DIE RUNDSCHAU – Oktober 2026 10 Radebeul hat seit kurzem, einen besonderen Hingucker im Straßenbild: An der Fußgängerampel Schildenstraße/Ecke Meißner Straße, unmittelbar vor dem neu entstehenden Empfangsgebäude des Karl-MayMuseums, leuchtet künftig ein stilisierter Cowboy, der an Old Shatterhand erinnern soll. Die neuen Symbolscheiben wurden im Beisein von Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche, des St. Ingberter Oberbürgermeisters Dr. Ulli Meyer, dem Beigeordneten Albrecht Hauck sowie einer Bürger- und Feuerwehrdelegation aus der saarländischen Partnerstadt offiziell eingeweiht. Die Motivampel ist ein Geschenk der Stadt St. Ingbert an Radebeul anlässlich des 35. Jahrestages der Städtepartnerschaft. Die beiden Ampelscheiben zeigen einen Cowboy, einmal stehend , einmal in Bewegung, und nehmen damit bewusst Bezug auf die Karl-May-Stadt Radebeul und das unmittelbar angrenzende Karl-MayMuseum. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer betonte die besondere Bedeutung des sichtbaren Zeichens: „Unsere Städtepartnerschaft lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Mit der Cowboy-Ampel schenken wir Radebeul ein kleines, aber dauerhaft sichtbares Zeichen unserer Verbundenheit. Sie verbindet auf charmante Weise Radebeuls Karl-May-Tradition mit der Freundschaft zwischen unseren beiden Städten.“ Eine der langjährigsten deutschdeutschen Städtepartnerschaften Die Verbindung zwischen Radebeul und St. Ingbert gehört zu den langjährigsten deutsch-deutschen Städtepartnerschaften. Ihren Ursprung hat sie in engen wirtschaftlichen Kontakten zwischen der Firma Haaf aus St. Ingbert und dem damaligen VEB Druckmaschinenwerke Planeta, heute König Bauer AG, in Radebeul. Die offizielle Partnerschaftsvereinbarung wurde am 24. Juni 1988 unterzeichnet. Beide Städte verbindet neben einer vergleichbaren Einwohnerzahl auch ihre Bedeutung als traditionsreiche Industriestandorte. Zugleich prägen ein vielfältiges Kultur- und Sportleben sowie eine aktive Kunstszene das Leben in Radebeul und St. Ingbert. In den vergangenen fast vier Jahrzehnten ist daraus ein lebendiges partnerschaftliches Miteinander entstanden. Bürgerfahrten, Jubiläumsfeiern und kultureller Austausch gehören ebenso dazu wie gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten. So halfen die Partner aus St. Ingbert Radebeul unter anderem nach den Hochwassern 2002 und 2013. Umgekehrt unterstützte Radebeul St. Ingbert nach dem Brand der St. Josefs Kirche. Eine besondere Rolle spielen bis heute die engen Kontakte zwischen den Freiwilligen Feuerwehren und dem Rotary-Club beider Städte. Die neue Cowboy-Ampel ist damit ein weiteres sichtbares Zeichen einer über Jahrzehnte gewachsenen Freundschaft. Alle zwei Jahre fährt eine geführte Reisegruppe von St. Ingbert in die Patenstadt Radebeul in Sachsen. Bürgerinnen und Bürger, Vertreter des Rotary-Clubs St. Ingbert sowie Mitglieder der Alters- und Ehrenwehr fuhren gemeinsam nach Radebeul mit einem Bus von Nico’s Fahrschule aus St. Ingbert. Für das umfangreiche Programm sorgten die Radebeuler. Zum Auftakt der Reise wurden die Gäste aus St. Ingbert zu einem Begrüßungsabend im Karl-MayMuseum empfangen. Am Samstag stand ein Ausflug in die Silberstadt Freiberg auf dem Programm. Bei einer Erlebnis-Stadtführung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die historische Stadt auf besondere Weise kennenlernen. Auch ein offizieller Termin stand an. Die Einweihung der neuen Cowboy Ampel, die die Stadt St. Ingbert geschenkt hatte. (weiterer Bericht folgt) Nach dem offiziellen Programm stand den Bürgerinnen und Bürgern der Sonntag zur freien Verfügung. Viele nutzten die Gelegenheit, den „Tag des offenen Weingutes“ zu besuchen und die Radebeuler Weinlandschaft zu erkunden. Alternativ bot sich ein Besuch der sächsischen Landeshauptstadt Dresden an. Mit der Bürgerfahrt pflegt die Stadt St. Ingbert den direkten Austausch mit ihrer Partnerstadt und ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, Radebeul und die Region gemeinsam zu erleben. Im nächsten Jahr findet der Gegenbesuch der Radebeuler in St. Ingbert statt. Cowboy-Ampel erinnert in Radebeul an die Freundschaft mit St. Ingbert Bürgerfahrt nach Radebeul verbindet Partnerschaft und Weingenuss In Radebeul erinnert eine Cowboy-Ampel an die Städtepartnerschaft mit St. Ingbert vlnr. Beigeordneter Albrecht Hauck, Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und Oberbürgermeister Bert Wendsche. Bild F. Jung Die St. Ingberter besuchten die Silberstadt Freiberg. Bild: F. Jung
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