Die Biosphäre im Frühling

Kostenlos – zumMitnehmen! Wandern mit Bus und Bahn Die Junge Biosphäre „Erlebnisreich“ – neue Urlaubsangebote 7. Jahrgang | Ausgabe 1 März – Mai 2022

2 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Von Barrierefreiheit profitieren alle Seit den 90er Jahren ist das Thema „Barrierefreiheit“ zunehmend ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Bei öffentlichen Bauvorhaben geht es meist umdie Unterstützung beeinträchtigter Menschen, die demographische Entwicklung rückt das barrierefreie Bauen undWohnen aber auch imprivaten Bereich in den Vordergrund. Schließlich wird sich in Deutschland nach Prognosen des statistischen Bundesamtes die Zahl der 80jährigen und Älteren von heute nicht ganz vier Millionen auf zehnMillionen im Jahr 2050 nahezu verdreifachen. Auch für Familienmit kleinen Kindern ist Barrierefreiheit ein Thema. Mit einemKinderwagen oder mit einem Rollstuhl Treppen hoch oder runterzukommen ist kein großer Unterschied. nengrabes in Reinheim sind uneingeschränktmit Rollstühlenbefahrbar. Die etwa 2000 Jahre alte römische Villenanlage ist aus bauhistorischen Gründen mit ihren Mauerschwellen und Stufen nur bedingt mit Rollstühlen zu befahren. Hier erleichtert der Outdooradapter den Besuch. Die behindertengerechte Toilette im Museum Jean Schaub ist durch einen Fahrstuhl zu erreichen. Sie ist mit Abluft- und Duschfunktion sowie mit Warmlufttrocknung ausgestattet. Auch in der Taverne Reinheim steht eine behindertengerechte Toilette ebenerdig zur Verfügung. Im Ausstellungszentrum Bliesbruck können die Toiletten ebenerdig erreicht werden. Zudem sind hier die Empfangstheke und die Vitrinenbeschriftungen an die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angepasst. Mehrere Sitzgelegenheiten, die imgesamten Parkgelände und den musealen Bereichen verteilt sind, garantieren die Möglichkeit zwischendurch zu entspannen, die Aussicht zu genießen und den Besuch in der eigenen Geschwindigkeit zu gestalten. Eine Reise wert ist auch der Blumengarten in Bexbach. Ausreichend viele und große Parkplätze sowie breite und ebene Wege machen es allen Besuchern leicht, die Pflanzen- und Gulliverwelt zu erDie neuen Busse imSaarpfalz-Kreis sind barrierefrei. Foto: Giusi Faragone Was genau ist Barrierefreiheit? Barrierefreiheit ist auf jeden Fall weit mehr als man als Laie denkt. Ziel des barrierefreienBauens beispielsweise ist, einen Lebensraum so zu gestalten, dass sowohl dem Bedarf von Menschen mit Behinderungen als auch den Realitäten des Älterwerdens und den damit verbundenen Funktions- und Fähigkeitseinschränkungen Rechnung getragen wird. Barrierefreiheit soll es allen Menschen ermöglichen, in jedemAlter, gleichberechtigt, selbstbestimmt und unabhängig zu leben und gleiche Pflichten zu erfüllen. Touristische Betriebe könnenmit barrierefreiem Tourismus punkten Mit demZiel, barrierefreies Reisen zuverlässig zu ermöglichen, ist vor einigen Jahren das Projekt „Reisen für Alle“ initiiert worden. Unterstützt durch zahlreiche TourismusorganisationenundVerbände, die Menschen mit Einschränkungen vertreten, wurde ein bundesweit gültiges Kennzeichnungssystem für Barrierefreiheit entwickelt und eingeführt. Dafür gibt es auch gute ökonomische Gründe: „In Deutschland leben etwa 10 Mio. Menschen mit einer Behinderung. Sie reisen deutlich weniger als derDurchschnitt der Bevölkerung. Es fehlt an barrierefreien Angeboten sowie an detaillierten, verlässlichen Informationen über deren Nutz- und Erlebbarkeit“, so die Info auf demWebportal. Genau hier setze das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ an: Mit ihm könne die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Freizeiteinrichtungen und touristischen Angeboten detailliert beschrieben und geprüft werden. So wird die Reiseplanung für Alle deutlich erleichtert: „Barrierefreier Tourismus ist eines der wenigen Segmente mit Wachstum und großem ökonomischen Potenzial. Deshalb ist es wichtig, Angebote transparent dorf, auf dem 150 Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten, einen Erlebnis-Weg in Leichter Sprache und eine Lauschtour (auch in Gebärdensprache). Vor allem bei den Parkplätzen¸ Ein- und Zugängen, bei der Ausstattung der Zimmer und Bäder, Aufzügen, Tischhöhen, Bewegungsflächen, bei Veranstaltungen und Touren, die von dort organisiert werden, machen sich die Betreiber viele Gedanken. Ähnlich sieht es beim Europäischen Kulturpark an der Grenze zu Frankreich aus: Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim ist in weiten Teilen auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität erschlossen. In den Eingangsbereichen des Museums Jean Schaub, des Fürstinnengrabes sowie im Ausstellungszentrum Bliesbruck stehen Rollstühle zur Ausleihe bereit. Die Wege durch das Parkgelände sind durchgehend befestigt und zum Teil gepflastert. Im Info-ZentrumMaison Jean Schaub kann ein Outdoorrad-Adapter ausgeliehen werden,mitdemauch imRollstuhl die Wiesen- und Kieswege leicht überwunden werden können. Das Rad ist passend für alle gängigen Rollstuhlmodelle und lässt sich einfach an den Rahmen anbringen. DasMuseum Jean Schaub und die Rekonstruktion des Fürstinkunden. Und auch das Bergbaumuseum, verbunden mit einer Unter-Tage-Schachtanlage ist teilweise für Besucher mit Handicap mit Hilfe gut begehbar. Nicht zu vergessen der grandiose Ausblick im siebten Stockwerk des Hindenburgturms. Dass die Infostellen in Homburg und Blieskastel barrierefrei zubegehensind, ist selbstverständlich. Julia Saar, die in der Region die zertifizierten Partnerunternehmen betreut meint dazu: „Nachhaltigkeit ist bei den Biosphären-Partnern ein zentrales Leitmotiv. Dabei spielt die soziale Komponente ebenfalls eine wichtige Rolle. Barrierefreie Angebote sind, heute wie auch in Zukunft, stark nachgefragt.