DIE RUNDSCHAU – April 2026 14 Am 19. März 2026 hat die Hans-undRuth-Giessen-Stiftung in der Aula der Universität des Saarlandes zum neunten Mal ihre Förderpreise in Höhe von 50 000 Euro verliehen. Ausgezeichnet wurden ein Nachwuchswissenschaftler aus der Medizin sowie eine junge Cellistin. Den Förderpreis im Bereich Medizin erhielt Dr. Ahmad Aljohmani. Der Nachwuchsforscher leitet am Universitätsklinikum des Saarlandes eine eigene Arbeitsgruppe. Er untersucht, wie der Körper auf schwere bakterielle Infektionen reagiert und wie sich dadurch entstehende schädliche Entzündungsprozesse gezielt bremsen lassen. Mit dem Preis baut er nun einen neuen Forschungsschwerpunkt im Bereich Kopf-Hals-Tumoren auf. Auch bei Tumoren spielen körpereigene Signalwege und Enzyme eine wichtige Rolle, insbesondere für deren Wachstum und Ausbreitung. Im Bereich Klassische Musik wurde die 19-jährige Cellistin Paula Prudlo ausgezeichnet, die an der Hochschule für Musik Saar studiert. Die junge Musikerin war unter anderem Mitglied im Bundesjugendorchester und bereitet sich auf Probespiele für Berufsorchester vor. Der Förderpreis ermöglicht ihr die Nutzung eines hochwertigeren Instruments, ein entscheidender Faktor bei Vorspielen. Philipp Gross: „Talente fordern und fördern“ Den Impuls des Abends gestaltete Philipp Gross, geschäftsführender Gesellschafter der Peter Gross Bau aus St. Ingbert. Unter dem Leitgedanken „Talente fordern und fördern“ sprach er darüber, wie wichtig es sei, Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen, nicht nur in Unternehmen, sondern in der gesamten Gesellschaft. Durch den Abend führte der Präsident des Rotary Clubs St. Ingbert e.V., Thomas Braml. Neben den aktuellen Preisträgern waren auch frühere Ausgezeichnete anwesend und berichteten, wie sich ihr beruflicher Weg seit der Ehrung entwickelt hatte. Die beiden Laudationes hielten Prof. Thomas Duis und Prof. Dr. Judith HarrerHaag. Im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Stiftung wurde 2017 gegründet und fördert junge Menschen aus dem Saarland in den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Klassische Musik. Hintergrundinformationen DIE STIFTUNG Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung wurde 2017 gegründet, um besonders begabte junge Menschen in den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Klassische Musik zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt bewusst im Saarland. Getragen wird die Stiftung vom Gemeinnützigen Verein der Freunde Rotary St. Ingbert e. V. Sämtliche Gremien arbeiten ehrenamtlich, sodass die Mittel nahezu vollständig den Geförderten zugutekommen. Die Auswahl der Preisträger wurde vom Kuratorium vorbereitet, dem Prof. Thomas Duis, Prof. Dr. Judith Harrer-Haag, Prof. Dr. Volker Linneweber und Dr. Hanspeter Georgi angehören. Neun Preisverleihungen fanden bisher statt. Dort wurden 460 000 Euro an 24 junge Preisträgerinnen und Preisträger vergeben. Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung ist eine Unselbstständige Stiftung unter der Trägerschaft des Gemeinnützigen Vereins der Freunde Rotary St. Ingbert e.V. 9. PREISVERLEIHUNG DER HANS-UND-RUTH-GIESSEN-STIFTUNG Die beiden Preisträger in der Mitte und ihre Laudatoren außen. Foto: Hans Peter Mürz Wasser ist in unserem Leben allgegenwärtig. Jeder von uns nutzt im Mittel 127 Liter am Tag. Und dass Trinkwasser zu jeder Zeit zur Verfügung steht, ist für uns selbstverständlich. Dass dies aber für viele Menschen auf der Welt auch ganz anders sein kann, dafür möchte in diesem Jahr der Tag des Wassers sensibilisieren. Jedes Jahr am 22. März findet weltweit der Weltwassertag statt. Seit 1993 machen die Vereinten Nationen an diesem Tag auf die Bedeutung der Ressource Wasser aufmerksam. Das Trinkwasser in unserer Region stammt zu 100 % aus Grundwasservorkommen. Ein flächendeckender Grundwasserschutz und eine nachhaltige Bewirtschaftung der kostbaren und lebensnotwendigen Ressource Trinkwasser ist daher von zentraler Bedeutung. Die zukunftssichere Bewahrung und Verfügbarkeit von ausreichenden Trinkwassermengen für die Bevölkerung ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge, in St. Ingbert wie überall in der Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde unter Mitwirkung des Innenministeriums, des Gesundheitsministeriums, der Behörden und der Wasserversorger in 2024 der Masterplan „Zukunftssichere Wasserversorgung im Saarland 2040“ aufTAG DES WASSERS 2026 gestellt. Dieser Masterplan ist gleichzeitig Bestandsaufnahme und Ausgangspunkt für einen laufenden Prozess zur Stärkung und Entwicklung der saarländischen Trinkwasserversorgung im Rahmen Leitprinzipien der guten wasserfachlichen Praxis. Die Biosphären-Stadtwerke haben sich diesem kontinuierlichen Verbesserungsprozess gestellt und im Rahmen einer umfangreichen Bewertung anhand von Schlüsselkennzahlen und Monitoring von Vergleichsparametern eine positive Erstbewertung durchgeführt. Auf dieser Basis erarbeiten die Biosphären-Stadtwerke laufend Potentiale zur Erreichung der Ziele des Masterplans 2040, um so weiterhin das hohe Niveau unserer Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer: „Die Trinkwasserressourcen in St. Ingbert und im Bliesgau haben für das Saarland eine große Bedeutung, die weit über das Stadtgebiet hinausreicht. Dass sich alle Wasserversorger des Saarlandes mit dem Masterplan 2040 zu ihrer Verantwortung bekennen, ist daher sehr zu begrüßen.“ Übrigens:Wussten Sie, dass wir in Deutschland im Mittel nur eine Minute arbeiten müssen, um die Kosten für unseren Wasserbedarf zu decken? V.l.n.r.: Sascha Palzer, Techn. Leiter, Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und Jürgen Bach, Geschäftsführer Biosphären Stadtwerke St. Ingbert, überzeugten sich im Wasserwerk von der hervorragenden Qualität unseres Trinkwassers. Foto: Florian Jung
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