Die Biosphäre Bliesgau im Winter 2025

14 Die Rundschau für das Biosphärenreservat Bliesgau Dezember 2025 – Februar 2026 Biosphären-Praktikum Für ihr Praktikum hat sich Jennifer Paul auf den Weg aus Baden-Württemberg ins Saarland gemacht – genauer gesagt ins Biosphärenreservat Bliesgau. Drei Monate lang unterstützt sie das Team vor Ort, entdeckt die besondere Landschaft, lernt engagierte Menschen kennen und taucht tief in das Arbeiten in einer UNESCO-Biosphäre ein. Wir haben mit ihr über ihre Erfahrungen, ihre Motivation und ihre Eindrücke vom Leben und Arbeiten im Bliesgau gesprochen. Wie bist du auf das Biosphärenreservat Bliesgau aufmerksam geworden? Tatsächlich kannte ich das Biosphärenreservat Bliesgau vor meinem Praktikum noch gar nicht und war davor auch nie im Saarland. Darauf aufmerksam geworden bin ich im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums. Die Commerzbank fördert dieses und betreut die Praktikant*innen während dieser Zeit. Auf der entsprechenden Website wurden alle teilnehmenden Biosphärenreservate und Nationalparke aufgelistet und vorstellt. So bin ich beim Anschauen des Biosphärenreservats Bliesgau neugierig geworden und habe mich auf diese Stelle beworben, was auch erfolgreich lief. Warum hast du dich entschieden, dein Praktikum hier im Saarland zu machen – so weit weg von deiner Heimat Baden-Württemberg? Ich bin schon immer gerne an neue Orte gereist und von Natur aus neugierig, andere Regionen kennenzulernen. Da ich zuvor nie im Saarland war, wollte ich gerne auch diese Region mit ihren Besonderheiten und ihren Menschen entdecken. Die sanfthügeligen Landschaften und die malerische Blies machen diese Region so besonders. Was hat dich an der Arbeit im Biosphärenreservat besonders gereizt? Während meines Studiums haben wir uns viel mit verschiedenen Schutzgebieten beschäftigt Drei Monate Bliesgau Ein Abenteuer zwischen Natur, Nachhaltigkeit und neuen Erfahrungen und mich hat der Grundsatz und das Leitbild von Biosphärengebieten schon immer fasziniert. Ich wollte in der Praxis erleben, wie eine Modellregion für nachhaltiges Leben und Wirtschaften funktioniert und wie man diverse Nutzungsansprüche koordinieren und regionale Produkte stärken kann. Wie war dein erster Eindruck vom Bliesgau und vom Team, als du angekommen bist? Sehr positiv. Ich wurde vom gesamten Team von Beginn an herzlich aufgenommen und konnte jederzeit Fragen und Anregungen teilen. Auch in die Landschaft habe ich mich direkt verliebt, während ich auf meinen abendlichen Radtouren die Gegend erkundet habe. Welche Aufgaben und Projekte hast du während deines Praktikums übernommen? Die zwei großen Projekte, die ich während des Praktikums mitbetreut habe, waren das Biosphärenfest sowie die Bio-Brotbox-Aktion. Dazu kommen natürlich zahlreiche weitere Themen und Aufgaben, wie Öffentlichkeitsarbeit oder auch praktischer Naturschutz. Gab es ein Highlight oder ein Erlebnis, das dir besonders in Erinnerung bleiben wird? Ich durfte mit der „Jungen Biosphäre“ zu einer Clean-up-Aktion mit dem Kanu auf die Blies. Es war total schön zu sehen, wie enthusiastisch die Jugendlichen den Abfall aus der Blies gefischt haben und sich trotz des Regens nicht haben davon abhalten lassen. Auf der anderen Seite war es natürlich erschreckend zu sehen, wie viel Müll sich in dem Gewässer angesammelt hat und dieses wertvolle Ökosystem verschmutzt. Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich persönlich – und hat sich deine Sicht darauf während des Praktikums verändert? Nachhaltigkeit bedeutet für mich der bewusste Umgang mit Ressourcen. Das geht vom Wocheneinkauf über das Fortbewegungsmittel bis hin zur Urlaubsreise. Und das muss nichts mit Verzicht zu tun haben. Wenn jede Person in unserer Gesellschaft nur einen kleinen Schritt in diese Richtung gehen würde, hätten wir am Ende einen Riesengewinn. Was nimmst du aus diesen drei Monaten mit – für dich selbst und Jennifer Paul wollte während ihres Praktikums in der Praxis erleben, wie eine Modellregion für nachhaltiges Leben und Wirtschaften funktioniert. Foto: privat vielleicht auch für deine berufliche Zukunft? Ich kann nur jedem empfehlen, sich auf etwas Neues einzulassen und eine neue Region kennenzulernen. Ich bin sehr dankbar, für 3 Monate im Bliesgau gelebt haben zu dürfen und Land und Leute kennengelernt zu haben. Auch habe ich gemerkt, wie ich mich weiterentwickelt habe und immer sicherer und selbstbewusster geworden bin. Beruflich kann ich mir nach diesem Praktikum gut vorstellen, einmal in einem Biosphärenreservat oder einem anderen Schutzgebiet zu arbeiten. Wenn du drei Worte wählen müsstest, um dein Praktikum im Bliesgau zu beschreiben – welche wären das? Abwechslungsreich – praxisnah – zukunftsweisend. Würdest du anderen jungen Menschen empfehlen, ein Praktikum in einem Biosphärenreservat zu machen – und warum? Zu 100%. Man bekommt Einblicke in ein potenzielles Arbeitsumfeld und kann durch die Betreuung von Projekten die Region nachhaltig gestalten. Darüber hinaus ist die Arbeit in einem Biosphärenreservat sehr abwechslungsreich und man kann eigene Ideen einbringen und kreativ sein. Abschließend möchte ich mich beim gesamten Team des Biosphärenzweckverbands Bliesgau für diese tolle Zeit bedanken. Ich hatte unglaublichen Spaß und durfte tolle Projekte und Aktionen kennenlernen und betreuen. Darüber hinaus natürlich auch einen großen Dank an die Commerzbank und die Nationalen Naturlandschaften für die Organisation und die Förderung dieses Praktikums. Die Bewerbungsphase für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2026 ist gestartet. Ab sofort können sich Studierende mit Naturbegeisterung für einen der 60 Praktikumsplätze in 22 Nationalparks und BiosphäCommerzbank-Umweltpraktikum im Biosphärenreservat Bliesgau: Bewerbungsphase für 2026 hat begonnen renreservaten wie dem Biosphärenreservat Bliesgau bewerben. Die Frist läuft bis zum 15. Januar 2026. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind online unter www.umweltpraktikum. com möglich. Während ihrer Praktikumszeit engagieren sich die Studierenden vorrangig in der Bildung oder in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie leiten Führungen für Besuchenden-Gruppen, organisieren und begleiten Veranstaltungen oder wirken in Naturschutz-Projekten mit. Im Bliesgau liegen die Schwerpunkte auf der Mitorganisation des Biosphärenfestes und der Bliesgau-Bio-Brotbox-Aktion. Alexandra Subke, Projektleiterin bei der Commerzbank, begründet das ins 36. Jahr gehende Engagement der Bank: “Mit dem Commerzbank-Umweltpraktikum möchten wir Studierenden die Chance geben, einzigartige Lernorte wie die Nationalparks und Biosphärenreservate nicht nur kennenzulernen, sondern in eigenen Wir sind von Mittwoch bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr für Sie da.

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