“ Lauschen und Entdecken– die Lauschtour App Insgesamt acht Lauschtouren laden die Besucher in der BiosphäreBliesgauzueiner ganzbesonderen Entdeckertour ein. Geschichte und Natur werden durch eine Audio-Guide-App erlebbar. Sie führt Gäste und Einheimische informativ und kurzweilig durch die acht Gemeinden und Städte der Region. In der Blieskasteler Innenstadt dreht sich die Tour um das Thema Barock und in Kirkel kann rund um einen der schönsten Wanderwege der Region, dem Felsenpfad, die Natur sowie die Burg erkundet werden. Im Mandelbachtal führt eine Biosphärentour rund ums Kultur- und LandschaftszentrumHaus Lochfeld. Im beschaulichen Bliesbruck-Reinheim kann der Europäische Kulturpark mit der Lauschtour entdeckt werden. In Bexbach dreht sich alles um das Thema Bergbau und in Homburg wird die Festung auf demSchlossberg erkundet. Die Biosphärenstadt St. Ingbert lockt mit der Lauschtour in die Innenstadt und auf dem Wintringer Hof kann derModell-Hof für nachhaltigen Biolandbau und Inklusion entdeckt werden. Die App ist vergleichbar mit Hörtouren, wie sie beispielsweise in großen Museen angeboten werden. Sie ist darüberhinaus imRahmen des „Netzwerks Hören“ dank Gebärdendolmetscher auch für hörbeeinträchtigte und gehörlose Menschen geeignet. Nutzen kann die Lauschtour jeder, der ein Smartphone besitzt. Ambesten die entsprechende kostenfreie App Zuhause über Android oder Apple herunterladen und schon kann es losgehen; unabhängig von Führungen und Zeiten sowie, dank des Offline-Modus, auch ohne Internetempfang vor Ort an den Lauschpunkten. Verlaufen kann man sich kaum, denn Schilder an den einzelnen Stationenweisen einemdenWeg. Spielteilnahme ab 18 Jahren · Glücksspiel kann süchtig machen · Infos unter www.saartoto.de Kostenlose Hotline der BZgA 0800 1 372700 · Gewinnwahrscheinlichkeit Gewinnklasse 1 = 1 : 250.000 Das süße Sommer-Los · Gewinne bis zu 3.000 € 1€ Lospreis Wieder da! zu machen und für ein barrierefreies Rundum-Sorglos-Paket zu sorgen“, so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, nachdem sich das Saarland dem deutschlandweit einheitlichen Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ anschloss. Alle Betriebe entlang der touristischenDienstleistungskettekönnensichhier zertifizieren lassen. Alle, die sich umMenschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer, Menschen mit HörbehinderungundGehörlose,Menschen mit Sehbehinderung und Blinde sowieMenschenmit kognitiver Behinderung Gedanken machen und eine Situation schaffen möchten, von der Unternehmen wie auchGäste profitieren. Barrierefreiheit im Biosphärenreservat Bliesgau Im Biosphärenreservat Bliesgau ist das Thema seit einiger Zeit zu einem Schwerpunkt geworden. Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten, Besitzer von Ausflugszielen, Städte und Gemeinden, Touristikdienstleister, sie alle entwickeln ständig neue Angebote für diese Zielgruppe. So gibt es beispielsweise auf dem Wintringer Hof, einem Biobauernhof sowie Hotel- und Gastronomiebetrieb bei Kleinblitters­

3 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Barrierefreie Biosphäre ImEuropäischen Kulturpark entsteht ein barrierearmer kleiner Wanderweg. Foto: Eike Dubois gen zur konkreten Planung eines barrierefreien Urlaubs. Neben den Grundlagen und Rahmenbedingungen von „Reisen für Alle“ enthält die 28-seitige Broschüre auch Informationen zu touristischen Attraktionen, Übernachtungsbetrieben und Restaurants mit Zertifizierung, Tipps zu Mobilitäts- und Serviceangeboten, Ausflügen und Veranstaltungen. Die Broschüre „Entdecke grenzenlose Schönheit – Reisen im Saarland“ kann kostenlos unter www.urlaub.saarland als PDF-Datei angesehen oder als Printprodukt bei der Tourismus Zentrale Saarland per Telefon unter 0681 927 200 oder Mail an info@tz-s.de angefordert werden. www.barrierefreies. saarland Alle Infos zu den Lauschtouren finden Sie hier: https://www.saarpfalztouristik.de/erlebnisse/ freizeittipps/lauschtouren NetzwerkHören vereint medizinische Kompetenz und Tourismus Aufgrund der international anerkannten medizinischen Kompetenz und der intensiven Kooperation von Medizin und Forschung beim Schwerpunkt Hören wurde das Netzwerk Hören 2015 als Motor für den Medizin- und Gesundheitstourismus im Saarland gegründet. Neben der medizinisch-therapeutischen Versorgung soll der Urlaub für hörbeeinträchtigte Menschen und ihre Angehörigen erleichtert werden. Das Universitätsklinikum des Saarlandes mit der HNO-Klinik, die MediClin Bosenberg Kliniken St. Wendel, die Tinnitustherapie- und Hörzentrum GmbH Neunkirchen, Auveo Hörgeräte und Kerstin Ritter Hörgeräte, die Systems Neuroscience & Neurotechnology Unit der Hochschule fur Technik undWirtschaft des Saarlandes sowie die Tourismus Zentrale Saarland machen gemeinsame Tourismusangebote wie barrierefreie Führungen, Workshops, Kulinarik, Touren . . . Neue Busse für die Region Der öffentliche Nahverkehr soll attraktiver werden. Ein Bestandteil, der dazu beiträgt, sind die Busse in der Region. Der Saarpfalz-Kreis und die Stadt St. Ingbert haben in den letztenMonaten viel dafür getan, dass das Busfahren noch entspannter und komfortabler wird. Die Busse verfügen über komfortable Sitze, einenmodernen Innenraumund ein ansprechendes Ambiente. In der Busmitte befindet sich nun standartmäßig ein großer Mehrzweckbereich, der ausreichend Platz für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, aber auch für Kinderwagen, Fahrräder und E-Scooter bietet. Die Barrierefreiheit der Bussewird durch die besondere Bauart und die Ausstattung erreicht, die der Saarpfalz-Kreis in allen Standart-Linienbussen vorschreibt. Durch eine Absenkfunktion können Fahrgäste an den Haltestellen fast ebenerdig in den Bus steigen. Möchten Rollstuhlfahrer*innen einsteigen, kann über eine Taste an der hinteren Tür von außen ein Signal an den Fahrer gegeben werden, sodass dieser die Rollstuhlrampe ausklappen kann. Dadurch wird ein Einstieg problemlos möglich. Über eine weitere Taste im Mehrzweckbereich im Bus kann der Busfahrer dann beim Ausstieg wieder darüber informiert werden, dass die Rampe ausgefahrenwerdenmuss. ImBusinnern ist ein stufenloser Durchgangvonvorne bis zudenhinteren Sitzreihen gewährleistet. Den Fahrgästen wird zudem eine Fahrgastinformation geboten, die innerhalb der Busse auf zukünftige Haltestellen hinweist. Dies geschieht über einen Bildschirm sowie über akustische Haltestellenansagen. Zusätzliche Haltewunschknöpfe und Haltestangen in Signalfarben gehören ebenfalls zur Ausstattung. Um auch im Sommer eine angenehme Fahrt zu gewährleisten, sind alle Fahrzeuge mit Klimaanlage ausgestattet. Weitere Luftzufuhr wird über zwei elektrische Dachluken sichergestellt, die sich über einen Sensor bei Regen selbst schließen. Umdas Sicherheitsgefühl der Fahrgäste weiter zu stärken, sind im Innenraum vier Kameras angebracht. Über diese hat der Busfahrer perfekte Einsicht in den gesamten Bus. LED-Scheinwerfer am Fahrzeug erhöhen die Sicherheit für Fahrer und Fahrgäste, genauso wie zusätzliche Funktionen, beispielsweise die Leerlaufabschaltung. Eigene Homepage für barrierefreies Reisen Einige der touristischen Angebote sind für Touristen oder Einheimische mit Einschränkungen eigenständig erlebbar. Manchmal ist auch die Unterstützung einer Begleitperson vorteilhaft. Die Saarpfalz-Touristik hat für das Thema Barrierefreiheit eine eigene Landing-Page entwickelt. Auf der Seite www.saarpfalz-touristik. de/planen-buchen/ barrierefreies-reisen finden Interessierte ausführliche Informationen zu den Angeboten, auch gestaffelt nach den unterschiedlichen Handicaps. Bitte informieren Sie sich vorher auch bei den Einrichtungen, inwiefern sie für IhreBedürfnisse geeignet sind! Neue Broschüre Die Tourismus Zentrale Saarland hat eine neue kostenfreie Broschüre zur Planung und Gestaltung eines barrierefreien Urlaubs im Saarland veröffentlicht, denn nicht allen Menschen fällt das Reisen gleich leicht. Für Personen mit Beeinträchtigungen kann jeder Aspekt der Urlaubsplanung zu einem Hindernis bei der Suche des passenden Reiseziels sein. Die Broschüre „Entdecke grenzenlose Schönheit – Reisen im Saarland“ ist in einfacher Sprache formuliert, um auch bei der Verständlichkeit für Barrierefreiheit zu sorgen. Die Broschüre liefert zudem Inspiration für den Saarlandurlaub mit vielen nützlichen Hinweisen und Empfehlun­

