Die Biosphäre im Herbst

16 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau September – November 2019 Das Saarland Jost: Bei der Auswahl geht Qualität vor Quantität Die Antragsfrist in diesem Jahr ist abgelaufen. 26 Landwir- te im Saarland werden ab 2020 bei der Umstellung auf ökolo- gische Bewirtschaftung finan- ziell gefördert. Damit steigt die Zahl der Ökobetriebe auf 237. „Wir werden zusammen mit den saarländischen Landwir- ten unser Ausbauziel im Öko- logischen Landbau für das Jahr 2020 weitestgehend erreichen. Das eingeplante Förderbudget wird nahezu ausgeschöpft“, stellt Umweltminister Rein- hold Jost fest. Rund 18,5 Prozent (14.400 ha) der landwirtschaftlichen Flä- che im Saarland wird ab 2020 nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet. Das ist etwadas Doppelte des Bundesschnitts. „Wir wollen die Öko-Fläche weiter vergrößern – auf einen Flächenanteil von gut 25 Pro- zent bis zum Jahr 2025. Die da- für notwendigen Mittel sind eingeplant“, teilt Jost mit. Das Anteil der Ökofläche im Saarland steigt auf 18,5 Prozent Budget sehe ein stufenweises, gesteuertes Wachstum vor. Die aktuellenNeueinsteiger sorgen für einen Zuwachs von 2500 Hektar, für die fünf Folgejah- re ist ein weiterer Zuwachs von je 1000 Hektar ökologisch be- wirtschafteter Fläche pro Jahr vorgesehen. Jost: „Uns war es wichtig, dass bei der Auswahl der zu för- dernden Betriebe Qualität vor Quantität ging. Wir hatten uns ein Punkteschema über- legt, bei dem die Antragstel- ler sich anstrengen mussten, um in die Förderung mit auf- genommen zuwerden. ImVor- dergrund stand dabei die Pro- duktionvon regional erzeugten Produkten, die auch ohne wei- ten Transport dem regionalen Markt zurVerfügungstehen. Es war uns wichtig, dass künftige ökologisch wirtschaftende Be- triebsleiterinnenundBetriebs- leiter sich ständig weiterbilden und dies auch dokumentieren. Es war uns auch wichtig, dass die erzeugten Nahrungsmit- tel nach Möglichkeit direkt ab Hof oder über regionale Hand- werksbetriebe verkauft wer- den.“ Nach der Umstellungszeit von zwei Jahren werde man den Verbraucherinnen und Ver- brauchern im Saarland eine sehr viel größere Produktviel- falt an ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln von saarlän- dischen Bauernhöfen anbieten können. Die Palette reicht da- bei von Obst über Eier, Schwei- ne- und Rindfleisch, Fleisch aus Gehege-Haltung, Kartof- feln undGetreide. In der neuen europäischen Förderperiode (ELER) 2021 bis 2027 will das Ministeri- um für Umwelt und Verbrau- cherschutz insgesamt rund 22,8 Millionen Euro in den Öko-Landbau investieren – gut doppelt soviel wie in der Vorgängerperiode. IMPRESSUM Herausgeber/verantwortlich für Anzeigen und Vertrieb: Andrea Klein, Auf‘mHahnacker 1, 66583 Spiesen-Elversberg, Tel. 06821 9728359, Fax 06821 73403, E-Mail: rundschau@t-online.de Redaktion: Andrea Klein (V. i. S. d. P.); Redaktionsleitung: Barbara Hartmann. Titelfoto: ManuelaMeyer. Druckvorstufe: Siffrin.net CrossMedia UG, Mandelbachtal-Ommersheim. Druck undWeiterverarbeitung: johnen-druck GmbH& Co. KG, Bernkastel-Kues. Alle Rechte vorbehalten. ©09/2019. Im Saarland fühlen wir uns sauwohl! Diese Schweine leben glücklich im Bliesgau - auf einem von mehr als 270 Biobauernhöfen im Saarland. Mit fast 20 Prozent Ökolandbau sind wir bundes- weit die Nummer 1. Diese Spitzenposi- tion werden wir bis 2025 auf 25 Prozent ausbauen! Wussten Sie schon, . . . dass das Saarland über drei Nationale Naturlandschaften verfügt? Das Biosphärenreservat Bliesgau und die saarländischen Teile des Naturparks Saar-Hunsrück und des Nationalparks Hunsrück-Hochwald umfassen rund 60%der Landesfläche und bieten Groß und Klein jedeMenge Naturerlebnisse und „grüne“ Angebote der Premium- klasse. Wir laden herzlich ein, die Nationalen Natur- landschaften imSaarland zu entdecken! Eine neue Sammelmappe bietet eineMenge Infomaterial, ummehr über die drei Schutz- gebiete zu erfahren. Sie kann über das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bezogen werden. Kontakt: info@umwelt.saarland.de oder 0681-501 4145 MIX Papier aus verantwor- tungsvollen Quellen FSC ® C013024

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