanderung Rast machen sowie wanderfreundlich übernachten kann. Bereits zahlreiche Gaststätten und Hüttenmit schönenBiergärten laden jetzt schon zumVerweilen ein. Weitere Kriterien der „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ sind der Service im Bereich der Print und Onlineprodukte sowie der TouristInformationen und das nachhaltige Wegemanagement, um den höchsten Ansprüchen einer „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ zu genügen. Ein professionelles Wegemanagement wird seitens des SaarpfalzKreises zurzeit aufgebaut. Bereits einige Vereine und Initiativen unterstützen das Projekt undübernehmenPatenschaften für Wanderwege. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 645.650 Euro. Davon werden 95 Prozent im Rahmen der öffentlichen Förderung von touristischen Infrastrukturmaßnahmen durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr übernommen. Sie haben Lust, einen solchen neu beschilderten Weg einmal zu gehen und einzukehren? Besonders schön und in einem halben Tag zu erwandern ist der Gräfinthaler Klosterweg. Start der Tour ist der Parkplatz in Gräfinthal. Zu Beginn lohnt es sich zunächst das Örtchen inklusive Klosterruine und Taubenhäuschen anzuschauen. Der Klosterpfad führt weiter durch eine schöne Baumallee Richtung BliesmengenBolchen. Am Sonnenhof steigt der Wanderweg den Berg hinauf, weiter durch den Schorrenwald und überquert die L 238 (Vorsicht Autoverkehr). Der Wanderweg führt vorbei am hölzernen Heidekopfturm mit tollen Fernblick bis in die Vogesen. Weiter durch den Wald führt der Weg zum KulturlandschaftszentErfolgte Beschilderung amGräfinthaler Klosterweg In Kürze: Markierung: Bischofsstab Orange Länge: 10,9 km Gehzeit: 3,5 Stunden Start- und Ziel: Wanderparkplatz Gräfinthal, 66399Mandelbachtal Startpunkt ÖPNV: Ab Homburg, Blieskastel oder Kleinblittersdorf mit Buslinie 501, 507 oder R14 bis Haltestelle „Wingert“ BliesmengenBolchen, dann ca. 1Km (15min) Fußweg bis Gräfinthal Einkehr und Rast: Gräfinthaler Hof, Gräfinthal 6, 66399 Mandelbachtal; Telefon: 0 68 04 9 11 00; Internet: www.graefinthalerhof. de; Trattoria la Contessa, Gräfinthal 3, 66399 Mandelbachtal; Telefon: 0 68 04 9 94 01 44; VeBistro im Haus Lochfeld, 66399 MandelbachtalWittersheim, Telefon: 017687310143, email: nicoleschuh@ live.de. rum Haus Lochfeld. Es bietet seinen Besuchern vielfältige Möglichkeiten, Zusammenhänge in Natur, Umwelt undLandschaft des Bliesgau besser zu verstehen. Der Außenbereich kann jederzeit beWandern in der Region

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