4 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Wanderbarer Bliesgau Rechtzeitig zur Frühlingswandersaison hat der Bereich ÖPNV & Mobilität des Saarpfalz-Kreises zusammen mit der Saarpfalz-Touristik die Wanderbroschüre „Wandernmit Bus und Bahn“ in einer überarbeiteten Neuauflage herausgegeben. Die Broschüre in dem Din-lang-Format zeigt die schönsten Wandertouren im Bliesgau, die auch ohne das Auto zu erreichen sind. In der Wanderbroschüre sind viele Routen beschrieben, die anBushaltestellenundBahnhöfen oder zumindest in deren unmittelbarer Nähe beginnen und enden. Somit könnenWanderer längere Strecken- und Rundwanderungen unternehmen, ohne das Auto zur Anreise benutzen zu müssen. Die Touren reichen vomHöcherberg im Norden bis nach Sarreguemines im Süden. „Mit dieser Broschüre“, so GeschäftsführerWolfgang Henn von der Saarpfalz-Touristik „zeigt sich wieder einmal, wie reichhaltig das Wanderwegenetz imBiosphärenreservat Bliesgau fürWanderfreunde und Erholungssuchende ist“. „Ausgezeichnet“Wandern auf fünf Premiumwegen Das Biosphärenreservat Bliesgau bietet sowohl erfahrenen und sportlichen Wanderern als auch Familien sowie Genuss-Wanderern viel Abwechslung auf gut markierten Wanderwegen. Hier kann man „ausgezeichnet“ wandern: fünf Premiumwanderwege lassen keine Wünsche offen. ObkurzeHalbtageswanderungenoder schöne Wandertouren auf Themenwegen wie dem Mariannenweg, oder dem Bliessteig – die Wanderer können aus einem vielfältigen Angebot die Tour heraussuchen, die für sie ambesten passt. Die Broschüre kann kostenfrei an vielen Stellen im Saarpfalz-Kreis und darüber hinaus z.B. bei der Saarpfalz-Touristik in Blieskastel, an den dezentralen Infostellen der Mobilitätszentrale, z.B. in den Tourist Infos in Homburg und Blieskastel, vielen Rathäusern und Informationsstellen im Saarland bezogen werden. Eine telefonische Bestellung ist möglich unter 06841 / 104 7174 (Saarpfalz-Touristik). Im Internet können die Broschüren unter https://www.saarpfalz touristik.de/service/prospektbestellung/kostenfreie-prospekte (Saarpfalz-Touristik) heruntergeladen werden. Das Biosphärenreservat Bliesgau verfügt über ein gut ausgebautes Bus-Netz und mehrere Bahnhaltepunkte. Neben den Regionalbahnen fahren die RegioPlusBus-Linien R6, R7, R10, R14 sowie die Kreisbuslinien 501, 504, 505, 506, 508 und 547 unter der Woche und größtenteils auch am Wochenende im Taktverkehr. Insbesondere der „Biosphärenbus“ 501 von Homburg über Blieskastel und Reinheim bis Kleinblittersdorf fährt jeden Tag durchgängig im Stundentakt. Er bindet u.a. den Europäischen Kulturpark und drei Premiumwandertouren direkt an. Im Jahr 2014 wurde er bundesweit mit einer Auszeichnung im Rahmen des Fahrtziel-Natur-Awards der DB prämiert. Fahrplanauskünfte: www.saarfahrplan.de, „Saarfahrplan-App“ oder telefonisch bei der saarVV Hotlinie 06898/ 500 4000 Wandern mit Bus und Bahn im Biosph Neuauflage der Wanderbroschüre Mit demBus nach Habkirchen durch die Biosphäre Bliesgau. Foto: Eike Dubios, Saarpfalz-Touristik Wandern durch die Barockstadt Blieskastel. Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Touristik Bexbach, Grubenweg Nordfeld. Foto: Wolfgang Henn Blieskastel, Würzbacher Weiher. Foto: Roman Schmidt

5 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 ärenreservat Wandern imBliesgau. Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Touristik Mit demBiosphärenbus nachWolfersheim. Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Touristik Homburg, Wanderung Schlossberg-Tour. Foto: Eike Dubois, Saarpfalz-Touristik Weinstöcke an der Burg Kirkel. Foto: Alexander Kleinschmidt, Saarpfalz-Touristik Kloster Gräfinthal inMandelbachtal. Drohnenaufnahme von Eike Dubois Rast auf der Tafeltour. Foto: ManuelaMeyer, Saarpfalz-Touristik

6 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Sport & Freizeit in der Biosphäre Mehr dazu unter www.johnen-gruppe.de Pfaffentalstraße 78 a, 66399 Ommersheim Telefonische Terminvereinbarung: (06803) 1657 www.kleintierpraxis-im-pfaffental.de KLEINTIERPRAXIS im Pfaffental Dr. med. vet. Claudia Biewald Dr. med. vet. Nina Jürgens Die Kleintierpraxis mit großem Leistungsspektrum: Internistik • Kardiologie Zahnheilkunde • Chirurgie Schwimmen ist gut für die Gesundheit, das ist landläufig bekannt. Um davon zu profitieren, ist es nicht einmal nötig, enorme Strecken zu absolvieren. Der positive Effekt auf die Gesundheit wird schonmit kleinemAufwand erreicht: etwa durch den regelmäßigen Besuch imBlieskasteler Hallenbad – und das bei besten Bedingungen, ganz gleich, ob es regnet oder schneit. Bereits wenige Bahnen am Anfang reichen aus, um Muskeln und Kondition gleichermaßen zu trainieren. