Die Biosphäre im Sommer

12 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Juni – August 2022 Essen & Trinken in der Biosphärenregion Da, wo sonst ein Mittagstisch für umliegende Firmenmitarbeiter, Senioren und daran interessierte Menschen aus dem Umfeld des Lokalsangebotenwurde,manflott zum Essen ging oder sich Essen abholte, entstand zusätzlichvöllig Neues. Ende April wurde das neue BiosphärenÀlaCarteRestaurant „midi“ durch Reinhold Jost, den dann amtierenden saarländischen Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, eröffnet. „Der Umbau ermöglicht eineWeiterentwicklung des gastronomischen Angebots und mehr regionale Produkte in den Regalen“ so Minister Reinhold Jost. „Der midiMarkt leistet mit seinem inNEU seit 22. April 2022 Das hat Biosphäre! Erleben Sie saisonale Vielfalt auf vollkommen neue Weise. Dieses Vorhaben, „Umbau der Betriebskantine „midi“ zu einem Restaurant und Biosphären-Mitnahme-Markt“, wird nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014–2020 im Rahmen der LEADER-Strategie der Region „Biosphärenreservat Bliesgau“ mit 148.012,11€, davon 75% Mittel der Europäischen Union und 25% Mittel des Saarlandes, gefördert. Weitere Informationen unter www.eler.saarland.de Dienstag-Samstag ab 18.00 Uhr 06894 92994-23 info@midi-restaurant.de www.midi-restaurant.de Ernst-Heckel-Straße 4 66386 St. Ingbert-Rohrbach Reservierungen bitte per E-Mail, Open Table oder Telefon. Das neue Bliesgau-Restaurant & Markt „midi“ in St. Ingbert novativen Konzept aus Regionalladen und Restaurant einen wichtigen Beitrag zur Selbstvermarktung in der Biosphäre. Solche Projekte sorgen für Sichtbarkeit und einen Bekanntheitsgrad über die Region hinaus.“Das „midi“ hat dienstags bis samstags für Liebhaber regionaler Produkte abends mit einem eigenen Konzept seine Pforten geöffnet. Alles wird frisch verarbeitet und vom neuen Küchenteam rund um den Chef de Cuisine, Peter Wirbel, der sich in der Saarländischen Gastroszene bereits einen Namen gemacht hat, in leckere Speisen verwandelt. Dieses Vorhaben, „Umbau der Betriebskantine „midi“ zu einem Restaurant und BiosphärenMitnahmeMarkt“, wird nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014 – 2020 im Rahmen der LEADERStrategie der Region „Biosphärenreservat Bliesgau“ mit PeterWirbel, Chef de Cuisine, beimAnrichten. Foto: Pirrung Reinhold Jost und Hubert Pirrung bei der Offiziellen Eröffnung des midi in Rohrbach. Foto: Pirrung. 148.012,12 €, davon 75% Mittel der Europäischen Union und 25% Mittel des Saarlandes, gefördert. Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Weitere Informationen unter www.eler.saarland.de . Dies, um die Region aufzuwerten und zu stärken, weitere touristische Anlaufstellen zu schaffen und die Vermarktung der regionalen Produkte aus dem Bliesgau zu fördern. Durch die neuen Vermarktungsmöglichkeiten in Form des IndoorMarktes und das neue Restaurant werden zudem neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Region erfährt durch das neue Lokal eine neue Attraktion und Aufwertung. Als neue Location für Familien und Firmenfeiern mit regionalen Speisen wird es das Angebot ergänzen. Alles in allem trägt diesesKonzept zur Stärkungder regionalen Identität bei. Öffnungszeiten: Mo – Frmittags 11.30 bis 13.30 Uhr Stammessen Di – Sa abends ab 18.00 Uhr Weitere Informationen: www.midirestaurant.de Bereits seit Langem hat sich Patric Bies von der Bliesgau Ölmühle darauf spezialisiert, alten Kulturpflanzensorten neues Leben einzuhauchen. Mit seinem Leindotteröl hat er bereits das Öl der Kelten wiederbelebt. Nun kommt er mit einer neuen Idee um die Ecke: Gemeinsam mit Tina Bonaffini Caputo stellt er in der biozertifizierten und als Partnerbetrieb des Biosphärenreservates Bliesgau ausgezeichneten italianDelight Pastamanufaktur in Saarbrücken Nudeln aus Gelbweizen her. Von der Aussaat und Ernte bis zum Mahlen und anschließenden Verarbeiten zur Pasta passiert alles in der Region. Wir sprachenmit den beiden Unternehmern. Herr Bies, warumgerade Gelbweizen? Die alte Getreidesorte stammt aus Skandinavien und ist dort unter dem Namen „Sunnan“ bekannt. Der deutsche Name rührt von der gelblichen Farbe des Mehls, die durch die darin vorkommenden Xanthophyle und Carotinoide entsteht. So enthält Gelbweizenmehl beispielsweise fünfmal so viel Lutein wie herkömmliches, helles Weizenmehl, ein Stoff, der vor allem im Alter wichtig ist für das Sehvermögen. Somit besitzt das Mehl nicht nur eine besonders schöne, gelbliche Farbe, sodass ohne Zusätze ansehnliches Gebäck entsteht, sondern ist auch gesund. Durch seine besonderen Klebeeigenschaften ist es bestens geeignet, daraus Pasta und andere Teigwaren ohne Ei herzustellen und somit ideal für eine vegane Ernährung. Der Geschmack ist harmonischund leicht nussig. Neben Gelbweizen verarbeiten wir in unserer Manufaktur auch Buchweizen, Kichererbsen und rote Linsen. Sie nutzen durchgängig die regionale Wertschöpfungskette. Wie sieht diese aus? Angebaut und geerntet wird der Gelbweizen von Landwirt Wolfgang Keßler am Gut Hartungshof in Bliesransbach. In einer der letzten traditionellenGetreidemühlen ihrer Art mit Wasserrad im französischen Volmunster werden die Körner von André Arnet zu feinemMehl gemahlen, ehe sie in der Pastamanufaktur in Saarbrücken ankommen. Es ist schön, die guten Zutaten aus unserer Region zu nutzen und sie zu tollen Sachen zu verarbeiten. Frau Bonaffini, wie wird die Pasta produziert? Die Herstellung erfolgt wie mit „normalem“ Mehl. Durch seine „schöne Struktur“, ist es möglich, die Nudeln ohne Ei herzustellen. Die muschelförmigen Conchiglie bestehen zu 100 Prozent aus Gelbweizenmehl, zudemnur nochWasser hinzugegebenwird. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, jede andere Pastaform aus Gelbweizen herzustellen. Verraten Sie uns noch eines Ihrer Rezepte? Sehr gerne, einfach und sehr lecker: Knoblauch in gutem Olivenöl anschwitzen, Kichererbsen dazu, die gekochten Conchiglie zugeben,mit Pfeffer und Parmesan abrunden, und schon hat man ein wahnsinnig tolles Gericht. Wer es gerne scharfmag, kannnachBelieben noch Peperoncini zufügen. Wo kannman die Pasta kaufen? Zu kaufen gibt es die Gelbweizennudeln im BliesgauRegal, auf dem Hartungshof bei der BliesgauÖlmühle und MaLi’s Délices sowie natürlich in meiner Pastamanufaktur in Saarbrücken in der Mainzer Straße – auch unverpackt. Regional, nachhaltig und gesund Nudeln aus Gelbweizen So sieht der Gelbweizen aus. Foto: Laura Henrich

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