Die Biosphäre im Winter

16 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2019 – Februar 2020 Einweg ist kein Weg! Alle Infos und Teilnehmer-Übersicht: becherheld.saarland.de Lust auf einen Kaffee? Dann besuche eine der Becherheld-Partnerfilialen mit Deinem eigenen Mehrweg-Becher. Schon 23 Mal in der Biosphäre. Für ein „Sauberes Saarland“! Ressourcen schonen! Knapp 200 Partnerbetriebe sind schon dabei – für ein sauberes Saarland Das Prinzip „Becherheld“ ist ein- fach für alle Beteiligten und gut für unsere Umwelt: Jeder Becher- held im Saarland nutzt sein eige- nesMehrweggebinde für Coffee to go und Co. und wird dabei in den heute schonmehr als 170 teilneh- menden „Becherheld-Tankstel- len“ mit einem Preisnachlass be- lohnt. Das spart natürliche Res- sourcenwie Holz und Rohöl sowie Energie und Wasser bei der Her- stellung von Papp- oder Plastik- bechern – und es sorgt für weni- ger Abfall, der schlimmstenfalls in der Umwelt landet. Allein in Deutschland werden laut Deutscher Umwelthilfe pro Jahr 2,8 Milliarden Einwegbecher aus Pappe oder Plastik verbraucht. Statistisch entfallen davon 34Mil- lionen aufs Saarland. Die Nut- zungsdauer eines solchen Bechers beträgt in der Regel nicht mehr als 15 Minuten. Sinnloser können Ressourcen eigentlich nicht ver- schwendet werden. Mit der „Be- cherheld“-Kampagne, die das saarländische Ministerium für UmweltundVerbraucherschutz im November 2017 gestartet hat, soll dieser Entwicklung mit einfachen „Becherheld“ werden und Einwegmüll vermeiden Mitteln etwas entgegengesetzt werden. Dabei bedarf es eigentlich nur ein wenig eigenen Engage- ments und der Mitwirkung von möglichst vielen Cafés, Bäckerei- en, Tankstellen, Restaurants und öffentlichen Kantinen – kurz allen Einrichtungen, die Heißgetränke zum Mitnehmen anbieten. Deren Teilnahme honoriert das Ministe- rium mit der kostenlosen Bewer- bung in seinen digitalenKanälen. Becherhelden erhalten mindestens 10 Cent Preisnachlass pro Portion Die Idee hinter „Becherheld“ sieht so aus, dass umweltbewuss- te Saarländerinnen und Saarlän- der ihr eigenes sauber ausgespül- tes Mehrweggebinde – ob Ther- mobecher aus Stahl, Keramik oder Kunststoff – dabeihaben, wenn sie das Haus verlassen und un- terwegs Kaffee und Co. „tanken“ wollen. Damit können sie dann ei- ne dermittlerweile knapp 200 teil- nehmenden Betrieben im gan- zen Saarland ansteuern, und mit demHeißgetränk ihrer Wahl, aus- geschenkt in den eigenen Mehr- wegbecher, ihren Durst stillen. Der Clou dabei: Als Becherheldin oder Becherheld erhalten sie min- destens 10 Cent Preisnachlass pro Portion. Schon heute sind auch im Bliesgau 23 „Becherheld-Tank- stellen“ als Partnerbetriebe bei der Kampagnemit dabei. Sieachtenbei der Ausgabe von Getränken in die selbst mitgebrachten Mehrweg- becher natürlich auf die Sauberkeit der Gebinde. Bis heute gab es je- doch keinerlei Hygiene-Probleme im Zusammenhang mit der „Be- cherheld“-Kampagne. Vielmehr wächst die Beliebtheit mit der zu- nehmenden allgemeinen Sensibi- lisierung der Bevölkerung in pun- cto Plastikmüll und Umweltver- schmutzung. Bewerbung auf Kanälen des Umweltministeriums Jede einzelne „Becherheld“-Tank- stelle ist auf einer Webseite des Ministeriums hinterlegt. Auf einer interaktiven Karte können die po- tenziellen Besucherinnen und Be- sucher, die jeweils nächstgelege- ne „Becherheld“-Tankstelle fin- den – natürlich auch per Smart- phone. Wenn vorhanden, ist auf der Webseite dann auch der Inter- netauftritt der einzelnen Betrie- be mit sämtlichen Informationen wie Öffnungszeiten und ggf. Spei- sen-undGetränkeangebot hinter- legt. Die Webseite des Ministeri- ums mit allen Informationen zum Thema und der virtuellen Kar- te findet sich unter: www.becher- held.saarland.de Darüber hinaus bewirbt das Ministerium die „Be- cherheld“-Kampagne regelmä- ßig auf seinen Social Media-Ka- nälen Facebook und Instagram. Seit Ende 2018 gibt es eine „Be- cherheld“-Saarbahn, die die Bot- schaft quer durchs Saarland fährt. Biosphäre Bliesgau ideal geeignet, solcheFormenRessour- cen schonendenKonsums zu etablieren und voran zu bringen Jede(r) kann natürlich in ganz vie- len Bereichen des Alltags Einweg- verpackungen und auch Lebens- mittelverschwendung vermeiden. So gibt es ganz aktuell den Trend zum so genannten „Meal Prep- ping“. Was mit einem englischen und dadurch scheinbar modernen Begriff daherkommt, ist letztlich nichts Anderes als das altbekann- te „Vorkochen“. Die selbst zube- reiteten Speisen oder Speiseres- te, lassen sich seit jeher am darauf folgenden Tag in Mehrwegverpa- ckungen mit zur Arbeit nehmen. Wenn aus diesemTrend wieder ei- ne dauerhafte und flächendecken- de Entwicklung wird, kann viel Einweggeschirr und -Verpackung gespart werden. Die Biosphäre Bliesgau ist von ihrer Entwicklung und dem zugrunde- liegenden Selbstverständnis ideal geeignet dazu, solche Formen Res- sourcen schonenden Konsums zu etablierenundvoranzubringen. Als Modellregion für nachhaltige Ent- wicklung kann die Bewusstseins- bildung in der Bevölkerung dort Beispiel gebend und richtungswei- send für das ganze Land sein. Statement Minister Reinhold Jost zur Becherheld-Aktion: „Die Kaffeekultur hat sich der schnelllebigen Zeit angepasst: Kaffeegenuss weicht hasti- ger Gier nach aufputschen- dem Koffein - egal, wo wir uns gerade befinden. Coffee to go-Becher werden zum Sym- bol einer Gesellschaft, dieVer- braucher zumWegwerfenani- miert und ihnen die Notwen- digkeit maximaler Flexibilität vortäuscht. Vielleicht sollten wir unseren Kaffee einfach mal wieder „to stay“ statt „to go“ bestellen. Gönnen Sie sich mehrWohlbefindenbeimKaf- feegenuss: Genießen Sie den Moment bei Ihrem Bäcker an der Ecke, zu Hause, im Res- taurant, imBüro oder jetzt auf den zahlreichen Advents- und Weihnachtsmärkten. So viel Zeitmuss sein! Falls Sie es doch mal eilig ha- ben: Werden Sie zur Becher- heldin oder zum Becherhel- den! Machen Sie mit bei der landesweiten Kampagne „Be- cherheld - Mehrweg to go“ und helfen Sie dabei unse- re natürlichen Ressourcen zu schützen. Ihr Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz“

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