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: dann vergrößert sich Für Gesundheit und Fitness bis ins hohe Alter Ganzjährig aktiv sein und Sport treiben im Freizeitzentrum das Volumen des Herzens, die Herzfrequenz sinkt und die Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus steigt. Auch um einige Pfunde zu verlieren, ist Schwimmen bestens geeignet. Studien zeigen, dass der Energie- und Fettverbrauch dabei fast genauso hoch ist, wie beim Radfahren und nur leicht unter demWert fürs Laufen liegt. Dazu kommt, dass das Wasser einen Großteil des Körpergewichts trägt. So eignet sich die Sportart auch für Personen mit Übergewicht oder mit Gelenkproblemen. Das macht den EinRein ins Vergnügen! Freizeit Zent rum Bl ieskastel Ha l l enbad F r e i b a d S a u n a b i S t r o Rein ins Vergnügen! Freizeit Zent rum Bl ieskastel www.freizeitzentrum-blieskastel.de Unser Bad ist wichtig, ummit Wassergymnastik fit zu bleiben. stieg beim Schwimmen deutlich leichter. Ein guter Tipp zum Beginn ist der Besuch eines Aquafitnesskurses im Hallenbad. Was früher unter dem Namen Wassergymnastik bekannt war, hat sich zu einem echten Trend entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Bewegung im Wasser. Mit und ohne Gerät wird der Auftrieb des Wassers genutzt, was es für Ungeübte, Übergewichtige und unsichere Teilnehmer so interessant macht. Zudemist Aquafitness für jedes Alter geeignet, unabhängig vomLeistungsstand. Nicht ohne Grund sind die Wassergymnastik-Stunden mit bis zu 50 Besuchern pro Woche so beliebt. Und das nicht nur, weil die Teilnahme kostenlos und bereits mit dem Eintrittspreis abgegoltenist. Für Interessiertehat Bernhard Wendel, Geschäftsführer des Freizeitzentrums Blieskastel, einen Tipp: einfach mal vorbeikommen und mitmachen. Für Ambitionierte und Fortgeschrittene gibt es auch Intensiv-Aquajogging-Kurse, bei denen sich die Teilnehmer unter kundiger Leitung gegen eine geringe Kursgebühr in Höhe von 2,50 Euro zusätzlich zum Eintrittspreis so richtig auspowern können. In jedemFall ist das Blieskasteler Bad ein guter Anlaufpunkt, um sportliche Ziele zu verfolgen und etwas für die Gesundheit zu tun. Bliesaue 1 | 66440 Blieskastel | Tel. Info: 06842 2444 | Tel. Bistro: 06842 7060244 | www.freizeitzentrum-blieskastel.de

7 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Projekte in der Region Lob, Anerkennung und eine hohe Qualität versicherte die Jury des deutschen MAB-Nationalkomitees (Man and the Biosphere Programme, MAB) allen Aktiven im Biosphärenreservat Bliegau. Drei Jahre hat die Überprüfung des Biosphärenreservates Bliesgau durch die UNESCO coronabedingt gedauert. Nun hat der Vorsitzende des deutschen MAB-Nationalkomitees der saarländischen Landesregierung und dem Biosphärenzweckverband Bliesgau die Urkunde zur Verlängerungder Anerkennung überreicht. Große Freude von Seiten des Umweltministers Reinhold Jost: „Ich bin stolz auf die Arbeit der Akteure vor Ort und alle, die dieses Projekt mit begleiten und fördern. Vor allem aber freue ich mich für die Menschen inderBiosphäre, die erkannt haben bzw. zunehmend erkennen, in welchem Schatzkästchen der Natur sie leben und welche Chancen die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat für die nachhaltige Entwicklung „Habemus Biosphäre“ Urkunde bestätigt Erfolg der Biosphäre Bliesgau „Habemus Biosphäre“ -mit diesen lateinischenWorten, frei übersetzt, „Wir haben sie, die Biosphäre“, freuten sich Umweltminister Reinhold Jost, Landrat Dr. Theophil Gallo und zahlreiche Biosphärenakteure über die erfolgreiche Verlängerung der Anerkennung der Biosphäre Bliesgau. der ganzen Region bietet.“ Verbandsvorsteher Landrat Dr. Theophil Gallo gab noch einmal zu bedenken, dass die Entwicklung eines solchen Reservates und dessen Evaluierung kein Selbstläufer sei und die Region in den nächsten zehn Jahrenweiterentwickeltwerden müsste. Schwerpunkte hatte die UNESCO dafür bereits vorgeschlagen: Rechtlicher Status der Pflegezonen, weitere Wegekonzeptionen und ein umfangreichesMonitoring in den Kernzonen sowie die weitere Förderung der Ökolandwirtschaft. Die Landesregierung hat mit ihrem einstimmigen„Ja“zurWeiterentwicklung erste Schritte und sehr gute Rahmenbedingungen für die Zukunft bestätigt. Was es zur Weiterentwicklung unbedingt benötige, sei die Bevölkerung, die sich mit einbringenmüsse, waren sich die Akteure einig. Die Menschen vor Ort könnten durch die regionaleWertschöpfung, die weiterhin ansteigen werde, profitieren, so Dr. Stefan Lütkes, Vorsitzender des deutschenMAB-Nationalkomitees. Bilanz und Ausblick– Neues Buch „10 Jahre UNESCO-Anerkennung Biosphärenreservat Bliesgau“ erschienen Eine neue Buchpublikation „10 Jahre UNESCO-Anerkennung Biosphärenreservat Bliesgau“dokumentiert und würdigt noch einmal dasEngagement derModellregion. Denn: Pioniergeist und Aufbruchstimmung gehören naturgemäß zu den Wesensmerkmalen der Biosphärenreservate. Die Aktiven treten an, um Lösungen für eine gute Zukunft vonMensch und Natur zu entwickeln. Davon berichtet auch das neue Buch. Es umfasst 216 Seiten, sein Dreh- und Angelpunkt ist die erfolgreiche Überprüfung des Biosphärenreservates Bliesgau, zehn Jahre nach seiner UNESCO-Anerkennung. In der buchstäblichen Mitte der Publikation findet sich deshalb der Fortschrittsbericht (der so genannte „Evaluationsbericht“) an die UNESCO wieder. Er wurde vom Biosphärenzweckverband Bliesgau erstellt und vom Ministerium für UmweltundVerbraucherschutz im Jahr 2019 eingereicht. DemBericht folgen auf den nächsten Seiten die beiden Originalbeurteilungen, erstellt vom deutschen MAB-Nationalkomitee und dem internationalen Koordinierungsrat der UNESCO in den Jahren 2020 und 2021. Beeindruckende Grußworte schrieben die polnischen Partneraus den Biosphärenreservaten Ostkarpaten und Roztocze. Die Realisierung des Buches konnte dank einer finanziellen Unterstützung der Saarland-Sporttoto GmbH, des Saarpfalz-Kreises und der Kreissparkasse Saarpfalz erfolgen. Das Buch ist gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro (zzgl. Versandkosten) in der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes erhältlich. (E-Mail: info@biosphaerebliesgau.eu, Tel. 06842 960090). Soja-Produkte sind mittlerweile nichtmehr nur eine Alternative für Vegetarier und Veganer, sondern füllen ganze Regale in Bio- und Supermärkten. Normalerweise stammt die Hülsenfrucht aus wärmeren Gebieten in Äquatornähe, aber der Blieskasteler Bio-Händler MartinDauber und Landwirtssohn Alexander Welsch hatten im letzten Jahr eine Idee: Bliesgau-Tofu heimischer Soja. Bliesgau-Tofu aus heimischer Soja Die Initiative ging von Familie Dauber selbst aus, als Reaktion auf die immer größer werdende Nachfrage nach regionalen und vegetarischen Produkten – Bärbel und Martin Dauber sehen in regionalen ökologischen Produkten schon lange die Zukunft ihres Biomarktes im Herzen der Biosphäre Bliesgau – und da sie selbst gerne Tofu essen. Anbau: Landwirt Alexander Welsch, Produktion: Martin Dauber undMichael Willig-Bauer MitAlexanderWelschhabensieeinen experimentierfreudigen Partner an ihrer Seite, der bereit war, in Rubenheim rund zwei Hektar Soja anzubauen. Soja wurde hier zuvor nur versuchsweise in kleinen Mengen als Tierfutter angebaut. Die Sorte Tofina, die vom Biotofu-Marktführer Taifun und der Universität Hohenheim speziell für die Tofu-Produktion gezüchtet wurde, ist robust, proteinreich und auf die klimatischen Bedingungen im Bliesgau angepasst. Ende April ausgesät, sah es im Juni noch eher schlecht aus: Der Frühling war