Die Biosphäre im Herbst

16 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2020 Ministerium für Umwelt Zum Einstieg: Das Biosphären- reservat Bliesgau ist eines von drei Nationalen Naturlandschaf- ten im Saarland. Die beiden ande- ren sind der Nationalpark Huns- rück-HochwaldundderNaturpark Saar-Hunsrück, die grenzüber- schreitend nach Rheinland-Pfalz hineinragen. Alle drei sind zusam- men im Saarland etwa 1500 qkm groß. Das sind ungefähr 60% der Landesfläche. Die neue Broschü- re über die drei Naturlandschaf- ten im Saarland erzählt Wissens- wertes und Überraschendes zu den landschaftlichen und biolo- gischen Besonderheiten, sie bie- tet Ausflugstipps und hält Rezep- te für regionaltypische Spezialitä- ten bereit. Was will die Broschüre? „Mit dem nun vorliegenden Ma- gazinwollenwir zumeinennatür- lich Werbung für den Naturschutz machen. Zum anderen wollen wir denSaarländerinnenund Saarlän- dern aber zeigen, in welcher tollen Landschaftskulisse wir beheima- tet sind. Diese Publikation soll Identität stiften, und sie soll dazu anregen, den Schutzge- bietscharakter weiter Landes- teile als Ansporn für die Gestal- tung des eigenen Umfelds zu verstehen“, soUmweltminister Reinhold Jost. Die Broschüre hat eine Erstauf- lagevon15000Exemplarenund kann kostenfrei über das saar- ländische Umweltministerium oder die drei Schutzgebietsver- waltungen bezogenwerden. Neue Broschüre über die drei Naturlandschaften im Saarland kostenfrei erhältlich Für Laien ist es nicht ganz einfach zu verstehen. Naturpark, Nationalpark, Biosphärenreservat. Was ist der Unterschied? Eine neue Broschüre des saarländischen Umweltministeriums gibt jetzt einen Überblick. Hintergrund: Der Begriff „NationaleNaturlandschaften“ ist eineDachmarke, unter der seit demJahr 2005 alle deutschenNationalparke undBiosphären- reservate und viele Naturparke vereint sind. Insgesamt sind dies weit über 100 Gebiete in Deutschland. Hinter dieser Initiative steckt eine Dachorganisation, die sich mittlerweile auch „Nationale Naturland- schaften e.V.“ – früher EUROPARC – nennt und in der viele Bundes- länder und Umweltverbände zusammenarbeiten. Auch das Saarland gehört dazu, ebensowie Rheinland-Pfalz. Zur Aufforstung der durch den Borkenkäferbefall geschä- digten Wälder in der Biosphä- re Bliesgau ruft der SaarForst Landesbetrieb gemeinsam mit dem Biosphärenzweckver- band die Bevölkerung zur Ab- gabe von Walnüssen auf. Mit dem Walnussbaum soll ei- ne wärmetolerante Baumart in die Wälder der Region ein- gebracht werden. Um sicher zu stellen, dass das Saatgut auch wirklich aus der Biosphä- re Bliesgau kommt, können sich ausschließlich Eigentümer von Grundstücken mit Wal- nussbäumen im Biosphären- reservat oder Pächter solcher Grundstücke einbringen. Diese könnendemSaarForst Landes- betrieb überschüssige Mengen vonWalnüssenüberlassenoder ihreWalnussbäume zur Beern- tung zur Verfügung stellen. Die Ernte wird dann von Mitarbei- tern des Saar Forst Landesbe- triebes oder Freiwilligen erle- digt. Die Beerntung erfolgt ab- hängig von dem Reifegrad der Früchte. Interessenten kön- nen sich direkt anMichael Pfaff vom SaarForst Landesbetrieb unter Tel. 0175 2200857 oder per Mail unter: m.pfaff@sfl. saarland.de wenden. Walnüsse zur Aufforstung gesucht! Die grüne Fruchthülle amWalnussbaum springt zwischen Ende September und Anfang Oktober auf. Foto: Anita Naumann, BZV

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