Die Biosphäre Bliesgau im Sommer

Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau März – Mai 2022 12 Das Wegemanagement im Saarpfalz-Kreis Bei Wanderungen und Radtouren begegnen sie uns regelmäßig: die Markierungen auf den Rad- und Wanderwegen, wie dem Bliesgauer, dem Bliessteig oder der Kirkeler Tafeltour. Wir orientieren uns an ihnen und wenn sie fehlen, fühlen wir uns unsicher. Sie leiten uns über den gesamten Streckenverlauf, zeigen Abzweigungen und Entfernungen an und wir können uns auf sie verlassen. Wegenetz von rund 1000 km im Saarpfalz-Kreis Aber wer kümmert sich eigentlich um all diese Wegekennzeichen? Wer ersetzt fehlende und Was Wandern zum Erlebnis macht beschädigte Schilder? Wer sorgt dafür, dass schmale Pfade nicht zuwachsen und wir ungehindert dort hindurch gelangen? Wer findet die Ausweichrouten, wenn der normale Wegeverlauf z.B. wegen Sturmschäden nicht mehr möglich ist? Wer kümmert sich um Ruhebänke und Sitzgruppen an den Wegen und hält sie instand? Immerhin ist im Saarpfalz-Kreis ein Wegenetz von rund 1000 km seit 2023 einheitlich beschildert und auf der Website der Saarpfalz-Touristik dokumentiert. Zwei hauptamtliche Wegekontrolleure: Marion Gölzer und Thomas Menges Viele dieser Arbeiten auf den Rundwanderwegen sowie dem Bliessteig werden von ehrenamtlichen Wegepaten erledigt, die die Wege zweimal im Jahr begehen. Für alle komplexeren Aufgaben und Projekte gibt es seit Sommer 2023 bei der Kreisverwaltung zwei hauptamtliche Wegekontrolleure: Marion Gölzer und Thomas Menges. Die beiden Personalstellen wurden über LEADER Fördermittel des Saarlands und der EU geschaffen. Die Kontrolleure sind zentrale Ansprechpartner für die Bürger, den Forst und die Kommunen, entlasten die kommunalen Baubetriebshöfe und erledigen zu beseitigende Mängel kurzfristig. Dabei obliegt ihnen die zentrale Koordinierung der Pflegemaßnahmen und die einheitliche Kontrolle der betroffenen Infrastruktur. Die beiden Wegekontrolleure sind für ein sicheres und erlebnisreiches Wegenetz unverzichtbar, da es neben den freiwilligen Unterstützern bei einem so weitreichenden und qualitativ hochwertigen Wegenetz hauptamtliche „Kümmerer“ braucht. Sie haben die nötige Ortskenntnis, wissen genau, welche sonstigen Akteure bei Mängeln und Projekten mit einbezogen werden müssen, unterstützen die rund 70 Wegepaten bei Pflege- und Markierungsarbeiten und führen größere Instandsetzungsarbeiten zusammen mit den Arbeitsgruppen, dem Forst und den Bauhöfen durch. So leisten sie nicht nur für Touristen einen wichtigen Beitrag, sondern auch für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich gerne im Wald und in der Natur aufhalten. Wegekontrolleurin Marion Gölzer bei der Arbeit. Foto: Manuela Meyer Wegekontrolleur Thomas Menges sorgt für begehbare Wege. Foto: Manuela Meyer Die Wegekontrolleurin Marion Gölzer verbringt die meiste Arbeitszeit naturgemäß im Außendienst. Aber ungefähr ein Drittel ihrer Arbeitszeit kümmert sie sich im Büro um die digitale Erfassung der Rad- und Wanderwege sowie der Beschilderung, Einbauten wie Bänke, Brücken, Aussichtspunkte und vieles mehr. Vor allem der Kontakt zu den Wegepaten, zu den Menschen, die ihr in der Natur begegnen und auch der Kontakt mit den Förstern vor Ort ist für sie wichtig und macht ihr viel Freude bei der Arbeit. Der Wegewart Thomas Menges freut sich, dass sich der Saarpfalz– Kreis derzeit zur „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ qualifizieren lässt. Dafür müssen über 40 verschiedene Punkte erfüllt werden. Unter anderem muss eine einheitliche Beschilderung der Wanderwege gewährleistet sein. Gemeinsam mit den 70 ehrenamtlich tätigen Wegepaten will er genau dies für alle Wanderstrecken erreichen. Eine nicht zu unterschätzende Arbeit, einen Wanderweg lückenlos zu beschildern, sodass man immer sicher ist, auf der richtigen Strecke zu sein, ohne dabei das Naturerlebnis durch Überbeschilderung zu schmälern. Weitere Informationen bei: Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4, 66440 Blieskastel, Tel.: 06841 104-7174, www.saarpfalz-touristik.de Stabsstelle für Nachhaltige Entwicklung und Mobilität, Am Forum 1, 66424 Homburg, Tel.: 06841 104-8670, www.saarpfalz-kreis.de Vielfältige Auswahl an handgefertigten Produkten In ihrer Genussmanufaktur in der Nauwieserstraße in Saarbrücken werden eine Vielzahl von Produkten wie Fruchtaufstriche, Gelees, Chutneys, Relishes, Soßen, Creme Caramels und Sirupe und noch vieles mehr hergestellt, viele davon mit Zutaten aus dem Bliesgau. Jedes Produkt wird mit Liebe und Sorgfalt in Handarbeit gefertigt, um höchste Qualität zu garantieren. Fruchteria: Handgemachte Köstlichkeiten aus dem Saarland Nachhaltige Verpackung und Verfügbarkeit Die handgefertigten Genussprodukte der Fruchteria sind sowohl im Ladengeschäft, seit kurzem auch in der Europagalerie in Saarbrücken, als auch im Onlineshop und in ausgewählten Feinkostgeschäften erhältlich. Dabei setzt das Unternehmen auf eine nachhaltige Verpackungspolitik und erhebt kein Pfand auf die Gläser, nimmt aber gerne die leeren Gläser zurück. Die Inhaberin der Fruchteria Andrea Dumont freut sich über den Umzug in die Europagalerie in Saarbrücken. Foto: privat Andrea Dumont, die Gründerin der Fruchteria, kreiert seit über 15 Jahren mit Leidenschaft delikate Köstlichkeiten aus Obst und Gemüse. Inspiriert von den traditionellen Rezepten ihrer Großmutter, legt sie besonderen Wert auf regionale und saisonale Zutaten, um einzigartige Geschmackserlebnisse zu schaffen. Neue Angebote: Tastings und Fruchteria-Kurse Die Fruchteria bietet nun auch neue Angebote wie Kurse und Tastings an. Diese finden häufig in den durch den Umzug frei gewordenen Räumen der Manufaktur im Nauwieser Viertel statt. Bei den Kursen können Teilnehmer beispielsweise lernen, Obst und Gemüse professionell zu schneiden. Engagement für regionale Lebensmittel Als Mitglied im Bliesgau Genuss e.V. setzt sich die Fruchteria für die Förderung regionaler Lebensmittel und das Bewusstsein für heimische Produkte ein. Als Genuss-Partner der Tourismus-Zentrale Saarland bietet die Fruchteria typisch saarländische Genusserlebnisse an. Mehr Informationen unter www. fruchteria.de

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