zu kalt und Vögel hatten Samen aufgepickt. Dann wurde es für einige Wochen trocken. Welsch hätte keine fünf Euro auf eine erfolgreiche Ernte gesetzt. Der ausnahmsweise regenreiche Sommer hatte zwar dem Großteil des Getreides geschadet, die Sojaernte war letztenEndesaber imRahmen. Hohe Qualität bei der Probeproduktion Für die eigene Produktion hat sich Martin Dauber eine Tofumaschine angeschafft, die bis zu 50 kg in der Stunde herstellen kann. Mit Lebensmitteltechniker Michael Willig-Bauer, der sein Handwerk bei dem größten Tofuproduzent in Deutschland erlernte, hat der Bio-Händler zudem einen erfahrenen Fachmann an seiner Seite. Derzeit läuft die Probeproduktion. Die ersten Fuhren wurden unter den Mitarbeitern, in der Familie und imBekanntenkreis verköstigt – mit großartiger Resonanz. „Unsere Freunde reißen uns den Tofu aus den Händen“, freut sich MartinDauber. „Er ist ganz locker, fast schon von japanischer Qualität. So wie Tofu sein sollte“, so der Biohändler weiter. Geplant ist, dass der Bliesgau-Tofu ab April, als unverpackte Frischware, bei Naturkost Dauber in So geht Nachhaltigkeit. Bliesgau-Tofu aus heimischemSoja. Foto: Martin Dauber Blieskastel sowie im regionalen Großhandel verfügbar ist. Auch einige Biomärkte und Restaurants imUmkreis haben bereits ihr Interesse bekundet. Ziel: Nachhaltigkeit imweitesten Sinne Das Ziel dabei ist es, nicht nur ein leckeres Lebensmittel aus hochwertiger Rohware herzustellen, sondern auch eine ökologische, ressourcenschonende CO²-neutrale Herstellung durch Bioanbau, kurze Wege vom Hof zur Produktion, einemitÖkostrombetriebene Maschine sowie die Vermeidung von Verpackungsmüll zu gewährleisten. Außerdemwerden sowohl die regionaleWertschöpfung–attraktive Endverbraucherpreise für jeden Geldbeutel und gute Arbeitsplätze – sowie der saarländische Leitspruch „Hauptsach gudd gess“ beherzigt. (V.l.n.r.:) Verbandsvorsteher Landrat Dr. Theophil Gallo, der Vorsitzende des MAB-Nationalkomitees Dr. Stefan Lütkes, Umweltminister Reinhold Jost und Geschäftsführer Dr. GerhardMörsch bei der Überreichung der Urkunde. Foto: Anita Naumann | Biosphärenzweckverband Bliesgau Zur erfolgreichen Evaluierung entstand auch ein beeindruckendes Buch. Bild BZV

8 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Städte und Gemeinden in der Biosphäre Nachhaltige Städte und Gemeinden – das Thema von Nachhaltigkeitsziel 11 (oder Sustainable Development Goal – SDG 11) klingt zunächst einmal nicht so, als ob es in Großschutzgebieten eine Rolle spielen würde. Geht es doch unter anderem darum, den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum sicher zu stellen, die „Verstädterung“ nachhaltiger zu gestalten oder um bezahlbaren und nachhaltigen öffentlichen Verkehr für alle zu ermöglichen. Außerdem geht es um die Senkung der von Städten ausgehenden Umweltbelastungen und den Zugang zu Grünflächen zur Erholung und Verbesserung des Stadtklimas. Und damit bewegt sich das SDG 11 dann doch wieder voll im AufgabengebietvonGroßschutzgebieten – insbesondere von UNESCO-Biosphärenreservaten, die sich ja als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung verstehen. Denn heutzutage leben mehr als 50% Nachhaltige Städte und Gemeinden der Weltbevölkerung in Städten – was wäre also dringlicher, als hier nachhaltige Lösungen zu finden? Gerade im Biosphärenreservat Bliesgau, das sich unter den deutschen Biosphärenreservaten eben dadurch auszeichnet, dass es dichterbesiedelt ist alsalleanderenund dass es sowohl städtische als auch sehr ländliche Bereiche auf relativ kleinem Raum umfasst, sind Projekte zur Weiterentwicklung der städtischen Strukturen gefragt. Unsere Städte und Gemeinden sind in diesem Bereich seit Jahren sehr aktiv: So nutzt z.B. die Stadt Blieskastel im Rahmen ihres Projektes „Essbare Biosphärenstadt“ innerstädtische öffentliche Flächen zum Anbau von Nutzpflanzen, um der Bevölkerung die ThemenNaturundbiologischeVielfalt sowie den Wert von Obst, Gemüse und Kräutern für die Ernährung und Gesundheit nahe zu bringen. Auch das „Jahr der Bienen“ und der Gartenwettbewerb der Stadt St. Ingbert leisten hier wertvolle Beiträge. Letztlich sind auch Förderprojekte, an denen der Biosphärenzweckverband beteiligt ist, wie der „Masterplan 100% Klimaschutz“ und das von der EU geförderte Projekt ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas – CO2-neutrale Großschutzgebiete) wichtige Beiträge des Biosphärenreservates Bliesgau zur Umsetzung von SDG 11. Und als Fairtrade-Kreis setzen sich der Saarpfalz-Kreis und die Fairtrade-Städte Homburg, Blieskastel, Kirkel und St. Ingbert für nachhaltigen Konsumein. Falls Sie weitere Informationen suchen–unter https://www.st-ingbert.de/nachhaltigund-fair/gartenwettbewerb-2020.html, ht tps : / /www. saa rpfalz-touristik. de/planen-buchen/ gruppenangebote/bildungfuer-nachhaltige-entwicklung/ essbare-biosphaerenstadtblieskastel, https://www.biosphaere-bliesgau.eu/index. php/de/ und ht t ps : / /www. saa rpfalz-kreis.de/ fairtrade werden Sie fündig. Und falls Sie eigene Ideen einbringen wollen: Projekte in den Bereichen „Inwertsetzung der Kulturlandschaft“, „Regionale Produkte erzeugen und vermarkten“, „Energie und Klimaschutz“ und „Bildung und Kommunikation“ werden u.a. von der Lokalen Aktionsgruppe Biosphäre Bliesgau im LEADER-Programmgefördert. ( h t t p s : / / www . b i ­ osphaere-bliesgau.eu/ index.php/de/lag) Bei der Verleihung 2021 wurden auch zwei Preisträger aus der Biosphäre Bliesgau geehrt, die mit ihrem besonderen ehrenamtlichen Engagement auch zum Bild der Biosphäre beitragen. So wirkt der erste Preisträger, die BUND Ortsgruppe Kirkel, als wichtiger Botschafter für den Naturschutz auch auf lokaler Ebene. Ihre Themen- und Arbeitsschwerpunkte sind der aktive Naturschutz ausgewiesener Naturräume im Einzugsgebiet der Gemeinde Kirkel: Pflanzen, Amphibien, Gewässer, Vögel. So hat die Ortsgruppe Kirkel unter Führung von Familie Niklas seit 1997 eine Pflege-Patenschaft für das Naturschutzgebiet „Limbacher Sanddüne“. Die Pflegeder Sanddünemit demEntfernen von Gehölzjungwuchs und Brombeeren ist sehr aufwändig, aber eben auch notwendig und unabdingbar, um die dort angesiedelten seltenen Pflanzen und die Heidefluren zu erhalten. Auch das Naturschutzgebiet „Kirkeler Arm“ wird von der Ortsgruppe ganzjährig gepflegt. Die zweite Preisträgerin kommt ebenfalls aus Kirkel. Marion Geibs Liebe gilt den Greifvögeln. Insbesondere der Schutz der heimischen Wanderfalken liegt ihr am Herzen. 