Die Biosphäre im Sommer

9 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Juni – August 2022 Innovative Biosphäre ERLEBEN SIE GESCHICHTE GRENZENLOS IN FÜNF MUSEEN UND DEM WEITLÄUFIGEN AUßENGELÄNDE. EUROPÄI SCHER KULTURPARK B l i e s b r u c k - R e i n h e i m Eine Reise in die Vergangenheit zu den Römern und Kelten Ö nungszeiten: 15. März bis 31. Oktober, Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen 10 bis 18 Uhr. 1. Mai geschlossen Stiftung Europäischer Kulturpark Robert-Schuman-Str. 2, 66453 Reinheim Telefon (0 68 43) 90 02 11 info@europaeischer-kulturpark.de www.europaeischer-kulturpark.de sichtigt werden. Die schöne Terrasse mit großen Lindenbäumen lädt zur Rast ein. Das VeBistro verwöhnt Sie mit frisch zubereiteten, rein pflanzlichen Gerichten, aber auch mit ausgewähltem Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Weiter geht es über den Buchholzwald, vorbei am „Brudermannsfeld“ zurück zum Wallfahrtsort Gräfinthal. Wer möchte kann dann im Ort noch einkehren und den Tag gemütlich ausklingen lassen! Mehr Informationen zum Gräfinthaler Klosterweg: https://www.saarpfalz-touristik. de/touren/graefinthaler-klosterpfad-f7c042035b Bosch treibt mit Nachdruck den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und damit die Zukunft voran. Dabei spielt der Standort Homburg eine herausragende Rolle: „Auf demWeg zu einer klimaneutralen Zukunft müssen wir energieintensiven Branchen den Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglichen. Wasserstoff wird zu einemSchlüsselelement für die Versorgungssicherheit“, erklärt Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork, zuständig für Industrietechnik und Fertigungschef des Unternehmens. Boschbietet Technik für denWasserstoffeinsatz in unterschiedlichen Sektoren: Das Unternehmen entwickelt Brennstoffzellen fürmobile und stationäre Anwendungen, stattet Wasserstofftankstellenmit Kompressorenaus und erzeugt Wasserstoff in den eigenen Werken. Zudem plant Bosch, in das Komponentengeschäft für Elektrolyseure einzusteigen. „Wir bringen wasserstoffbasierte Technologien aus den Laboren in die industrielle Realität – auf die Straßen und in die Fabriken“, sagt Najork. Mit einem neu gegründeten Projekthaus macht Bosch seine Wasserstoff-Kompetenz anderen Unternehmen zugänglich. CO2-neutrale Produktion: Erster Wasserstoffkreislauf in Homburg Im Industrie 4.0-Leitwerk in Homburg zeigt Bosch, wie ein Wasserstoffkreislauf inder Fabrik der Zukunft aussehen kann: Ein Elektrolyseur produziert aus regenerativer Energie grünen Wasserstoff. Genutzt wird der Wasserstoff künftig für die Produktion und Mobilität: Brennstoffzellenfahrzeuge tankenWasserstoff, den Bosch-Technik zuvor komprimiert. Für industrielleProzesse wandelt die vonBosch entwickelte stationäre Brennstoffzelle Wasserstoff in Wärme und Strom um. Gesteuert werden die Energieflüsse in Homburg bedarfsorientiert mit Industrie 4.0-Software von Bosch – die Energy Plattform ist bereits in über 120 Werken des Unternehmens im Einsatz. Rund 90 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs von Bosch entfallen auf die Produktion. Hier setzt das Unternehmen an: „Wir verbessern kontinuierlich unseren CO2-Fußabdruck. Homburg als Industrie 4.0-Leitwerk übernimmt in unserem internationalen Fertigungsverbund eine Vorreiterrolle. Wir reduzieren vor Ort konsequent den Verbrauch an Energie, von der wir so viel wie möglich regenerativ gewinnen. An beiden Stellschrauben müssen wir drehen“, erklärt Najork. Wasserstofftankstellen: Bosch undMaximator Hydrogen kooperieren Bosch Rexroth und Maximator Hydrogen haben eine Lösung zur Kompression von Wasserstoff für Tankstellen, Speicher und Pipelines entwickelt, die auch imWerk in Homburg erprobt werden soll. Bis2030wollenBoschRexrothund Maximator Hydrogen die Technik für 4 000 Wasserstofftankstellen bereitstellen. Jede dritte Wasserstofftankstelle weltweit soll dann über Bosch-Komponenten verfügen. „Die Industrie ist Wegbereiter für eine klimaneutrale Zukunft. Industrietechnik von Bosch liefert wichtige Bausteine für die sektorübergreifende ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Najork. Bosch Rexroth bietet für Wasserstoffkompressoren wartungsarme, skalierbare Systemlösungen mit elektrohydraulischen Antrieben, Leistungselektronik und automatisiertem Dichtungswechsel. Antriebseinheiten von aktuell 75 bis 250 Kilowatt stellt das Unternehmen zur Verfügung. Tankstellenbetreibern ermöglicht dies einen kostengünstigen Einstieg in die Wasserstofftechnologie und eine bedarfsgerechte Anpassung. Die neuen containerbasierten Verdichter haben das Potenzial, die Gesamtkosten für Betreiber um die Hälfte gegenüber am Markt verfügbarer Alternativen zu senken. Bosch und Maximator Hydrogen leisten so einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Nutzung von grünemWasserstoff in Pkws, Nutzfahrzeugen, Bussen und Zügen. Dezentrale Stromproduktion: Brennstoffzellen zur Versorgungssicherheit Der Energiebedarf steigt. EineHerausforderung ist es, die schwankende Verfügbarkeit erneuerbarer Energien abzusichern. Hierbei können stationäre Festoxidbrennstoffzellen helfen: Die dezentralen „Kleinkraftwerke“ werden flexibel am Ort des Verbrauchs eingesetzt; ideal für eine effiziente Energiegewinnung in Industrie und Gewerbe. Im Werk in Homburg kommt jetzt eine Brennstoffzellenanlage in einem sektorgekoppelten Wasserstoffkreislauf zum Einsatz. Insgesamt sind bereits über 50 stationäre Brennstoffzellen von Bosch an eigenenStandortenoderbeiKunden in Betrieb. Jede dieser Anlagen ist mit dem Internet der Dinge verbunden. Über den kompletten Lebenszyklus der Brennstoffzellen fließen Daten in die Cloud. Es entstehen digitale Zwillinge, die die Echtzeitüberwachung einzelner Geräte ermöglichen. Mit der Serienfertigung stationärer BrennBosch Homburg führend bei Wasserstoff Wasserstoff-Offensive von Bosch – Technik für klimaneutrale Fabriken und CO2-freien Verkehr stoffzellen will Bosch 2024 starten. Angesiedelt werden soll die Produktion an den Bosch-Standorten Bamberg, Homburg und Wernau. Das Bosch-Werk Homburg von oben. Foto: Bosch

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