2003 hat sie die Arbeitsgruppe Wanderfalkenschutz – AGW im Saarland gegründet. Die Wiederansiedlung und der Schutz Umweltministerium ehrt besonderes Engagement im Naturschutz Seit zwei Jahren ehrt das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Persönlichkeiten, die sich umErhalt und Pflege der saarländischen Natur und Landschaft verdient gemacht habenmit der Paul-HaffnerNaturschutzmedaille. Die Vorschläge dafür kommen aus der Bevölkerung. Mehrere Preisträger, zwei davon aus Kirkel, erhielten die Paul-Haffner-Naturschutzmedaille vom saarländischen Umweltministeriumüberreicht. Foto: Daniel Bittner dieses Greifvogels im Saarland stellt das Hauptziel der AGW Saar dar. Marion Geib zeigt seit Jahren, dass Naturschutz auch in dicht besiedelten Räumen funktionieren kann und sorgen dafür, dass Tier und Mensch in unserer heutigen Landschaft nebeneinander existieren können. „Das Engagement dieser beiden Preisträger, aber auch aller weiteren, die geehrt wurden, zeigt, dass es möglich ist, mit kleinen Projekten Erfolg zu haben. ImNaturschutz ist es wie überall: tue Gutes und rede darüber!“, erklärt Umweltminister Reinhold Jost. „Daher haben wir diese Auszeichnung ins Leben gerufen, mit der Menschen unterschiedlichen Alters, die täglich mit großem Engagement ehrenamtlich für unsere Natur und unsere Tier- und Pflanzenwelt unterwegs sind, ein besonderer Dank ausgesprochen wird. Dass diese uneigennützig für den Schutz von Lebensräumen eintreten, soll nicht nur honoriert, wertgeschätzt und gewürdigt werden, sondern auch für dieses Engagement in der Öffentlichkeit geworben werden. Insbesondere bei der jungen Generation soll das Interesse für das Ehrenamt im Naturschutz geweckt werden.“ Benannt ist dieAuszeichnungnach Dr. h.c. Paul Haffner, Nestor der Floristik und Vegetationskunde im Saarland, der über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Er hat als Biologie-Lehrer ganze Schüler-Generationen begeistert und sich jahrzehntelang fürdenNaturschutz im Landkreis Merzig-Wadern engagiert. Seit 2020 wurden sieben Personen und zwei Naturschutzgruppen ausgezeichnet.

9 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Natürlich in St. Ingbert Neue Rundwanderwege und Beschilderung in St. Ingbert und demBiosphärenreservat Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, soll sich künftig im ganzen Biosphärenreservat Bliesgau an einer einheitlichen Beschilderung orientieren können. Damit dieses Ziel möglichst schnell umgesetzt werden kann, fördert das Wirtschaftsministerium mit einem Zuschuss für die einheitliche Wanderwegebeschilderung in Höhe von 613.368 Euro im Saarpfalz-Kreis. Nach fast drei Jahren der Planungs- und Abstimmungsarbeit wird die neue Wanderwegebeschilderung nun umgesetzt. Im gesamten Gebiet des Biosphärenreservats Bliesgau und des Saarpfalz-Kreises wird ab März sukzessive das neue Beschilderungssystem montiert und angebracht. Mehr als 700 Kilometer Wanderwege werden nunmarkiert. Das neue Wegenetz umfasst 96 Wanderwege: vom kurzen örtlichen Rundweg über verschiedene Themenwege bis hin zu mehrtägigen Streckenwanderungen auf dem Bliessteig mit insgesamt 120 Kilometern Streckenlänge von Bexbach bis ins französische Sarreguemines. Zudem werden Wanderinfotafeln zur besseren Orientierung anWanderparkplätzen aufgestellt. Acht zusätzliche, abwechslungsreiche Pfade durch die traumhafte Landschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Bliesgau und der Stadt St. Ingbert „Immer mehr Menschen entdecken das Wandern für sich. Kurze oder längere Strecken, Halbtages- oderTagestouren,NaturoderKultur, Gemütlichkeit oder Sport. Eines eint alle Wanderer: Die Qualität muss beim Hobby stimmen!“, weiß die Tourismusabteilung der Stadt St. Ingbert und arbeitet sehr eng mit der Saarpfalz-Touristik am neuen Wegenetz und dem Großprojekt „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“. Zu dem bekannten Hüttenwanderweg kommen für St. Ingbert acht neue Qualitätswanderwege hinzu, die besonders reizvolle kulturhistorisch oder naturkundlich interessante Routenmarkieren. Die acht St. Ingberter Rundwanderwege sindHalbtages- oder Tagestouren mit einer Länge zwischen 2 – 15 km. Sie wurden vom Deutschen Wanderverband nach Themenwegen entwickelt. Beispiele sind Kulturerlebnisse, Naturvergnügen, Regionaler Genuss oder Traumtouren. – 4-Weiher-Runde, ein naturnaher Weg entlang von vier Weihern – Industrieweg, ein kulturhistorischer Stadt-Rund-Wanderweg – Ruhbachtal-Runde, familienfreundliche Tour durch eine Wald- undWiesenlandschaft – Kleberbachtal-Runde, naturkundlich interessanter Rundwanderweg – Spazierweg Zum Stiefel, naturkundlich interessanter Spazierweg – Runde „Großer Stiefel“, naturkundlich interessanter Rundwanderweg – Ins Frohnsbachtal, naturkundlich interessanter Rundwanderweg – Hänsel und Gretel, naturkundlich interessanter Rundwanderweg Das Drama vomGehnbach – die Geschichte umdenMoritatenweg Der St. Ingberter Moritatenweg ist Teil des Industriewanderweges der Wanderregion Bliesgau. Er verläuft parallel zum Gehnbach, der einstigen Grenze zwischen Preußen und Bayern. Benannt ist er nach einer Moritat, einem Schauerlied, des Autors Klaus Stief aus den 1950er Jahren, vertont von Hans Simon. Es handelt vomarmenMatz, der von seiner Frau Greth enthauptet wurde und seither, so Heimatdichter Karl Uhl, als Geist imGehnbachtal umherirrt. Drei Holzfiguren erinnern an Matz, Greth und deren Liebhaber Nick. Ältere St. Ingberter kennen die Geschichte um Matz und Greth von Ausflügen an die Gehnbach noch. Dass sie mehr als nur ein Schauermärchen für Kinder ist, fanden Mitglieder der Gehnbachfreunde und des Heimat- und Verkehrsvereins heraus. Bei seinen Recherchen in Akten, Standesamtsurkunden und der Lokalpresse entdeckte Lokalhistoriker Hans-Werner Krick, dass es Matz und Greth wirklich gab. Eine Tageszeitung vom 28. Oktober 1889 verkündet, dass im bayerischen Teil des Gehnbachtales von einem Tagelöhner die enthauptete Leiche des 35-jährigen Mathias Schmitt gefunden wurde. Das Ehepaar Schmitt lebte in Dudweiler und hatte fünf minderjährige Kinder, das jüngste gerade einmal vier Monate alt. Das hielt Ehefrau Margarete jedoch nicht davon ab, eine Affäre mit dem Bergmannskollegen Nicklas zu beginnen, der als Kostgänger bei der Familie ein- und ausging. Der betrogene Ehemann war zunächst ahnungslos, bekamaber baldWind von der Untreue seiner Frau und forderte Nick auf, zu gehen. Vergebens. Nach etwa einer Woche, so Krick, eskalierte die Situation. Die Frau plante mit ihrem Lover die Beseitigung ihres Mannes. Greth erschlug ihren Ehemann mit einem Beil und trennte ihm dabei fast den Kopf ab. Die Verliebten wurden der Tat überführt und bei einer Gerichtsverhandlung inZweibrücken zum Tode verurteilt. Ob das Urteil je vollstreckt wurde, ist ungewiss. Gehnbachfreunde stellten große Holz-Statuen als Erinnerung auf Am Ort des Verbrechens erinnern zwei Holzbänke, aufgestellt von den Gehnbachfreunden, an das Liebesdrama. Beide wurden angefertigt von AndreasMüller. Eine zeigt den „kopflosen Matz“, die zweite seine Ehefrau und MörderinGreth. Sie ladenWanderer zum Verweilen ein und geben ein lebhaftes Bild der Volksliteratur ab. Zum Schluss gesellte sich die hölzerne Figur des Niklas, bezeichnenderweise oberkörperfrei mit einem Beil in der Hand, dazu. Gefertigt während des von den Gehnbachfreunden, der VHS und dem Heimat- und Verkehrsverein veranstalteten Kettensägenevents von Res Hofmann, einer der besten Kettensägenkünstlerinnen Deutschlands. Auch außerhalb des Weges ist die Geschichte um Matz und Greth wieder populär. Die Band rebelsoul hat die Moritat neu getextet und vertont, sozusagen Moritat 3.0 mit dem Titel „Kopflos durch die Nacht“. Das „Drama vom Gehnbach“ ist einer von fünf St. Ingberter Sagenwegen und kann mit der kostenlosen Actionbound App gegangen werden. Mehr Infos unter: www.urlaub-st-ingbert .de/st-ingberter-sagenwege/ Die Rundwanderungen führen auf abwechslungsreichen Pfaden durch die traumhafte Landschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Bliesgau und durchdieWälder rund um St. Ingbert. Die Auswahl ist groß: Vom kurzen, örtlichen Rundwanderweg - wie Hänsel und Gretelmit 2kmLänge-oder einem kulinarischen Rundwanderweg - wie die 4-Weiher-Tour - ist alles für denWanderliebhaber dabei. Eine Einkehr in denGastronomiebetrieben und Hütten mit Biergärten sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Nach einer Wanderung schmeckt die bodenständige Küche des Bliesgaus erst so richtig gut! Auch die Große Stiefelrunde ist neu. Foto: Stadt St. Ingbert Hänsel und Gretel muss man auf demWeg ein wenig suchen. Foto: Paul Glass, Stadt St. Ingbert Kleine Pfade bei der Stiefelrunde. Foto: Stadt St. Ingbert Matz Greth gehört zu einemgruseligen Drama, das sich imGehnbachtal abspielte. Foto: Stadt St. Ingbert Das Ruhbachtal gehört auch zu den neuenWanderrunden der Stadt. Foto: Stadt St. Ingbert Die Stadt-Land-Runde ist neu imAngebot der Wanderwege der Stadt. Foto: Stadt St. Ingbert

10 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Die Leader-Region 2014-2020wurdenbislang fast 30 Projekte für insgesamt ca. 1,7Mio. Euro gefördert. Was waren das für Projekte? EswurdengroßeProjektemitregionaler und überregionaler Strahlkraft gefördert, wie z.B. „Auf dem Weg zur Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ oder „Essbare Biosphärenstadt“. Aber auch kleinere Projekte zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, wie z.B. die Förderung der Kirrberger Drobbe oder eine Studie zur besseren Holzvermarktung in der Region. Die Vielfalt der Projekte ist groß. Insgesamt versuchenwir, die Projekte untereinander und mit bereits bestehenden Initiativen zu vernetzen, damit wir Synergien erschließen können. Im letzten Jahr wurde eine SWOT-Analyse erstellt. Was kann man darunter verstehen? DieAufgabeunddasZielderRegional- und SWOT-Analyse ist es, die regionale Situation in der LEA¬­ DER-Region Biosphärenreservat Bliesgau anhand der Auswertung verfügba¬rer Primär- und Sekundärdaten zu den Handlungsfeldern der lokalen Entwicklungsstrategie 2014-2020 sowie der Führung von Expertengesprächen zu be¬schreiben und zu bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse der SWOT-Analyse bilden die Grundlage für die Entwicklung der neuen LEADER-Strategie für die Förderperi¬ode 2023-2027 (S = Stärken, W = Schwächen, O = Chancen, T = Risiken). 2023 startet eine neue Förderperiode, inder 3MioEuroFördermittel vergeben werden können. Schon jetzt wird daran gearbeitet. Warumso frühzeitig Die Entwicklung der neuen LEADER-Strategie für die kommende Förderperiode 2023-2027 benötigt mehrere Monate an Vorbereitungszeit. Diese beinhaltet eine Beteiligungsphase in der alle, die in der LEADER-Region leben, ihre Anregungen und Ideen mit einbringen können. Nach der Beteiligungsphase wird vom Regionalmanagement in Abstimmung mit dem Vorstand ein Strategieentwurf erstellt, der Teil der neuen Entwicklungsstrategie (LES) wird. EinBürowirdbeauftragt, aus der bereits erstellten Regional und SWOT-Analyse, den Ergebnissen des Beteiligungsverfahrens und den bereits existierenden VerfahNeue Regionalmanagerin Christina Danner rensabläufen ein Gesamtdokument zu entwerfen. Die Strategie muss im Juni beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eingereicht werden. Wie geht es jetzt weiter? Im Januar wurden die Akteure der Region aufgefordert, im Vorfeld eines Workshops, der Ende Januar stattfand, neue Entwicklungsziele und Ideen für die neue Förderperiode 2023-2027 zu nennen. Diese Vorschläge wurden im Rahmen des genannten Workshops diskutiert und danach von der Geschäftsstelle der LAG redaktionell bearbeitet. Damit auch die Bevölkerung die Möglichkeit hat, sich mit Ideen einzubringen, werden die genannten Vorschläge an die örtliche Presse weitergeleitet sowie auf unserer Website veröffentlicht. Wir freuen uns auf die Anregungen der Bewohner der LEADER-Region Biosphäre Bliesgau. Welche Themen und Bereiche sollen ab 2023 gefördert werden? Die neuen Handlungsfelder mit den dazugehörigen Entwicklungszielen werden im Laufe der Entwicklung der neuen Strategie erkennbar werden. Wie und wer kannmit einer guten Idee Fördermittel erhalten? Neben Projektideen von Kommunen und Unternehmen können auch Vorhaben von Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen gefördert werden. Je nach Projektqualität bestehen Fördermöglichkeiten von 50 bis 85 Prozent. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Projekte einen Beitrag zu den Zielen der Lokalen Entwicklungsstrategie leisten und mindestens einem der vier Handlungsfelder zugeordnet werden können: – „Inwertsetzung der Kulturlandschaft“, – „Regionale Produkte erzeugen und vermarkten“, – „Energie und Klimaschutz“, „Bildung und Kommunikation“. Frau Danner, Sie sind neu im LAG-Team und sind jetzt die Regionalmanagerin. Was sind Ihre Aufgaben? Als Regionalmanagerin berate ich Bürger, Kommunen und Vereine etc. bei der Weiterentwicklung ihrer Projektideen. Der erste Schritt, wenn jemand mit einer Projektidee anuns heran tritt ist, dass ich prüfe, ob die Projektidee zu unserer LEADER-Strategieunddendarin enthaltenen Entwicklungszielen passt. Wenn dies der Fall ist, unterstütze ich den Antragsteller bei der Entwicklung des Projektes, bei der Antragstellung und bei der Zusammenstellung der benötigten Unterlagen. Falls eine Projektidee bei uns keineMöglichkeit zur Förderung hat, helfe ich dem Antragsteller nach einer möglichen Alternative. Weiterhin bin ich gerade bei der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie 20232027 involviert. Wie stellen Sie sich die Biosphäre Bliesgau in zehn Jahren vor? Ich hoffe, dass die Menschen, die in der Biosphäre Bliesgau leben, sichweiterhin so aktiv für ihre Region einsetzen und daran interessiert sind, diese weiterzuentwickeln. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass die Menschen in der Biosphäre ein Interesse daran haben sich zu vernetzen, umdasMaximum aus der LEADER-Region herauszuholen. Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Region ist, dass die Menschen genügend Arbeitsplätze finden, damit diese nicht abwandernmüssen. Christina Danner ist seit Anfang des Jahres die neue Regionalmanagerin der Biosphäre Bliesgau. Sie startet gleichmit einemGroßprojekt, der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie 2023-2027. Wir sprachenmit ihr darüber. Die neue Regionalmanagerin Christina Danner ist selbst gerne in der Biosphäre unterwegs. Foto: privat Klimaschutzregion Biosphäre Bliesgau. Lebenswerte Zukunft. Foto: Anita Naumann

11 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März –Mai 2022 Erlebnisreich Über 20 Urlaubs- und Freizeitangebote der Saarpfalz-Touristik im Biosphärenreservat Bliesgau mit drei neuen Angeboten Eintauchen in die unverbrauchte und unverfälschte Natur des Biosphärenreservates Bliesgau: Aktiv sein, entspannen, entdecken und genießen – über 20 Urlaubs- und Freizeitangebote stehen imneuen Urlaubskatalog der Saarpfalz-Touristik zur Auswahl. „Authentisch, schnörkellos und spannend sind die verschiedenen Angebote, diemit großformatigen Bildern und Impressionen auf 64 Seiten vorgestellt werden und Lust auf eine der schönsten Landschaften bundesweit machen“, so Landrat Dr. Theophil Gallo bei der Vorstellung der Urlaubsbroschüre für dieses Jahr. Raus in die Natur, einfach abschalten, sich bewegen und zumSchluss schön einkehren, finden die Gäste in zahlreichen Angeboten des diesjährigen Kataloges. Corona bedingt werden bei allen buchbaren Angeboten stets die aktuellen Hygieneregeln, die von der Landesregierung vorgegeben werden, eingehalten. sich ab dem Sommer mit den beiden Pädagogen Eilert von Busch und Ralf Döllgast begeben. Die beiden haben sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf dem stehenden Gewässer sowie auf dem Fließgewässer verschrieben. Die beiden Pädagogen führen zunächst in einem dreistündigen Kurs auf dem Brückweiher des Jägersburger Weihers an einemFreitagabend indie Kanumaterie ein. Hierbei werden Theorie und Praxis beim sanften Paddeln miteinander vereint. Am darauffolgenden Samstag geht es dann auf den Teilabschnitt der Blies zwischen Reinheim und Blies-Schweyen. Dort erklären die beiden Naturliebhaber das Ökosystem der Blies und entnehmen mit der Gruppe Wasserproben, die am Ende der Tour mittels passender Ausrüstung untersucht werden. Hierbei wird die Wasserqualität bestimmt und alle Faktoren dazu erläutert, die gut oder auch schlecht für dieses sensible Ökosystem sein können. Alle Touren finden bewusst außerhalb der Brut- und Setzzeit statt und werden stets unter erlebnispädagogischer Anleitung und unter Beachtung des Arten- und Naturschutzes durchgeführt. Weitere Informationen und Bestellung der kostenlosen Broschüre bei der Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Tel. (0 68 41) 104 71 74, www.saarpfalz-touristik.de . Auch bei den Kultur- und Verkehrsämtern der kreisangehörigen Kommunen ist die Broschüre erhältlich. Mit der Bus-Safari zu den schönsten Ecken der Region. Foto: Eike Dubois „Nachhaltig auf der Blies“ gehört zu den neuen Angeboten der Saarpfalz-Touristik. Foto: Eike Dubois „Rund umDalem“ gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten Wanderwegen imBiosphärenreservat. Foto: Eike Dubois GeführteWanderung „Rund umDalem“ Auf den Spuren des „Bliesgau-Goldes“, so könnte man die neue geführte Wanderung rund um Heckendalheim nennen. Die Natur- und Landschaftsführerin Gabi Hoffmann begibt sich mit ihren Teilnehmern auf Spurensuche nach dem bernsteinfarbenen Honig in der Biosphäre Bliesgau. Ideengeber und Partner sind der Heimat- und Kulturverein Heckendalheim und der Bienenzuchtverein St. Ingbert. Im Zeichen der Nachhaltigkeit und Biodiversität wandern Interessierte circa 10 Kilometer auf dem bekannten Höhen- und Klammenweg „Rund um Dalem“ und erhalten tolle Einblicke in das Leben der Wild- und Honigbienen und den Artenreichtum unserer Heimat. Der beliebte Wanderweg führt über Streuobstwiesen und durch schattige Wälder mit Klammen und kleinen Bachläufen sowie mit weiten Blicken in die Region. Natürlich darf hier der bekannte, biosphärische Genuss nicht fehlen! An der Waldhütte des Heimat- und Kulturvereins genießen die Teilnehmer*innen eine Stärkung sowie ein kühles Getränk bevor sie sich auf den Weg zum „Bienengarten“ in Heckendalheim machen. Dort informiert der Bienenzuchtverein St. Ingbert an schönen Tagen mit einem konstanten Summen zum Leben der Wildbiene mit einer offenen Bienenbeute sowie mit einem Insektenhotel. Eine Verkostung von Honig- und sogar Pollenarten sowie von Met und Honiglikören darf natürlich auch nicht fehlen. Nach einemso ereignisreichen Tag rundet eine Überraschung das Erlebnis ab. Bus-Safari in der Biosphäre Bliesgau unter tierischemMotto Eher „Bequem und scheen“ und stets „gut zu Fuß“ nach einer Fahrt mit dem Linienbus wird die Bus-Safari in der Biosphäre Bliesgau mit einem optimierten Programm angeboten. Statt auf Entdeckungstour indenSavannen Afrikas, gehen die Teilnehmenden auf „die Jagd“ mit dem Linienbus nach spannenden Orten in der Biosphäre Bliesgau. Auf drei abwechslungsreichen Busrouten erhält die Gruppe unter fachkundiger Begleitung des Natur- und Landschaftsführers Peter Hartmann unvergessliche Einblicke in Natur, Kultur und Geschichte der Region sowie die Möglichkeiten, mit Linienbussen die Region zu entdecken. So haben die Saarpfalz-Touristik und die Abteilung der Kreisverwaltung Homburg für Mobilität die Safari im Juli überarbeitet. Nun steht die Fahrt komplett unter einem tierischen Motto: Das Beeder Biotop, der Jägersburger Schlossweiher sowie der Feilbacherhof als moderner landwirtschaftlicher Betrieb in Websweiler werden besucht. Nachhaltige Gewässer-Safari mit demKanu auf der Blies Auf eine nachhaltige Safari mit dem Kanu auf der Blies kann man

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